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Weltmeister vor PSG-Duell in der Form seines Lebens

Champions League: Paul Pogba überragt bei Manchester United

Robert Gherda

12.02.2019 | 20:18 Uhr

Paul Pogba ist mit Manchester United im Jahr 2019 noch ungeschlagen.
Image: Paul Pogba ist mit Manchester United im Jahr 2019 noch ungeschlagen. © Getty

Manchester United ist unter Ole Gunnar Solskjaer kaum zu stoppen. Vor dem Kracher in der Champions League bei Paris St. Germain blüht vor allem Paul Pogba auf.

Manchester United rollt die Premier League unter Ole Gunnar Solskjaer weiter von hinten auf. Nach dem souveränen 3:0-Sieg beim FC Fulham rangieren die Red Devils erstmals in der laufenden Saison auf einem Champions-League-Platz (Zur Tabelle). Überragender Mann auf dem Platz dabei: Paul Pogba, der nicht nur zwei Tore erzielte, sondern auch Dreh- und Angelpunkt im Spiel des englischen Rekordmeisters war.

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Manchester United auf Augenhöhe mit Paris St. Germain

"Er hat den ganzen Laden geschmissen. Er weiß, wie er in Räume schleichen muss und er kontrolliert das Spiel mit und ohne Ball", lobt Sky UK Experte Alex Scott und vergleicht Pogba mit "einem Kind, das einfach auf der Straße spielt."

Auch der Franzose selbst war zufrieden und erklärte nach dem Spiel bei Sky UK: "Ich fühle mich großartig, das Team fühlt sich großartig und wir wollen einfach so weitermachen."

Die nächste Chance dazu haben Pogba & Co. am Dienstag im Old Trafford in der Champions League gegen Paris St. Germain (ab 19:30 Uhr live und exklusiv auf Sky und im Ticker auf skysport.de).

Was bei der Auslosung noch nach einer klaren Angelegenheit für das französische Star-Ensemble aussah, ist plötzlich ein Duell mindestens auf Augenhöhe. Und das nicht nur, weil bei PSG mit Neymar und Edinson Cavani zwei Superstars ausfallen, sondern auch wegen des unglaublichen Laufs von Pogba.

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Tuchel lobt Pogba

"Er ist ein unglaublicher Spieler mit wunderbaren Qualitäten. Er ist stark am Ball und im Eins gegen Eins und er kann immer den Unterschied ausmachen", lobt auch Tuchel vor dem direkten Duell: "Er ist zudem auch sehr torgefährlich und verfügt über einen starken Kopfball. Er ist ein absoluter Schlüsselspieler."

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Dieses Lob ist mehr als gerechtfertigt, wenn man sich die nackten Zahlen der letzten Wochen ansieht. In zehn Spielen unter Solskjaer erzielte Pogba starke acht Tore und bereitete noch sechs weitere vor. Zum Vergleich: Unter Vorgänger Jose Mourinho, mit dem der dynamische Mittelfeldspieler gar nicht zurecht kam, waren es in 20 Partien wettbewerbsübergreifend nur fünf Tore und vier Assists.

Zum Durchklicken: Die teuersten Spieler aller Zeiten

  1. Das sind die teuersten Transfers aller Zeiten.
    Image: Mit seinem Wechsel von Real Madrid zu Juventus taucht Cristiano Ronaldo (l) ein zweites Mal bei den teuersten Transfers der Geschichte auf. Sky Sport zeigt die Top 20 der größten Vereinswechsel (Quelle: transfermarkt.de, Stand 11.02.2019). © DPA pa
  2. Thomas Lemar steht kurz vor einem Wechsel zu Atletico Madrid.
    Image: Platz 20: Wie lange Thomas Lemar bei seinem neuen Klub Atletico Madrid bleibt, ist unklar. Für den Linksaußen legten die Spanier diesen Sommer 70 Millionen Euro auf den Tisch. © Getty
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    Image: Geteilter Platz 19: Als WM-Torschützenkönig ging James Rodriguez 2014 vom AS Monaco zu Real Madrid. Der Transfer kostete die Königlichen 75 Millionen Euro Ablöse. © Getty
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    Image: Platz 19: Für die gleiche Summe verließ Angel Di Maria im selben Transferfenster die Königlichen in Richtung Manchester United. © Getty
  5. Frenkie de Jong soll sich wohl mit dem FC Barcelona einig sein.
    Image: Platz 19: Auch Frenkie de Jong wechselt für 75 Millionen Euro die Vereine. Der FC Barcelona freut sich ab der kommenden Saison auf die Dienste des niederländischen Top-Talents. © Getty
  6. PLATZ 5: Kevin De Bruyne (Manchester City) - Wochengehalt: ca. 316.000 Euro
    Image: PLATZ 16: Kevin De Bruyne kostete nochmal eine Million mehr. Manchester City überwies 2015/16 76 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg für den Belgier. © Getty
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    Image: Platz 15: Zinedine Zidane stellte 2001 einen neuen Transferrekord auf, der lange nicht gebrochen werden sollte: Für 77,5 Millionen Euro ging er von Juventus Turin zu den Königlichen. © Getty
  8. Platz 9: Virgil van Dijk wechselt im Winter 2017/18 für 84,5 Millionen Euro vom FC Southampton zum FC Liverpool. Damit ist er der teuerste Verteidiger aller Zeiten - nie wurde für eine Abwehrkraft mehr Geld bezahlt.
    Image: Platz 14: Virgil van Dijk wechselte im Winter 2017/18 für 78,8 Millionen Euro vom FC Southampton zum FC Liverpool. Damit ist er der teuerste Verteidiger aller Zeiten - nie wurde für eine Abwehrkraft mehr Geld bezahlt. © DPA pa
  9. FC Chelsea: Kepa (80 Millionen Euro von Athletic Bilbao)
    Image: Platz 13: Etwas teurer war Kepa, der zur Saison 2018/19 für stolze 80 Millionen Euro von Athletic Bilbao zum FC Chelsea wechselte. © Getty
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    Image: Platz 12: Luis Suarez schloss sich im Sommer 2014 dem FC Barcelona an. Er brachte Liverpool stolze 81,7 Millionen Euro ein. © Getty
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    Image: Platz 11: Romelu Lukaku ging zur Saison 17/18 für 84,7 Millionen Euro vom FC Everton zu Manchester United. © Getty
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    Image: Platz 10: Neymar war bereits ein Superstar, bevor er das erste Mal in Europa spielte. Und der hat seinen Preis. 88,2 Millionen Euro ließ sich der FC Barcelona den Brasilianer vom FC Santos 2013 kosten. © Getty
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    Image: Platz 9: Auch wenn er vielleicht nicht immer die austrainierteste Figur macht: Tore schießen kann Gonzalo Higuain. Das weiß auch Juventus Turin und überwies dem SSC Neapel 2016 90 Millionen Euro für den Sturmtank. © Getty
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    Image: Platz 8: Das Bernabeu war voll, als Real Madrid 2009 stolz Cristiano Ronaldo, den zu diesem Zeitpunkt teuersten Spieler, präsentierte. 94 Millionen Euro kostete der Neuzugang von Manchester United. © Getty
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    Image: Platz 7: Vier Jahre später war es soweit: Mit dem Transfer von Gareth Bale wurde erstmals die 100-Millionen-Euro Marke geknackt. 101 Millionen Euro überwiesReal an Tottenham für den Waliser. Der Rekord sollte drei Jahre lang Bestand haben ... © Getty
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    Image: Platz 6: Dann kam Paul Pogba. 105 Millionen Euro zahlte Manchester United 2016, um den Mittelfeldstar aus Turin zurückzuholen.  © Getty
  17. Gianluigi Buffon spielte 17 Jahre für Juventus Turin.
    Image: Platz 5: Zum zweiten Mal findet sich Cristiano Ronaldo (l.) in dieser Liste wieder. Für den fünffachen Weltfußballer zahlte Juventus 112 Millionen Euro an Real Madrid. © Getty
  18. Ousmane Dembele würde beim BVB im Offensivspiel eine riesige Lücke zurücklassen.
    Image: Platz 4: Im Sommer 2017 verließ Flügelflitzer Ousmane Dembele Borussia Dortmund für 115 Millionen Euro in Richtung Barcelona.  © DPA pa
  19. Eine PR-Panne könnte schon verraten haben, wohin der Weg von Liverpools Philippe Coutinho führt: Im Online-Shop des FC Barcelona gab es an Silvester bereits Trikots mit dem Namen des Angreifers zu bestaunen.
    Image: Platz 3: Mit einer Ablösesumme von 163 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Barcelona ist Philippe Coutinho der zweitteuerste Brasilianer und drittteuerste Transfer aller Zeiten.  © DPA pa
  20. Kylian Mbappe schießt Paris zum Sieg gegen SCO Angers.
    Image: Platz 2: Paris St. Germain lieh Wunderstürmer Kylian Mbappe zunächst für eine Saison von der AS Monaco aus. Anschließend griff eine Kaufverpflichtung in Höhe von 180 Millionen Euro. © DPA pa
  21. Dem Wechsel von Neymar nach Paris steht wohl nichts mehr im Weg.
    Image: Platz 1: Den absoluten Transfer-Rekord stellte Neymar auf, der ebenfalls zum zweiten Mal in der Aufzählung auftaucht. Paris St. Germain bezahlte für den Brasilianer die unfassbare Summe von 222 Millionen Euro. © Getty

Wie ist diese Leistungsexplosion zu erklären? Zum einen taktisch, denn unter Solskjaer rückte Pogba eine Position nach vorne und kann dort seine Stärken besser einbringen. "Der Coach erlaubt ihm, offensiver zu spielen und stellt sicher, dass er seine Rolle genau kennt. Seine Qualitäten am Ball sind unglaublich. Es gibt keinen, der den Ball so gut halten kann und dann den richtigen Pass im richtigen Moment spielt. Fantastisch", erklärt Sky UK Experte Louis Saha.

Pogba mit großem Selbstvertrauen

Doch nicht nur seine Position spielt eine Rolle in der Renaissance des ehemals teuersten Spielers der Welt. "Er hat diesen Instinkt und ist unberechenbar. Das zeigt er nun Woche für Woche. Der Abschluss beim ersten Tor gegen Fulham hat nichts mit Taktik, sondern nur mit Glauben zu tun", so Saha.

Jamie Redknapp stimmt zu: "Wir reden so oft über Trainer und Taktik, aber worauf es wirklich ankommt, ist Selbstvertrauen. Wenn ich Paul Pogba sehe, sehe ich einen Spieler, der den Fußball richtig genießt und der wirklich Spaß hat, auf dem Platz zu stehen. Er spielt einfach frei auf", erklärt der Sky UK-Experte.

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Endlich in Manchester angekommen

Pogba, der 2016 für die stolze Summe von 105 Millionen Euro von Juventus nach Manchester wechselte, scheint nun endlich angekommen zu sein. Unter Mourinho fiel der Spielmacher, der in Turin auch "Pogboom" gerufen wurde mehr durch öffentliche Streitereien mit dem Coach auf als durch Leistungen auf dem Platz. Doch unter Solskjaer befindet er sich in der Form seines Lebens und kann sich eine Spitze gegen den Ex-Coach nicht verkneifen, als er auf den Norweger angesprochen wird:

"Er schauspielert nicht, er spielt nicht mit uns. Er schenkt einfach nur jedem Spieler eine Menge Freude", so Pogba zur BBC und legt nach: "Das Selbstvertrauen, das er uns gibt, sieht man auf dem Platz."

3:50
Ole Gunnar Solskjaer spricht über sein legendäres Tor im CL-Finale gegen Bayern München und sein neues Leben als Trainer von Manchester United.

Straft Pogba Mourinho Lügen?

Doch damit nicht genug, denn Pogba ist drauf und dran, Mourinho nachträglich auch noch eine kräftige sportliche Ohrfeige zu verpassen. Der Portugiese hatte nämlich Anfang Dezember 2018 nach einem enttäuschenden 2:2 gegen den FC Southampton gegenüber dem brasilianischen TV-Sender RedeTV erklärt, dass es ein Wunder bräuchte, wenn United die Saison unter den Top-4 landet.

Kurz danach musste "The Chosen One" gehen - und United verlor mit dem überragenden Pogba kein Spiel mehr. Seit der Trennung feierte United in sieben Wochen mehr Ligasiege (acht) als unter dem 56-Jährigen in den vier Monaten zuvor (sieben) und rollt damit die Liga vor dem Duell gegen Paris von hinten auf...

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