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DFB-Comeback für Hummels? "Steht außer Diskussion"

Nach Kreuzbandriss bei Bayerns Niklas Süle

Lars Pricken

21.10.2019 | 13:36 Uhr

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Nach dem Kreuzbandriss von Niklas Süle fordert Thomas Helmer bei Sky90 dazu auf, Mats Hummels zurück ins DFB-Team zu holen (Dauer: 1:58 Minuten).

Sky Experte Dietmar Hamann und Sky90-Gast Thomas Helmer sind sich sicher: Bundestrainer Joachim Löw muss Mats Hummels zurück ins DFB-Team holen.

Der lange Ausfall von Niklas Süle wiegt nicht nur beim FC Bayern schwer. Auch in der Nationalmannschaft hinterlässt der 24-Jährige eine riesige Lücke. Die Defensive des DFB-Teams, das zuletzt bereits auf Jonathan Tah, Matthias Ginter und Antonio Rüdiger im Zentrum verzichten musste, ist derzeit die Schwachstelle der Löw-Elf.

Helmer: "Löw bricht sich keinen Zacken aus der Krone"

Ein Spieler, der sich mit guten Leistungen zurück in den Fokus gespielt hat, war für den Bundestrainer in den zurückliegenden Länderspielen noch keine Option: Mats Hummels. Das könnte sich nun aber ändern. Zumindest für die Gäste bei Sky90 führt bei der EM 2020 kein Weg an den BVB-Verteidiger vorbei.

"Was die Innenverteidigung angeht, ist es in der Nationalmannschaft recht dünn geworden. Da haben wir große Probleme", meint Ex-Profi Thomas Helmer, der nur einen Weg zur Stabilisation sieht: "Eigentlich gibt es keine Alternative zu Mats Hummels. Wenn es nach Leistung geht, bricht Löw sich auch keinen Zacken aus der Krone, wenn er da zurückschwenkt."

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Sky Experte Didi Hamann schwärmt von Mats Hummels und hofft, dass Joachim Löw den Innenverteidiger zurück ins DFB-Team holt (Dauer: 39 Sek.).

Für Hamann ist Hummels "der beste Innenverteidiger"

Unterstützung bekommt Helmer bei seinem Plädoyer auch von Hamann. "Er war der beste Innenverteidiger und ist es immer noch", adelt der Sky Experte den Dortmunder und legt nach: "Für mich steht es außer Diskussion, dass Hummels nächstes Jahr für uns spielen muss."

Besonders dringlich wird es, wenn die Alternativen im Abwehrzentrum ausbleiben. Aktuell gibt es kein gesetztes Innenverteidiger-Duo a lá Hummels/Boateng wie bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Es fehlt ein "Chef" in der DFB-Abwehr

Tah, der wegen Leistungsschwankungen bei Bayer Leverkusen und in den EM-Qualifikationsspielen gegen Nordirland und Holland zuletzt in der Kritik stand, macht derzeit keine Entwicklungssprünge. Chelseas Rüdiger und Thilo Kehrer (Paris St. Germain) sind seit Längerem verletzt und müssen sich erst wieder an dauerhafte Belastung gewöhnen.

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Auch Ginter muss aufgrund einer Schulterverletzung derzeit noch pausieren, Shkodran Mustafi ist beim FC Arsenal wiederum ganz außen vor. Die DFB-Neulinge Niklas Stark und Robin Koch, der als Überraschungskandidat zuletzt sein Nationalmannschafts-Debüt gefeiert hatte, sind in ihrem derzeitigen Stadium noch nicht soweit, ein Team zum Gewinn der Europameisterschaft zu führen.

Kommt es zum Comeback des Weltmeister-Duos?

Wer also bleibt, außer die beiden 2014er-Weltmeister? Bei Hummels sind sich die meisten einig. Boateng müsste sich dagegen neu beweisen. Bei den Münchnern ist er seit letzter Saison nicht mehr erste Wahl, könnte nach der Verletzung von Süle allerdings zur ernsthaften Alternative werden.

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Sky Experte Didi Hamann zweifelt an der Qualität von Jerome Boateng und glaubt, dass er nicht mehr stark genug für das internationale Geschäft ist (Dauer: 1:47 Min.).

Bleibt nur die Frage, ob Löw von seinem eingeschlagenen Weg abzubringen ist. Rückholaktionen schloss der 59-Jährige bis jetzt kategorisch aus. Was aber, wenn ihm keine Wahl bleibt? Das hängt auch davon ab, wie schnell sich die momentan verletzten Defensivakteure, allen voran Süle, zurück auf den Platz kämpfen.

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