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DFB-Frauen gehen selbstbewusst ins WM-Achtelfinale

Nach Gruppensieg

Sport-Informations-Dienst (SID)

20.06.2019 | 12:39 Uhr

Vor traumhafter Kulisse bereiten sich die DFB-Frauen auf das WM-Achtelfinale vor.
Image: Vor traumhafter Kulisse bereiten sich die DFB-Frauen auf das WM-Achtelfinale vor. © DPA pa

Hochsommerliche Temperaturen, eindrucksvolles Alpenpanorama und jede Menge Ruhe: In beschaulicher Bergidylle machen sich die deutschen Fußballerinnen bereit für die heiße Phase des WM-Gipfelsturms.

Verteidigerin Carolin Simon sagte vor dem Beginn der K.O.-Runde: "Wir genießen es, ein bisschen unter uns zu sein, bei einer WM ist viel los, da sehnt sich jetzt keiner nach mehr Trubel."

Trubel sucht man im Kurort Uriage-les-Bains, 12 km südöstlich des Spielortes Grenoble, allerdings tatsächlich auch vergeblich. Mit dem Blick auf verschneite Gipfel hat die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dort im noblen Grand Hotel sein viertes WM-Quartier bezogen.

Noch ohne Gegentor im Turnier

Mit morgendlichem Krafttraining im klimatisierten Innenbereich und einer Nachmittagseinheit auf dem Platz bereitete sich der zweimalige Weltmeister auf sein Achtelfinale am Samstag vor - noch ohne den Gegner zu kennen. Nach neun Punkten aus drei Gruppenspielen ohne Gegentor sieht sich der Olympiasieger auf einem guten Weg.

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"Wir haben spielerisch einen Schritt nach vorne gemacht, aber trotzdem sind wir natürlich noch nicht zufrieden", sagte Linksverteidigerin Simon im Rückblick auf das 4:0 (3:0) gegen Südafrika. Das Selbstbewusstsein ist nach der Fußball-Magerkost gegen China und Spanien (1:0) durchaus gestiegen.

"Ich bin von der Mannschaft überzeugt. Wir wissen alle, dass wir gegen Topgegner noch ein, zwei Schippen drauflegen müssen", sagte die 26-Jährige von Olympique Lyon. Dass Deutschland anders als andere Mitfavoriten noch keine großen Glanzlichter setzen konnte, sei nicht zwingend ein Nachteil: "Wir sind nicht undankbar, wenn wir die Favoritenrolle weitergeben können."

Ungewohnt lange Pause

In der ungewohnt langen Pause von insgesamt fünf Tagen bis zum nächsten Anpfiff soll nun im Training Sicherheit vermittelt werden, wie Lina Magull erklärte. "Es gibt ja noch ein paar Einheiten bis zum Spiel", sagte die Mittelfeldspielerin von Bayern München, betonte aber auch: "Die Spielsituation lässt sich einfach nicht simulieren."

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Zusammen mit Simon gehört Magull ganz klar zu der Spaßfraktion im WM-Kader. So löste das Duo auf dem Podium im gut gefüllten kleinen Presseraum am Trainingsplatz häufiger Gelächter aus. "Es stimmt, wir sind eher die Spaßigen", sagte Simon: "Das wird in der Mannschaft auch geschätzt. Diese Lockerheit ist auch wichtig."

Gerade für Spielerinnen, die wie Simon und Magull in den bisherigen Spielen auch schon auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten. Doch Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nutzt gerne die Breite ihres jungen Kaders.

Voss-Tecklenburg setzt auf Rotation

Von den 20 Feldspielerinnen kamen bereits 17 zum Einsatz. Nur Offensivspielerin Turid Knaak, Außenverteidigerin Leonie Maier und Innenverteidigerin Johanna Elsig durften noch nicht spielen.

Ob Ersatzspielerin oder Stammkraft: Das Team-Motto "Allez maximal" soll die DFB-Auswahl auch bei der ersten Bergetappe ihrer "Tour de France" erfolgreich ins Ziel bringen. "Martina hat das anfangs in den Raum geworfen, wir können uns damit identifizieren", sagte Magull zum Schlachtruf, "und wir versuchen, das auch so zu leben." Selbst in einem beschaulichen Kurort mit Thermalbädern und vielen Nachbarn der Ü60-Generation.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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