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DFB-Team: Robin Dutt exklusiv bei Sky über Bierhoff-Aus & Flick

Sky exklusiv || Dutt kritisiert DFB-Führung & spricht über Flick-Zukunft

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Robin Dutt spricht mit Sky Sport News exklusiv über das Aus von Oliver Bierhoff beim DFB. Dabei kritisiert er fehlendes Führungsverhalten seitens des DFB und hofft, dass nun wenigstens um Trainer Hansi Flick gekämpft wird.

Robin Dutt spricht im Interview mit Sky Sport News über das Ausscheiden von Oliver Bierhoff, kritisiert die Führungsarbeit beim DFB und wirbt für den Verbleib von Trainer Hansi Flick.

Robin Dutt exklusiv über ...

… den Abgang von Oliver Bierhoff beim DFB:

"Ich bedauere das sehr. Das muss ich sagen. Vor allem die Art und Weise, wie er fast zu einem Rücktritt gedrängt wurde. Ein Mensch, ehemaliger Spieler, Funktionär. 18 Jahre für den DFB tätig. Man fordert innerhalb von 24 Stunden eine Analyse, die innerhalb von sechs, sieben Tagen gemacht werden soll und ihn lässt man im Regen stehen. In der Außendarstellung zeigt mir einmal mehr diese Führungsschwäche, die seit der Abreise nach Katar vom DFB ausgestrahlt wurde."

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Robin Dutt kritisiert den Umgang mit Oliver Bierhoff und bemängelt, dass die Führung an die Spieler abgegeben wurde, als es bsps. um die OneLove-Binden-Diskussion ging.

… die möglichen Gründe für das Bierhoff-Aus:

"Dass in unserem Geschäft Köpfe gefordert werden, ist normal und gehört dazu. Aber wir sprechen immer von Führung und Leadership. Wir wollen, dass ein Spieler für den anderen im Spiel einsteht, aber wer steht eigentlich für leitende Mitarbeiter ein? Das habe ich komplett vermisst. Man hätte sich erst mal hinstellen, die Dinge auch als Präsident auf sich nehmen und dann in aller Ruhe eine Analyse machen müssen. Das ließ quasi nur noch ein Schluss für Oliver zu: Null Rückendeckung, dann trete ich zurück und erhalte mir die letzte Würde. Es hat schon angefangen mit der Binde, da hat man der Mannschaft die Verantwortung zugeschoben, jetzt wird wieder die Verantwortung abgeschoben und ich frage mich eigentlich, was wirft man ihm tatsächlich vor? Man muss die Punkte benennen. Es kann ja sicherlich nicht die Buchung eines falschen Quartiers sein. Er hat den Trainer angestellt, dafür wurde er gefeiert. Dass man von Bayern München einen Hansi Flick bekommen hat. Er ist, glaube ich, mit seinem Rücktritt, seiner Entlassung zuvorgekommen. Es sind viele Entscheidungen. Themen wie eine Quartier-Buchung sind nur so ein Symbol, das man wieder konstruiert. Ich hoffe, jetzt fühlen sich alle gut für ein paar Stunden. Aber die Probleme im Fußball, die bleiben ja auch, wenn jetzt ein anderes Quartier gebucht wird."

… Probleme im deutschen Fußball:

"Als von allen Experten die beste Elf vor der WM zusammengestellt wurde, kam da ab und zu mal ein Manuel Neuer vor, vielleicht mal ein Joshua Kimmich. Ansonsten kam da kein Deutscher vor, auch nicht an Position zwei. Und wenn wir nicht die besten Spieler haben, wie wollen wir dann Weltmeister werden, wenn die Experten selber der Meinung sind, wir haben nicht die besten Spieler? Das geht los mit dem klassischen Mittelstürmer. Das geht dem Außenverteidiger weiter. Natürlich haben wir außer Oliver Bierhoff noch weitere hervorragende Fachleute in Deutschland. Aber der eine alleine wird es nicht richten. Das ist eine Aufgabe, die die komplette Fußball-Branche in die Hand nehmen muss. Und alle, die sich 2014 haben abfeiern lassen beim Weltmeistertitel, die dazu beigetragen haben, dürfen auch jetzt gern den Kopf heben und sagen: ‚Ich habe auch beigetragen, dass es nicht geklappt hat'."

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Fußball WM 2022

  • Datum: 21. November – 18. Dezember
  • Ort: Katar
  • Eröffnungsspiel: Katar - Ecuador (Gruppe A) am 21. November
  • Finale: 18. Dezember
  • Spielplan: 64 Spiele in 8 WM-Gruppen und der K.-o.-Phase
  • Spielmodus: Rundenturnier (8 Gruppen à 4 Teams), K.-o.-System (ab Achtelfinale)
  • Teilnehmer: 32 Länder, Deutschland spielt in der Gruppe E
  • Ticketpreise: 60 - 1.417,- Euro

… eine mögliche Bierhoff-Nachfolge:

"Egal welche Namen momentan gespielt werden, das sind alles Persönlichkeiten. Die haben alle was drauf. Per Mertesacker hat was drauf, ich hatte Kontakt mit Thomas Hitzslperger, das sind alles kompetente Leute, aber es ist mit dem Austausch von Führungspersonal alleine nicht getan. Wir müssen uns einig werden, wie transportieren wir Inhalte von Klubs in die Nationalmannschaft? Die Nationalmannschaft ist letztlich das Spiegelbild der deutschen Ausbildung. Das ist ein Mammutprojekt. Und das kann einer alleine nicht machen."

… die Zukunft von Hansi Flick:

"Wir haben schon versäumt, um Oliver Bierhoff zu kämpfen. Ich hoffe nicht, dass wir es versäumen, auch um Hansi Flick zu kämpfen und dann eine weitere gute Persönlichkeit beschädigen. Wir haben sowieso kaum noch gute Trainer oder viele gute Trainer, die nicht mehr in Deutschland tätig sind. Jürgen Klopp ist außerhalb von Deutschland tätig, Thomas Tuchel ist außerhalb von Deutschland tätig. Ralf Rangnick ist außerhalb von Deutschland tätig. Roger Schmidt ist außerhalb von Deutschland tätig. Wir müssen um gute Trainer-Persönlichkeiten kämpfen. Und Hansi Flick ist eine Persönlichkeit, das hat er bewiesen. Er kennt den DFB in- und auswendig, er kennt die Bundesliga in- und auswendig. Ich habe seine Pressemitteilung gelesen, da war so ein bisschen ein resignativer Unterton dabei. Ich hoffe, dass er sein Kämpferherz findet. Ich glaube nicht, dass wir noch mal eine Persönlichkeit verlieren sollten."

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Robin Dutt hofft, dass nach dem Abgang von Oliver Bierhoff nun wenigstens für Trainer Hansi Flick gekämpft wird. Die Aussage im Video.

… ein Führungsproblem beim DFB:

"Ich sehe momentan niemanden, der führt. Ich kann das erst bewerten, wenn jemand mal führt. Wenn jemand nach außen tritt und nicht öffentlichkeitsgetrieben irgendwelche Meetings ankündigt. Sondern einfach mal sagt, für wen er einsteht und für wen er nicht einsteht und dass es auch einen Disput geben kann, dass man kritisch sich auseinandersetzen kann. Ich glaube, auch bei Oliver Bierhoff und Hansi Flick war der große Fehler zu glauben, dass da immer eitel Sonnenschein ist. Die haben sich ganz schön die Meinung gegeigt. Bloß die haben bis jetzt das Vertrauen gehabt, dass das nicht nach außen getragen wird und das muss doch eine Stärke sein, in den vier Wänden knallhart zu diskutieren, aber füreinander einzustehen. Und wer ist jetzt für Oliver Bierhoff, der so lange für den DFB hervorragende Leistung abgeliefert hat, eingestanden? Außer eine Pressemitteilung mit ein paar dankenden Worten? Das hat mit Führung, finde ich, nichts zu tun. Diese Persönlichkeiten sterben immer mehr aus. Dass wir Persönlichkeit haben, die sich auch in den Wind stellen und gegen die öffentliche Meinung angehen. Uli Hoeneß war einer dieser Großen, die selbst gegen die eigene Fankurve angegangen sind. Das sind so die letzten Persönlichkeiten. Da gibt es immer weniger davon, die für die eigenen Teammitglieder einstehen und füreinander einstehen bis zur Trennung."

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Robin Dutt bemängelt die Führungsschwäche bei WM in Katar und kritisiert das Aus von Oliver Bierhoff.

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