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Nübel, Richter, Waldschmidt und Co.

DFB U21: Die Zwischenzeugnisse nach der EM-Gruppenphase

Christian Akber-Sade

26.06.2019 | 12:58 Uhr

3:36
Sky Reporter Christian Akber-Sade spricht mit U21-Nationalspieler Mahmoud Dahoud und testet seine Fähigkeiten an der Tischtennisplatte (Video-Länge: 3:36 Minuten).

Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat sich nach dem 1:1 im letzten Gruppenspiel gegen Österreich für das EM-Halbfinale qualifiziert. Zeit, auf die Gruppenphase zurückzublicken und die Zwischenzeugnisse zu verteilen.

Mit sieben Punkten nach drei Spielen hat sich die deutsche U21 von Trainer Stefan Kuntz als Gruppensieger für die Vorschlussrunde qualifiziert. Zwei souveränen Siegen gegen Dänemark (3:1) und Serbien (6:1) folgte zum Abschluss der Gruppenphase ein 1:1 gegen Nachbar Österreich.

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Besonders in der letzten Partie hatte die Kuntz-Elf keinen leichten Stand und musste sich gegen eine engagierte und spielfreudige Auswahl aus Österreich erwehren, was letztendlich gelang.

Zehn eigene Treffer und defensiv aus dem Spiel heraus nach wie vor unbezwungen - die Bilanz der U21 liest sich auf dem ersten Blick gut, allerdings gibt es gerade im Hinblick auf das Halbfinale gegen Rumänien (Donnerstag, 18 Uhr) auch Verbesserungsbedarf.

Sky Sport zeigt auf, wo es noch hakt und an welchen Stellen es bereits gut gelaufen ist.

Die Zwischenzeugnisse der Spieler*

  1. Alexander Nübel: Der Schalker wurde gegen Dänemark und Serbien wenig gefordert, konnte sich aber zweimal auszeichnen. Gegen Österreich mit Licht und Schatten, letztlich hat Nübel eine Niederlage mit zwei starken Paraden beim Stand von 1:1 verhindert.
    Image: Alexander Nübel: Der Schalker wurde gegen Dänemark und Serbien wenig gefordert, konnte sich aber zweimal auszeichnen. Gegen Österreich mit Licht und Schatten, letztlich hat Nübel eine Niederlage mit zwei starken Paraden beim Stand von 1:1 verhindert. © DPA pa
  2. Benjamin Henrichs: Im Halbfinale ist der Linksverteidiger durch eine unnötige Gelbe Karte (Zeitspiel) gesperrt, präsentiert sich aber unermüdlich. Henrichs hielt den Bolzplatzkickern vor ihm den Rücken frei und glänzte gegen den Dänen Robert Skov.
    Image: Benjamin Henrichs: Im Halbfinale ist der Linksverteidiger durch eine unnötige Gelbe Karte (Zeitspiel) gesperrt, präsentiert sich aber unermüdlich. Henrichs hielt den Bolzplatzkickern vor ihm den Rücken frei und glänzte gegen den Dänen Robert Skov. © Getty
  3. Timo Baumgartl: Der Innenverteidiger profitiert von der Ausstrahlung seines Nebenmanns Jonathan Tah. In den ersten Spielen abgesehen vom verursachten Handelfer gegen Dänemark mit soliden Leistungen, gegen Österreich mit Unsicherheiten.
    Image: Timo Baumgartl: Der Innenverteidiger profitiert von der Ausstrahlung seines Nebenmanns Jonathan Tah. In den ersten Spielen abgesehen vom verursachten Handelfer gegen Dänemark mit soliden Leistungen, gegen Österreich mit Unsicherheiten. © Getty
  4. Jonathan Tah: Seine Präsenz hilft dem ganzen Team. Tah wirkt wie der Turm in der Schlacht, löst viele Situationen mit Robustheit oder Stellungsspiel. Er offenbart teils Tempodefizite gegen flinke Gegner, leistete sich einen Patzer gegen Österreich.
    Image: Jonathan Tah: Seine Präsenz hilft dem ganzen Team. Tah wirkt wie der Turm in der Schlacht, löst viele Situationen mit Robustheit oder Stellungsspiel. Er offenbart teils Tempodefizite gegen flinke Gegner, leistete sich einen Patzer gegen Österreich. © DPA pa
  5. Lukas Klostermann: Auf den ersten 30 Metern wohl der schnellste im Kader. Sein Tempo hat bisher jeden Gegner beschäftigt. Sein Offensivdrang führte ab und zu aber zu gefährlichen Situationen über die rechte DFB-Seite. Bisher ein souveräner Auftritt.
    Image: Lukas Klostermann: Auf den ersten 30 Metern wohl der schnellste im Kader. Sein Tempo hat bisher jeden Gegner beschäftigt. Sein Offensivdrang führte ab und zu aber zu gefährlichen Situationen über die rechte DFB-Seite. Bisher ein souveräner Auftritt. © DPA pa
  6. Maximilian Eggestein: Überzeugt mit Ruhe am Ball und guten Balleroberungen. Sein Spiel wirkt sehr reif, hilft in kritischen Momenten. Offensiv könnte er noch häufiger in Erscheinung treten. Seinen guten Abschluss konnte er noch nicht häufig setzen.
    Image: Maximilian Eggestein: Überzeugt mit Ruhe am Ball und guten Balleroberungen. Sein Spiel wirkt sehr reif, hilft in kritischen Momenten. Offensiv könnte er noch häufiger in Erscheinung treten. Seinen guten Abschluss konnte er noch nicht häufig setzen. © Getty
  7. Mahmoud Dahoud: Spielerisch gehört er zu den größten Talenten im Kuntz-Team. Seine Schussstärke konnte er bisher einmal erfolgreich unter Beweis stellen. Dahoud bewegt sich gut in den Räumen, manchmal fehlt ihm noch das Timing bei seinen Pässen.
    Image: Mahmoud Dahoud: Spielerisch gehört er zu den größten Talenten im Kuntz-Team. Seine Schussstärke konnte er bisher einmal erfolgreich unter Beweis stellen. Dahoud bewegt sich gut in den Räumen, manchmal fehlt ihm noch das Timing bei seinen Pässen. © DPA pa
  8. Florian Neuhaus: Ein Mann mit ganz feiner Klinge. Sein Spiel wirkt oft anmutig, doch taucht der Gladbacher in aggressiveren Spielsituationen häufig ab. Insgesamt hilft seine Beweglichkeit im Spiel gegen den Ball, körperlich kann er aber noch zulegen.
    Image: Florian Neuhaus: Ein Mann mit ganz feiner Klinge. Sein Spiel wirkt oft anmutig, doch taucht der Gladbacher in aggressiveren Spielsituationen häufig ab. Insgesamt hilft seine Beweglichkeit im Spiel gegen den Ball, körperlich kann er aber noch zulegen. © DPA pa
  9. Arne Maier: Der Herthaner startete etwas überraschend zum Auftakt gegen Dänemark und war trotz langer Verletzungspause sehr aktiv. Florian Neuhaus sorgte nach seiner Einwechslung aber für mehr Druck. Maier glänzte mit einem feinen Tor gegen Serbien.
    Image: Arne Maier: Der Herthaner startete etwas überraschend zum Auftakt gegen Dänemark und war trotz langer Verletzungspause sehr aktiv. Florian Neuhaus sorgte nach seiner Einwechslung aber für mehr Druck. Maier glänzte mit einem feinen Tor gegen Serbien.  © DPA pa
  10. Suat Serdar: Der schüchterne Schalker wurde von Kuntz zweimal eingewechselt. Bei seinem Auftritt gegen Österreich passte er sich der mäßigen Leistung des Teams an.
    Image: Suat Serdar: Der schüchterne Schalker wurde von Kuntz zweimal eingewechselt. Bei seinem Auftritt gegen Österreich passte er sich der mäßigen Leistung des Teams an. © DPA pa
  11. Robin Koch: Koch kam in der Schlussphase des Duells gegen die Österreicher, um die Defensive zu stabilisieren. Der defensive Mittelfeldspieler konnte sich dabei aber nicht mehr auffällig auszeichnen.
    Image: Robin Koch: Koch kam in der Schlussphase des Duells gegen die Österreicher, um die Defensive zu stabilisieren. Der defensive Mittelfeldspieler konnte sich dabei aber nicht mehr auffällig auszeichnen. © DPA pa
  12. Marco Richter: Der Augsburger gehörte überraschend in jedem Spiel zur Startelf und zahlte das Vertrauen mit Quirligkeit und Torgefahr (drei Tore, zwei Assists) zurück. Konnte im letzten Gruppenspiel aber nicht an die vorigen Leistungen anknüpfen.
    Image: Marco Richter: Der Augsburger gehörte überraschend in jedem Spiel zur Startelf und zahlte das Vertrauen mit Quirligkeit und Torgefahr (drei Tore, zwei Assists) zurück. Konnte im letzten Gruppenspiel aber nicht an die vorigen Leistungen anknüpfen. © DPA pa
  13. Levin Öztunali: Der Rekordspieler des Kaders macht noch zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Seine Dynamik, Ballsicherheit und seine einleitenden Aktionen helfen dem DFB-Team, in der Endzone kommen seine Fähigkeiten aber noch nicht immer zum Tragen.
    Image: Levin Öztunali: Der Rekordspieler des Kaders macht noch zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Seine Dynamik, Ballsicherheit und seine einleitenden Aktionen helfen dem DFB-Team, in der Endzone kommen seine Fähigkeiten aber noch nicht immer zum Tragen.  © DPA pa
  14. Nadiem Amiri: Der U21-Europameister von 2017 musste auch wegen seines Fitnesszustands für Richter aus der Startelf weichen. Er ist mit seiner Qualität und seinem Spielwitz dennoch ein Joker, den sich andere Teams für die erste Elf wünschen würden.
    Image: Nadiem Amiri: Der U21-Europameister von 2017 musste auch wegen seines Fitnesszustands für Richter aus der Startelf weichen. Er ist mit seiner Qualität und seinem Spielwitz dennoch ein Joker, den sich andere Teams für die erste Elf wünschen würden. © DPA pa
  15. Luca Waldschmidt: Der bisherige Toptorschütze des Turniers bestätigt seine positive Entwicklung. Fünf Treffer aus diversen Lagen machen ihn auch für den nächsten Gegner kaum ausrechenbar. Der Freiburger harmoniert gut mit seinem Kumpel Marco Richter.
    Image: Luca Waldschmidt: Der bisherige Toptorschütze des Turniers bestätigt seine positive Entwicklung. Fünf Treffer aus diversen Lagen machen ihn auch für den nächsten Gegner kaum ausrechenbar. Der Freiburger harmoniert gut mit seinem Kumpel Marco Richter. © DPA pa
  16. Lukas Nmecha: Sein Spielstil passt nicht unbedingt zur Spielidee des DFB-Teams. Als einziger richtiger Mittelstürmer mit körperlicher Präsenz hat er aber ein Alleinstellungsmerkmal, das im Halbfinale oder Finale noch einmal gefragt sein könnte.
    Image: Lukas Nmecha: Sein Spielstil passt nicht unbedingt zur Spielidee des DFB-Teams. Als einziger richtiger Mittelstürmer mit körperlicher Präsenz hat er aber ein Alleinstellungsmerkmal, das im Halbfinale oder Finale noch einmal gefragt sein könnte. © DPA pa

*Berücksichtigt wurden die Akteure, die im bisherigen Turnierverlauf mindestens einen Kurzeinsatz hatten.

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