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Die Zwischennoten der FCB-Neulinge

Die Neuzugänge des FC Bayern München auf dem Prüfstand

von David Kappler

12.08.2017 | 22:10 Uhr

Die beiden neuen Stars an der Säbener Straße, Corentin Tolisso und James Rodriguez mit Cheftrainer Carlo Ancelotti.
Image: Die beiden neuen Stars an der Säbener Straße, Corentin Tolisso und James Rodriguez mit Cheftrainer Carlo Ancelotti. © DPA pa

Nach einer der schlechtesten Vorbereitungen der Vereinsgeschichte wird es für den Rekordmeister am Samstag (ab 14:30 Uhr live auf Sky) im DFB-Pokal gegen Chemnitz ernst. Beim Sieg gegen Borussia Dortmund im Super-Cup zeigten sich die Bayern erheblich verbessert. Das lag auch an den Neuzugängen. Sky Sport hat die Leistungen der Neuverpflichtungen unter die Lupe genommen.

James Rodríguez

Der Torschützenkönig der WM 2014 konnte in seinen ersten Auftritten nur andeuten, warum ihn Carlo Ancelotti unbedingt haben wollte. Das mit Skepsis erwartete Zusammenspiel mit Thomas Müller funktionierte allerdings gut, leichte Anpassungsschwierigkeiten sind noch zu erkennen. Vor dem Tor ließ der Kolumbianer seine Kaltschnäuzigkeit noch vermissen. Eine Oberschenkel-Verletzung wirft den 26-Jährigen allerdings vorläufig zurück. Gesund wird er dem dem Rekordmeister sicher zusätzliche Flexibilität verleihen.

Zwischennote: 4+

Von wegen Krise! Diese zwei Stars beleben den FCB

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Nach einer durchwachsenen Vorbereitung, präsentiert sich der FC Bayern beim DFL-Supercup gegen Borussia Dortmund deutlich formverbessert. Beim 7:6-Erfolg nach Elfmeterschießen beweist der Rekordmeister einmal mehr, dass die Bayern da sind,

Corentin Tolisso

Corentin Tolisso kündigte im Vorfeld an, seine Rekordablöse von 41,5 Millionen Euro mit Leistungen zu rechtfertigen. In den Testspielen zeigte sich der Neuzugang von Olympique Lyon engagiert, lief enorme Strecken und verlieh der eher löchrigen Defensive des Rekordmeisters Stabilität. Manchmal etwas hart im Zweikampf, überzeugte er mit starkem Stellungsspiel und guter Übersicht. Definitiv einer der Gewinner der Vorbereitung. Torgefahr strahlte er allerdings noch nicht aus.

Zwischennote: 3+

Bitte lächeln!

Bitte lächeln!

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Sebastian Rudy

Den Ex-Hoffenheimer hatten sicher nicht alle Fans des Rekordmeisters auf dem Zettel. In seinem ersten Pflichtspiel für München strahlte der Confed-Cup-Gewinner von Beginn an Ruhe und Souveränität aus. Auf der Sechs stabilisierte er das Bayern-Spiel im Super-Cup gegen den BVB mit starken Spieleröffnungen und robustem Zweikampfverhalten. Mit einem Traumpass auf Joshua Kimmich leitete Rudy den 1:1 Ausgleich ein. Die von Xabi Alonso hinterlassene Lücke ist zwar groß, doch Rudy zeigte sich durchaus ambitioniert die Rolle des Taktgebers zu übernehmen.

Zwischennote: 2+

Die beiden Confed-Cup-Gewinner Niklas Süle und Sebastian Rudy zeigten ein starkes Pflichtspieldebüt gegen den BVB.
Image: Die beiden Confed-Cup-Gewinner Niklas Süle und Sebastian Rudy zeigten ein starkes Pflichtspieldebüt gegen den BVB. © DPA pa

Niklas Süle

Die Verpflichtung von Niklas Süle von der TSG 1899 Hoffenheim soll die verletzungsanfällige Defensive der Bayer stärken. Der 21-Jährige Innenverteidiger hat es sich zum Ziel erklärt, den Stammkräften in der Abwehr-Zentrale Druck zu machen. Der Confed-Cup-Sieger kam mit gestärktem Selbstvertrauen aus Russland und konnte seine Leistungen im Super-Cup bestätigen. Auch wenn ihm die letzte Ruhe und Konsequenz manchmal fehlte, stellt er einen ernst zunehmenden Konkurrenten für Boateng, Hummels & Co dar.

Zwischennote: 3

Marco Friedl

Der junge Österreicher Marco Friedl ist genau genommen kein Neuzugang. Schon 2008 wechselte er zusammen mit David Alaba zum Rekordmeister. Der "kleine Bruder" des österreichischen Nationalspielers wurde in der Jugend des FC Bayern vom Angreifer zum Verteidiger umgeschult, mit Präferenz für die linke Außenbahn. Nach der Ausstattung mit einem Profivertrag drängt der Youngster immer mehr in den Münchner Kader und konnte sich in seinen Testspieleinsätzen durchaus empfehlen.

Zwischennote: 2-

Der Youngster im Kader des FC Bayern München, Linksverteidiger Marco Friedl.
Image: Der Youngster im Kader des FC Bayern München, Linksverteidiger Marco Friedl. © DPA pa

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