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Vor dem Bundesliga-Spiel gegen Mainz 05

FC Bayern: Kovac reagiert auf Lewandowski-Kritik und verteidigt Taktik

Sport-Informations-Dienst (SID)

16.03.2019 | 16:05 Uhr

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FC Bayern: Trainer Niko Kovac rechtfertigt die Herangehensweise gegen Liverpool und lobt Klopp & Co. (Videolänge: 1:33 Min.).

Schlechte Stimmung beim FC Bayern: Trainer Niko Kovac steht in der Kritik, nach dem Ausscheiden in der Champions League drohen die Münchner erneut in ein Loch zu fallen.

Niko Kovac lächelte kurz, als müsse er gute Laune in schwierigen Zeiten verbreiten. Dann aber wurde er schnell deutlich. Jetzt, da die Champions League Geschichte ist für seine Mannschaft, will der Trainer des FC Bayern die zwei noch möglichen Titel unbedingt nach München holen. "Wir wollen die verbleibenden beiden Wettbewerbe gewinnen", sagte er am Freitag, er erwarte daher, dass "wir die Enttäuschung" über das Aus in der Königsklasse "in viele Siege ummünzen".

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Den ersten Sieg am Sonntag gegen Mainz 05 (ab 18.00 Uhr LIVE und EXKLUSIV auf Sky Sport Bundesliga 1 HD) fordert Kovac geradezu unmissverständlich ein, um im Duell mit Borussia Dortmund um die Meisterschaft nicht gleich wieder ins Hintertreffen zu geraten. "Wir waren", betonte er, "zum Teil zehn Punkte hinten, die haben wir aufgeholt, das dürfen wir uns nicht mehr nehmen lassen." Mainz werde sich einiges erhoffen, glaubt Kovac, "die wissen, dass wir ausgeschieden sind", aber: "Wir müssen die Gegenwehr brechen, egal wie."

Kovac über Lewandowski-Kritik: "Da war nichts Negatives"

Über das "Wie" gegen Liverpool hatte Kovac am Freitag noch einiges zu sagen, zumal Robert Lewandowski und Mats Hummels öffentlich eine zu defensive Ausrichtung beim 1:3 gegen den FC Liverpool angesprochen hatten. Zunächst versuchte er den Verdacht zu entkräften, vor allem Lewandowski habe Kritik an ihm geübt. "Da war nichts Negatives", sagte Kovac, "wenn der Lewy das so empfunden hat, ist es okay. Da war jetzt nichts gegen meine Person."

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Nach der Taktik-Kritik von Robert Lewandowski äußert sich Trainer Niko Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Mainz (Videolänge: 56 Sek.).

Kovac betonte aber auch, so defensiv sei die Ausrichtung seiner Mannschaft gar nicht gewesen. "Die Herangehensweise war dieselbe wie gegen Gladbach und Wolfsburg, und da haben wir elf Tore geschossen", sagte er. Und es sei auch nicht so gewesen, "dass die Jungs das nicht umsetzen wollten". Sogar die Statistik beweise, "dass wir mehr den Ball hatten. Nur: Mit dem Ball "konnten wir nicht das Richtige anfangen". Denn: "Der Gegner war im Gesamtpaket besser." Punkt. Aus. Basta.

Kovac: Müssen etwas verändern

Die entscheidende Lehre aus dem ernüchternden Mittwoch ist für Kovac ebenfalls ganz offensichtlich. Der FC Bayern müsse "weiterplanen und Überlegungen anstellen", was zu tun sei, um in der Champions League konkurrenzfähig sein zu können. "Wir müssen uns nicht belügen", sagte Kovac, "wenn vier Klubs aus England weiterkommen, kommt das nicht von ungefähr. Wollen wir da mitmachen, müssen wir etwas verändern, wollen wir das nicht, werden uns die anderen davonlaufen."

Zunächst aber muss Kovac nun irgendwie verhindern, dass bei der aktuellen Mannschaft nicht die Luft raus ist. Wie etwa im vergangenen Jahr, als die Bayern im Halbfinale der Champions League an Real Madrid scheiterten: Danach schleppten sie sich durch den Rest der Saison. In der Bundesliga konnte ihnen bei ihrem gewaltigen Vorsprung nichts mehr passieren, das Finale im DFB-Pokal aber verloren sie - gegen Eintracht Frankfurt mit dem Trainer Niko Kovac.

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FC Bayern: Trainer Niko Kovac spricht über die Kaderplanung und über den Transfer-Wahnsinn (Videolänge: 1:57 Min.).

"Wir müssen", warnte Kapitän Manuel Neuer bereits, "jetzt natürlich versuchen, nicht in ein Loch zu fallen, wie es uns letztes Jahr nach dem Halbfinal-Aus passiert ist." Im Pokal scheint die Gefahr zunächst gering, Gegner im Viertelfinale am 3. April ist Zweitligist 1. FC Heidenheim, zudem findet das Spiel in München statt. In der Bundesliga aber hat der FC Bayern diesmal kein Polster, das einen Durchhänger verzeihen würde. Und das sogenannte Momentum ist auch erst mal weg.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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