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FC Bayern nach Niederlage in Gladbach gegen Tottenham unter Druck

Krisenmodus beim Rekordmeister - Was nun?

Niels Babbel

10.12.2019 | 14:24 Uhr

Der FC Bayern steckt nach der 1:2-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach erneut in einer Krise.
Image: Der FC Bayern steckt nach der 1:2-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach erneut in einer Krise. © Imago

Nach zwei Pleiten in Folge ist die Stimmung beim FC Bayern in der Vorweihnachtszeit alles andere als besinnlich. In der Champions-League-Partie gegen Tottenham (Mi., ab 20:55 live und exklusiv auf Sky Sport 2 HD) steht das Flick-Team unter Druck - und das, obwohl der Gruppensieg bereits sicher ist.

Nach dem überzeugenden Start von Flick als FCB-Cheftrainer mit vier Siegen aus vier Spielen und einem Torverhältnis von 16:0 kommt der Einbruch des Rekordmeisters etwas überraschend. Die Pleiten gegen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach (jeweils 1:2) sorgen dafür, dass die Bayern mit sieben Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze nach dem 14. Spieltag auf Rang sieben der Bundesliga-Tabelle stehen.

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FC Bayern: Hansi Flick analysiert das Spiel gegen Gladbach (Videolänge: 1:27 Min).

Behrenbeck: "Stimmung im Verein ist gedrückt"

Sky Reporter Marc Behrenbeck erklärt, warum die Situation des Rekordmeisters derzeit so kompliziert ist: "Es ist aktuell eine gefährliche Ausgangssituation. Die Tabelle sieht aus Sicht des FC Bayern gruselig aus, aber man hat trotzdem gut gespielt - und das macht es umso schwieriger."

Die beiden vergangenen Partien gingen vor allem aufgrund der schlechten Chancenverwertung verloren. Dies passierte aber nicht zum ersten Mal, betont Behrenbeck. "Der FC Bayern ist befallen von einer Chancen-Ineffizienz, die es unter Kovac auch schon einmal gab. Die Stimmung im Verein ist gedrückt, deshalb ist das Spiel gegen die Spurs sehr richtungsweisend", so der Sky Reporter. "Auch wenn man in der Champions League schon lange durch ist, müssen die Bayern das Spiel gegen Tottenham gewinnen, um aus dem kleinen Tal zumindest ergebnistechnisch herauszukommen."

Alte Probleme auch unter Flick

Dass Flick die Mannschaft falsch auf die Gegner eingestellt hat, ist laut Behrenbeck nicht zu erkennen: "Wenn die Mannschaft so viele Chancen auslässt, ist es vielleicht eine Kopfsache, aber eben nicht etwas Taktisches und das macht das Problem schwer greifbar."

Auch deshalb ist man beim Rekordmeister aktuell entspannt was die Trainersituation angeht. "Beim FC Bayern ist man derzeit nicht um Trainerkandidaten bemüht, weil die Mannschaft unter Flick trotz der Niederlagen gut spielt. Hansi Flick hat die Mannschaft deutlich verbessert und das war auch gegen Leverkusen und Gladbach zu sehen. Dennoch sind die alten Probleme auch unter Hansi Flick noch da", so Behrenbeck.

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Werner-Transfer "vielleicht verpasst"

Seit drei Bundesliga-Partien trifft Top-Torjäger Robert Lewandowski nicht mehr. Die Abhängigkeit vom polnischen Superstar ist kein Geheimnis und klar erkennbar. Dass für Bayerns Nummer neun vor der Saison kein passender Ersatz verpflichtet wurde, ist für Behrenbeck dennoch verständlich. "Fairerweise muss man sagen, dass mit Serge Gnabry ein Spieler im Kader ist, der auch die Stürmerposition bekleiden kann und diese Rolle in der Nationalmannschaft sogar vor Timo Werner ausfüllt. Einen Back-Up für Robert Lewandowski zu holen, ist so gut wie unmöglich."

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FC Bayern: Backup-Stürmer für Lewandowski?

Vielmehr wurde eventuell ein anderer Fehler begangen, wie der Sky Reporter aufzeigt: "Vielleicht hat man verpasst einen Timo Werner, der unbedingt zum Rekordmeister wechseln wollte, zu verpflichten. Werner würde dem FC Bayern aktuell gerade aufgrund seiner guten Torquote (15 Tore in 14 Bundesligaspielen; Anm. d. Red.) gut zu Gesicht stehen."

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