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FC Bayern News: Kimmich wieder Chef – Tolisso zwingt Bayern zum Nachdenken

Kimmich wieder Chef! Und Tolisso zwingt Bayern zum Nachdenken

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Julian Nagelsmann findet nach dem deutlichen Sieg gegen Hertha BSC lobende Worte für Tolisso, dessen Vertrag im Sommer beim FC Bayern ausläuft (Videolänge: 0:37 Minuten).

Dominante Bayern zerlegen am Sonntagabend die Hertha. Die Fäden halten insbesondere zwei Spieler in der Hand: Joshua Kimmich und Corentin Tolisso. Einer darf endlich wieder in der Zentrale ran, der andere empfiehlt sich für die kommende Saison.

Ungewohnte Situation für die Bayern: Während die Münchner die komplette Woche über Zeit hatten zu trainieren, war Hertha am Mittwoch im DFB-Pokal im prestigeträchtigen Hauptstadt-Derby gefordert.

Abgesehen davon, dass die Favoritenrolle auch unter umgekehrten Vorzeichen klar verteilt gewesen wäre, nutzte der FC Bayern die Zeit und überzeugte auf ganzer Linie beim 4:1-Sieg gegen Hertha BSC mit einer glänzend aufgelegten Zentrale bestehend aus Joshua Kimmich und Corentin Tolisso.

Nagelsmann setzt gegen Hertha auf Sechser-Duo Kimmich/Tolisso

Kimmich, der in den vergangenen Wochen für die Bayern auf der Rechtsverteidigerposition aushelfen musste, kehrte gegen die Berliner wieder auf seine Lieblingsposition auf der Sechs zurück. Tolisso, eigentlich der Goretzka-Vertreter, bestätigte seine gute Form der vergangenen Tage und schickt sich an, auch über das Saisonende hinaus eine Rolle in München spielen zu wollen.

Julian Nagelsmann hielt sich vor dem Spiel noch ein wenig bedeckt bezüglich der tatsächlichen Bayern-Formation. 4-1-4-1 mit Tolisso auf der Sechs und Kimmich hinten rechts? Oder ein 3-2-4-1 mit der Doppelsechs Kimmich/Tolisso? Relativ schnell wurde klar, dass Nagelsmann es mit der Dreierkette versuchte und den deutschen Nationalspieler wieder ein Stück nach vorne zog. Es zahlte sich aus. Sowohl Kimmich als auch sein französisches Pendant zeigten eine Glanzleistung im Olympiastadion.

Die Bayern-Zentral mit Kimmich und Tolisso überzeugte gegen Hertha.
Image: Die Bayern-Zentral mit Kimmich und Tolisso überzeugte gegen Hertha.  © Imago

Kimmich wieder Taktgeber im Mittelfeld

Bayerns Nummer sechs war mit 154 Ballaktionen und 125 Pässen (91 Prozent erfolgreich, Hertha spielte insgesamt nur 242 Pässe) Dreh- und Angelpunkt des Bayern-Spiels, feuerte seine Mitspieler an ("Weiter Thomas, weiter, weiter, weiter!") und legte obendrein sieben Torchüsse und zwei Treffer auf.

Ob Chip-Ball oder Freistoß-Flanke: Kimmichs präzise Bälle kreierten gefährliche Situationen für den Rekordmeister. Der Hertha machte er es zudem mit starkem Zweikampfverhalten und durch viele Ballgewinne noch schwer. Der 26-Jährige meldete sich damit nach dem langen Corona-Hick-Hack und seiner Erkrankung endgültig wieder zurück.

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"Es macht Spaß, wieder auf dem Platz zu stehen", sagte der Mittelfeldstratege nach dem Spiel bei DAZN (Zu den Stimmen). Die Bayern-Fans dürfen sich freuen. Es spricht auch gesundheitlich anscheinend nichts gegen weitere Top-Leistungen Kimmichs in den nächsten Wochen: "Ich spüre zum Glück nichts mehr", sagte er, der zuletzt an einer Lungenperforation nach seiner Corona-Infektion litt. "Alles ist wieder in Ordnung."

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Goretzka arbeitet an Comeback

Bei seinem Kollegen Leon Goretzka ist dagegen noch nicht alles in Ordnung. Der Mittelfeldspieler trainiert zwar schon wieder mit Ball und erhöhte schrittweise das Pensum - von einem Einsatz in Berlin war er aber noch weit entfernt. Ob er in zwei Wochen nach der Bundesliga-Länderspiel-Pause wieder voll dabei ist, wird sich zeigen.

Dass sich beim amtierenden Meister und Tabellenführer aber niemand derzeit Sorgen machen muss, versicherte Corentin Tolisso am Sonntagabend gegen die Alte Dame. Nach seinem sehenswerten Treffer gegen den 1. FC Köln traf der Franzose auch zur Führung gegen Berlin - zu seinem Leidwesen stand er beim ersten Mal aber noch knapp im Abseits, weshalb der Treffer nicht zählte.

Tolisso spielt sich in den Fokus

Doch auch abgesehen davon machte der 27-Jährige einen guten Eindruck. Der Weltmeister, dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft, wusste die Corona-Problematik bei den Münchnern größtenteils für sich zu nutzen. Drei Torbeteiligungen in seinen vergangenen drei Partien sprechen für sich.

Der Weltmeister von 2016 stand zumindest zu Beginn der Transferperiode ganz oben auf der Abgangsliste der Münchner. Denken die Bayern nun nochmal über die Personalie Tolisso nach? Schwierig zu sagen, da die Bayern nach Sky Info auch voll im Zakaria-Poker mitmischen.

Kimmich, Goretzka, Tolisso, Roca, Sabitzer und vielleicht noch Zakaria sind zu viele Spieler für das Zentrum. Hinzu kommt seine Verletzungsanfälligkeit, die ihn während seiner gesamten Bayern-Zeit immer wieder ausbremste. Egal ob Vertragsverlängerung oder Wechsel. Tolisso hat zumindest Eigenwerbung betrieben.

Nagelsmann kann sich freuen

Nur eine Sache, die Trainer Julian Nagelsmann mit Freuden auf die kommenden Wochen blicken lässt. Hinzu kommt, dass der Bayern-Trainer nun zwei weitere Trainingswochen vor der Brust hat, ehe es in die heiße Champions-League-Phase geht. "Auch wenn wir Bayern München sind, tut uns das Training sehr gut", sagte Nagelsmann am Sonntag bei DAZN. Dass er sich in dieser Phase neben Kimmich auch voll und ganz auf Tolisso verlassen kann, ist für den Rekordmeister immens wichtig.

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Zudem dürfte sich auch das Corona- beziehungsweise Verletzten-Lazarett weiter lichten. Auf den Rückkehrern liegt in den kommenden Tagen der Fokus, wie Nagelsmann durchblicken ließ: "Wir werden ein internes Spiel machen, um den Covid-Rückkehrern nochmal die Gelegenheit zu geben. Denen tut es gut, wenn sie nochmal spielen können. Wir haben keine Abstellungen und wollen die Woche gut nutzen."

Nagelsmann wirkte nach dem Sieg sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Nur eine Sache störte den Bayern-Coach gewaltig: das Gegentor ("Überflüssig"). Wenn das jedoch alles ist, dann zeigen sich die Bayern gut gerüstet für den Februar und die zweite Saisonhälfte.

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