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FC Bayern News: Rekordmeister mit turbulenten Tagen vor PSG-Kracher

Verletzungen & Unruhe vor PSG-Rückspiel! Flick-Zukunft spaltet FCB

Nico Ditter

12.04.2021 | 23:09 Uhr

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Bundesliga, 28. Spieltag: Der stark ersatzgeschwächte deutsche Rekordmeister kam gegen Union Berlin nicht über ein mageres 1:1 hinaus, hat sechs Spieltage vor Saisonschluss aber immer noch fünf Punkte Vorsprung auf RB Leipzig.

Trainer-Diskussionen, zunehmende Verletzungssorgen und das drohende Champions-League-Aus gegen Paris Saint-Germain. Dazu ist der Vorsprung auf Verfolger Leipzig nach dem 1:1 gegen Union auf fünf Zähler geschmolzen. Bei den Bayern läuft es in diesen Tagen alles andere als rund.

"Die aktuelle Situation bei Bayern erinnert mich ein wenig an meine eigene Spielerzeit. Damals nannte man uns den FC Hollywood", blickte Sky Experte Didi Hamann in seiner Kolumne zurück. Heute spielen sich die internen Machtspiele und Konflikte aber vor allem in der Führungsetage ab. Das angespannte Verhältnis zwischen Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Hansi Flick spaltet ebenso die Gemüter wie die ungeklärte Zukunftsfrage des Bayern-Trainers.

Flick von Zukunftsfrage genervt

Flick selbst weicht den Fragen der Journalisten genervt aus: "Nächste Frage. Man sieht doch, was hier aktuell los ist. Wir wollen deutscher Meister werden und ins Champions-League-Halbfinale einziehen." Um diese Ziele zu erreichen, werde er sich weiter auf die Mannschaft konzentrieren.

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Bayern-Trainer Hansi Flick wird künftig einheitlich auf Fragen antworten, die nichts mit dem Sportlichen zu tun haben (Dauer: 19 Sekunden).

Wie es für ihn über die Saison hinaus weitergeht, ist weiter unklar. Während Hamann von einer Trennung überzeugt ist, hoffen die Bayern-Stars, anders als Teile in der Führungsetage, mit ihrem Sextuple-Trainer weitermachen zu können: "Ich denke, dass er der richtige Trainer für uns ist. Man hat ja auch gesehen, wie erfolgreich wir die letzten Zeiten gestaltet haben. Wir freuen uns, wenn es so weiter geht. Dennoch sind alle Sachen, die von außen auf uns einprasseln, natürlich nicht von Nöten", meinte FCB-Kapitän Manuel Neuer nach dem Auftritt gegen Union Berlin.

Bei den anhaltenden Diskussionen fällt es fast schwer, über das rein Sportliche zu sprechen. Doch auch da läuft es für den Rekordmeister bei Weitem nicht optimal.

B-Elf verspielt Führung gegen Union

So sollte es auch am Samstag beim Bundesliga-Spiel gegen tapfer kämpfende Köpenicker nicht für drei Punkte reichen. Union-Angreifer Marcus Ingvartsen traf nach einem umstrittenen Einwurf und stahl der B-Elf der Münchener den sicher geglaubten Sieg. Der Bayern-Trainer nahm es am Sky Mikro sportlich: "Schade, aber das müssen wir akzeptieren. Wir schauen positiv nach vorne."

Der Abstand auf den Verfolger RB Leipzig ist nach dem 28. Spieltag auf fünf Punkte geschmolzen. Das wird mit Blick auf die kommende Woche aber schnell in den Hintergrund rücken.

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Bayern droht CL-Aus gegen PSG

Denn für den Rekordmeister geht es schon am Dienstag ins Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Paris Saint-Germain (ab 19.30 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport 2 und der Original Sky Konferenz). Nach der unglücklichen 2:3-Heimniederlage am Mittwoch stehen die Bayern vor dem CL-Rückspiel gehörig unter Druck. Neben dem Ergebnis spricht auch die dünne Personaldecke nicht gerade für den Rekordmeister.

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Champions League, Viertelfinale: Bayern muss um die Titelverteidigung bangen. Der Rekordmeister verlor gegen Paris mit 2:3 - neben einer schlechten Chancenverwertung fiel dabei vor allem die miserable Abwehrleistung auf.

Flick musste bereits gegen Union auf neun Stars verzichten. Mit Benjamin Pavard, David Alaba und Leroy Sane wurden zudem drei weitere Leistungsträger geschont. Folglich schickte der Bayern-Trainer eine B-Elf ins Rennen, die in dieser Konstellation vermutlich nie wieder zusammen spielen wird. So feierte unter anderem der 21 Jahre alte Josip Stanisic sein Bundesliga-Debüt. Benfica-Leihgabe Tiago Dantas durfte ebenfalls von Beginn an starten.

"Ich war mit allen zufrieden", sagte Flick nach dem Spiel. "Die Mannschaft hat eine gute Mentalität gezeigt, aber zwei Punkte zu wenig geholt. Ein 1:0 wäre okay gewesen." Dennoch scheint der Punktverlust am Ende verschmerzbar zu sein.

FCB bangt um Coman, Boateng & Co

Schlimmer wiegt dagegen die verletzungsbedingte Auswechslung von Kingsley Coman. "Er war ja schon vorher ein bisschen angeschlagen, hat einen Schlag in die Kniegegend bekommen, das Wadenbeinköpfchen. Ich glaube, da hat er ein bisschen Probleme gehabt. Seine Auswechslung war zwar ohnehin zur Pause geplant, aber ich hoffe, dass es nichts Schlimmeres ist." Ein weiterer Ausfall wäre aufgrund der dünnen Personaldecke ohnehin nur schwer zu verkraften.

Neben Coman bangen die Bayern um das Trio um Jerome Boateng, Lucas Hernandez und Leon Goretzka: "Wir müssen bei ihnen jetzt abwarten. Wir haben noch zwei Tage. Wunde lecken, heißt es so schön. Dann müssen wir einfach schauen, dass wir am Dienstag um 21 Uhr bereit sind", sagte Flick.

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Bayern-Trainer Trainer Hansi Flick über Kingsley Coman, Jerome Boateng und Jamal Musiala, die gegen Union ausgewechselt wurden. (Videolänge: 34 Sekunden)

Lichtblick Musiala

Einen kleinen Lichtblick hat es dann aber doch gegeben: Jamal Musiala, der sich nach Vorlage von Thomas Müller durch die Abwehr der Köpenicker gewuselt und cool zur Führung eingeschoben hat. Kurios: Leroy Sane riss die Arme bereits vor dem Abschluss des 18-jährigen Shootingstars in die Luft.

Der 113. Debütant unter Bundestrainer Löw erwies sich gegen Union als echte Alternative und bewarb sich für einen möglichen Startelfeinsatz gegen PSG - sollte Coman am Ende doch ausfallen. Dennoch blieb auch dem Youngster ein kleiner Wermutstropfen: Flick musste ihn in der 74. Minute runternehmen.

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"Jamal hatte Wadenkrämpfe", sagte Flick nach der Partie, zeigte sich aber optimistisch. "Es ist auch durchaus legitim für so einen jungen Spieler, der so ein gutes Spiel gemacht hat. Deswegen glaube ich, dass die Krämpfe bis Dienstag wieder weg sind."

Doch auch diese kleine Musiala-Blessur verdeutlicht: Wirklich astrein läuft bei den Bayern in diesen Tagen nichts.

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