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Handfeste Krise in Stuttgart: "Walter muss sich bewegen"

2. Bundesliga: Der VfB Stuttgart kassiert beim 2:6 in Hamburg die dritte Niederlage in Serie

Sky Sport

02.11.2019 | 19:53 Uhr

3:37
Sky Reporter Alexander Bonengel berichtet einen Tag nach dem 2:6 in Hamburg vom Trainingsgelände des VfB Stuttgart (Video-Länge: 3:37 Min.).

Nach der 2:6-Niederlage in Hamburg ziehen dunkle Wolken am Himmel über Stuttgart auf. Nach drei Niederlagen in Serie wird die Spielidee von Trainer Tim Walter hinterfragt.

Es hätte ein positives Ausrufezeichen gesetzt werden können. Die Niederlagen gegen Holstein Kiel und Wehen Wiesbaden sollten als Ausrutscher abgehakt werden. Doch im Spitzenspiel beim Hamburger SV geriet der VfB Stuttgart gehörig unter die Räder.

Trainer Tim Walter modelte die Startelf vom 0:1 gegen die Störche auf vier Positionen um - erneut ohne Erfolg. Die permanenten Veränderungen der Startformationen scheinen der Mannschaft wenig Stabilität einzuhauchen.

Mislintat: "Keinerlei Zweifel an der Spielidee"

Nach zwölf Pflichtspielen in dieser Saison kann die neuformierte Mannschaft des VfB Stuttgart vielleicht noch nicht zu einhundert Prozent eingespielt sein. Dennoch ist unter der Führung von Tim Walter, der auch erst seit Juli auf der Kommandozentrale der Schwaben sitzt, die fehlende Balance zwischen den Mannschaftsteilen zu beobachten.

"Seine Spielidee steht für attraktiven, anspruchsvollen Fußball und diese Idee versucht er auf die Mannschaft selbstbewusst zu übertragen", sieht Sky Reporter Alexander Bonengel die Fußball-Philosophie von Walter positiv. Aber nach der Niederlage in Hamburg stellen sich zwei Fragen: "Wie lange geht das noch gut? Wie lange hat die Mannschaft den Glauben daran?"

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Stuttgarts Sportvorstand Sven Mislintat nennt die Gründe für die Niederlage in Hamburg (Video-Länge: 0:46 Min.).

"Es ist jetzt an der Zeit, dass sich auch Tim Walter bewegen muss. Das oberste Gebot muss defensive Stabilität sein. Walter muss seine Spielidee modifizieren", sieht Bonengel einen Ansatzpunkt die Schwaben wieder auf Kurs zu führen. Sportdirektor Sven Mislintat sieht in der Analyse vor allem spezifische Fehler, jedoch keinerlei Zweifel an der Spielidee. "Die Systematik war nicht das Kernproblem. Es waren ganz leichte individuelle Fehler."

Am Dienstag schon wieder in Hamburg gefordert

In Hamburg offenbarten sich haarsträubende Fehler in der Defensive, die allerdings auch schon in den Partien gegen St. Pauli oder den VfL Bochum zu sehen waren. Mit dem HSV kam am 11. Spieltag nun eine Mannschaft, die diese Fehler gnadenlos nutzen konnte. "Es war nur eine Frage der Zeit, dass das Pendel in die andere Richtung ausschlägt", blickt Bonengel auf die knappen Ergebnisse der ersten Spieltage zurück.

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"Der HSV hat auf Fehler von uns gewartet, wir haben sie gemacht, und der HSV hat sie eiskalt ausgenutzt", sagte Mislintat am Sonntag am Sky Mikrofon.

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Am Dienstag (ab 18 Uhr live mit Sky Ticket streamen) haben der VfB Stuttgart und Walter im DFB-Pokal die Chance, erneut in Hamburg eine Reaktion zu zeigen. "Denn aus einer Mini-Krise vor dem ersten Aufeinandertreffen, ist nun eine handfeste Krise geworden", beschreibt Bonengel die aktuelle Situation der Schwaben nach drei Niederlagen in Serie.

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