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Dortmund will ambitionierter auftreten

Hazard, Brandt, Schulz & Co. BVB geht in die Offensive

Sport-Informations-Dienst (SID) / Sky Sport

22.05.2019 | 22:06 Uhr

Der BVB will in der nächsten Saison angreifen.
Image: Der BVB will in der nächsten Saison angreifen. © Getty

Für den BVB soll die Zeit der bescheidenen Ziele vorbei sein. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke setzt für die kommende Saison höhere Ziele. Dazu passen Millionentransfers wie der von Nico Schulz, Thorgan Hazard und Julian Brandt.

Die Idee zur neuen schwarz-gelben Meisterkultur kam Hans-Joachim Watzke nachts um vier. "Trotz des Frusttrinkens konnte ich nach dem letzten Spieltag nicht schlafen. Da ist mir aufgegangen: Wir haben in diesem Jahrzehnt nur 2018 am Ende nicht mehr um einen Titel gespielt", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund am Dienstag: "Es gibt keine andere zweite Kraft im deutschen Fußball als uns."

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Diese Erkenntnis ist freilich keine neue, schon gar nicht für Watzke. Doch der BVB-Boss will sie in Zukunft deutlich offensiver kommunizieren: lauter, selbstbewusster - und auch einen Tick rotziger. "Wir werden die Kommunikationsstrategie mehr akzentuieren. Wir werden noch ambitionierter auftreten", sagte Watzke beim Cappuccino im alten VIP-Raum des Signal-Iduna-Parks. "Das haben wir in den Jahren nach der Insolvenz nicht gemacht, unter Jürgen Klopp brauchten wir es nicht." Jetzt aber sei es "an der Zeit. Vielleicht muss auch ich wieder ein bisschen aggressiver sein."

Transfers für ein Ziel: Meisterschale

Damit solle "der Druck auf alle Beteiligten erhöht werden", selbstverständlich jedoch, ohne in "Wahnsinn" zu verfallen. Der BVB werde mit der Maßgabe in die neue Saison gehen, "dass wir ohne Wenn und Aber um die deutsche Meisterschaft spielen". Vom ersten Spieltag an. Und nicht erst dann, wenn es sich klaren Geistes kaum mehr vermeiden lässt.

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Doch die BVB-Entwicklung soll über das Mundwerk hinausgehen. "Du musst den einen oder anderen ordentlichen Transfer machen", betonte Watzke, und während er sprach, wurde passenderweise die Verpflichtung des Hoffenheimer Linksverteidigers Nico Schulz für 28 Millionen Euro verkündet.

Zudem machte die Borussia am Mittwoch dann auch noch den Transfer von Thorgan Hazard offiziell. Der 26-Jährige kommt von Borussia Mönchengladbach und unterschreibt in Dortmund einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2024. Die Ablösesumme soll bei rund 25 Millionen Euro liegen.

Auch Julian Brandt kommt zum BVB

Und damit nicht genug: Der BVB hat auch das Rennen um Nationalspieler Julian Brandt gewonnen. Der Nationalspieler wechselt für eine festgeschriebene Ablösesumme von 25 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zu den Westfalen.

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Damit wird eines offensichtlich: Borussia Dortmund rüstet sich für den Sturm in Richtung Meisterschale. Das ist das Ziel in der kommenden Spielzeit, nachdem man die abgelaufene Saison als Tabellenzweiter hinter Bayern München beendet hatte.

Saisonanalyse: Meister-Ziel zu spät ausgegeben

Watzke wurmt es heute, dass der BVB von seiner Abwiegel-Taktik erst spät auf die klare Meisteransage umgeschaltet hatte, das Thema nahm er deshalb am späten Vormittag auch mit in die intensive Saisonanalyse zu Sportdirektor Michael Zorc und Trainer Lucien Favre. "Ich hätte es vielleicht nach dem Leipzig-Sieg Mitte Januar offensiver formulieren sollen, aber davon hätten auch alle überzeugt sein müssen", sagte er.

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Beim neuen "Angriffsplan" spielt dem BVB eine Entscheidung aus dem vergangenen Jahr in die Karten. Nach dem Vorbild der US-Football-Dokus "All or Nothing" oder der englischen Serie "Sunderland 'til I die" startet am 9. August beim Streamingdienst Amazon Prime ein Vierteiler über die BVB-Saison 2018/19. Der Klub soll dafür rund fünf Millionen Euro kassieren, weit mehr wert ist allerdings die Strahlkraft: Die Serie wird in mehr als 200 Ländern verfügbar sein. "Das wird außergewöhnlich", sagte Watzke.

Beim BVB sei die Zeit für eine neue Strategie gekommen. Ein bisschen relativierte Watzke dann doch noch: "Uns trennen von den Bayern finanziell Welten. Wir sind nicht so blöd zu sagen, wir müssen unbedingt Meister werden. Aber dran bleiben wäre ganz gut."

Sport-Informations-Dienst (SID)

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