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Heldt erhöht den Druck in Köln: "Nicht einfach zur Tagesordnung übergehen"

Geißbock in Not: Heldt erhöht Druck in Köln - was wird aus Gisdol?

Sport-Informations-Dienst (SID)

10.01.2021 | 22:22 Uhr

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Horst Heldt spricht über die 0:5-Niederlage des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg. (Video: 00:50 Sekunden)

Nach dem 0:5 in Freiburg steckt der 1. FC Köln tief in der Krise, der Druck auf Trainer Markus Gisdol und die Spieler wächst.

Es wehte ein eiskalter Wind am Geißbockheim, als Horst Heldt zu seiner Brandrede ansetzte. Er sei "sauer" über dieses desaströse 0:5 des 1. FC Köln beim SC Freiburg, "nicht akzeptabel" und "mehr als enttäuschend und ärgerlich" sei der Auftritt gewesen. "Wir können und werden", sagte der Sportgeschäftsführer, "nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Hier geht es um den 1. FC Köln."

Und um den Klassenerhalt. Mit einer Leistung wie in Freiburg "bleiben wir nicht in der Liga. Wir haben keine Zeit zu warten", sagte Heldt und fügte an: "Wenn die Spieler nicht anfangen, sich zu hinterfragen, werden sie in die Richtung geschoben. Ab Dienstag werden wir uns jeden Tag sehen - und zwar intensiv."

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Kölns Sportchef Horst Heldt stärkt Trainer Markus Gisdol trotz Krise den Rücken. (Video: 00:50 Sekunden)

Gisdol: "Markus wird am Samstag auf der Bank sitzen"

Trainer Markus Gisdol aber steht nicht zur Diskussion. "Markus wird am Samstag auf der Bank sitzen", betonte Heldt mit Blick auf das Heimspiel gegen Hertha BSC (Samstag, ab 14 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Bundesliga): "Wir machen das, wovon wir überzeugt sind. Wir halten daran fest, so lange wir überzeugt sind."

Das Versagen von Freiburg sei ohnehin nicht mit taktischen Vorgaben oder Systemfragen zu erklären, sondern mit der Einstellung eines jeden Einzelnen. "Wir haben alles vermissen lassen, was wir im Abstiegskampf brauchen. Das ist zum ersten Mal in der Form passiert", sagte Heldt.

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Daher soll es in den kommenden Tagen Gespräche mit der Mannschaft und einzelnen Akteuren geben, um das Spiel "erklärbar zu machen" und den Fokus auf die kommenden Duelle mit Hertha, Schalke, Hoffenheim und Bielefeld zu legen. Gisdol sei "genauso enttäuscht, wütend und sauer wie jeder, der eine andere Erwartungshaltung hat", sagte Heldt: "Jetzt muss man gucken, ob wir das bei allen so sehen."

Heldt beklagt fehlende Einstellung

Freiburg sei zwar in guter Verfassung, doch "es ist nicht unser Anspruch, auswärts fünf Tore zu bekommen. Das ist, was uns maßlos enttäuscht." Der FC hatte dem SC nichts entgegenzusetzen und hätte noch mehr Gegentore kassieren können als jene durch Ermedin Demirovic (18.), Nicolas Höfler (39.), Roland Sallai (59.), Philipp Lienhart (69.) und Lucas Höler (79.).

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Es fehlten "Laufintensität, Zweikampfverhalten, Kompaktheit, Verteidigen des eigenen Tores", schimpfte Heldt: "Es war ein außerordentlich schlechter Tag."

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Marius Wolf nach der Niederlage des 1. FC Köln gegen Freiburg. (Videolänge: 1:00 Minuten)

Wolf spricht Klartext

Auch die Spieler hatten am Samstag bereits scharfe Selbstkritik geübt. "Insgesamt hatten wir über das ganze Spiel keine Chance", sagte Torhüter Timo Horn. Und Marius Wolf meinte: "So gewinnst du kein einziges Spiel. Jeder muss sich hinterfragen, ob er alles gegeben hat."

Um zu verhindern, dass das Team noch mehr aus dem Tritt kommt, wollen die Verantwortlichen schnellstmöglich wieder eine Einheit formen. "Wir verlieren zusammen, wir gewinnen zusammen", sagte Heldt: "Es wird darauf ankommen, wie wir in den nächsten Wochen agieren. Wir müssen alles dafür tun, erfolgreich zu sein."

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''Meine Geschichte - das Leben von ...'' Moderator Riccardo Basile trifft Marius Wolf , der über Privates und den Fußball spricht (Videolänge: 25:18 Min.).

Dabei werden Frederik Sörensen, Christian Clemens und Robert Voloder vorerst keine Rolle mehr spielen. Um die Trainingsqualität der ersten Mannschaft zu erhöhen, muss das Trio zur U21.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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