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James, Coutinho, Götze und Özil: schwerer Stand & offene Zukunft

Der Spielmacher: Von der Königsposition zum Auslaufmodell

Robert Gherda

14.07.2020 | 15:44 Uhr

Mesut Özil steht beim FC Arsenal noch bis 2021 unter Vertrag - eine Zukunft hat er in London nicht.
Image: Mesut Özil steht beim FC Arsenal noch bis 2021 unter Vertrag - eine Zukunft hat er in London nicht. © Getty

Lange Zeit war der "Zehner" die wichtigste Position im Weltfußball. Doch in den vergangenen Jahren hatten Spielmacher einen schweren Stand. Vier besonders prominente Exemplare stehen aktuell vor einer sehr unsicheren Zukunft.

Die Nummer 10 auf dem Rücken zu tragen, ist im Fußball ein echtes Statussymbol - auch heute noch. In Jugendteams war es schon immer die Nummer, die dem Spielmacher überlassen war, dem besten Spieler des Teams, dem Akteur, der die Offensive lenken soll und den Fixpunkt der Mannschaft darstellt. Der Gegner wusste das auch, denn der beste Verteidiger wurde meistens auf diesen Zehner angesetzt. "Der muss ja was können, sonst hätte er nicht die Zehn", war ein viel zitierter Satz auf den Fußballplätzen jedes Dorfvereins.

Viele Legenden trugen die 10

Kein Wunder, wenn man bedenkt, welche legendären Spielmacher in der Geschichte diese Nummer alles getragen haben. In Frankreich beispielsweise Michel Platini und Zinedine Zidane, die die Equipe Tricolore zu EM-Siegen 1984 und 2000 und dem Weltmeistertitel 1998 im eigenen Land führten.

Oder in Argentinien, wo Diego Armando Maradona und Lionel Messi verehrt werden. Ähnlich sieht es in Brasilien aus: Gestalter wie Zico, Kaka oder Ronaldinho haben einen ganz besonderen Platz in den Herzen der Fans. Und auch in Deutschland kennt jeder Anhänger dominante Zehner vergangener Tage wie Günter Netzer oder Lothar Matthäus, die das DFB-Team zu WM-Titeln 1974 und 1990 führten.

69, 77, 99 & Co. - Die verrücktesten Trikotnummern der Fußballstars

  1. Der Niederländer überraschte bei seiner Vorstellung als Neuling bei Verona. Offiziell wurde er mit der Eins vorgestellt, die sonst Torhütern vorbehalten ist. De Guzman begründete seine Wahl: „Es ist eine etwas andere Nummer. Ich mag sie.“
    Image: Jonathan de Guzman (Chievo Verona) -1: Überraschte alle bei seinem Einstand in Verona. Offiziell wurde er mit der Eins vorgestellt, die sonst Torhütern vorbehalten ist. De Guzman begründete seine Wahl: "Es ist eine etwas andere Nummer. Ich mag sie." © Imago
  2. 2005 musste sich der ehemalige Keeper im Rennen um die Nummer eins im Nationalteam dem Titan geschlagen geben. "Nummer zwei" sei die falsche Aussage im Wettrennen ums deutsche Tor. So entschied sich Lehmann, die Nummer neun zu tragen.
    Image: Jens Lehmann (Nationalteam) -9: 2005 musste sich der ehemalige Keeper im Rennen um die Nummer eins dem Titan geschlagen geben. "Nummer zwei" sei die falsche Aussage im Wettrennen ums deutsche Tor. So entschied sich Lehmann, die Nummer neun zu tragen. © Imago
  3. Überall gab es so manche verrückte Nummer. So zum Beispiel bei Inter im Jahr 1998. Zamorano musste seine geliebte Nummer neun an Neuzugang Ronaldo abgeben. Daraufhin wählte der Chilene die 18 und setzte zwischen die beiden Zahlen ein Plus.
    Image: Ivan Zamorano (Inter) 1+8: Der Mittelstürmer musste seine geliebte Nummer neun an Neuzugang Ronaldo abgeben. Daraufhin wählte der Chilene die 18 und setzte zwischen die beiden Zahlen ein Plus-Zeichen. © Imago
  4. Die Vier ist die absolute Lieblingszahl des Ukrainers. Jahrelang trug er stolz die 44 auf seinem Rücken. Nach eigenen Angaben fragte er mehrmals nach der Trikotnummer 444. Daraus wurde aber nie etwas.
    Image: Anatolij Tymoschtschuk (FC Bayern) - 44: Die Vier ist die absolute Lieblingszahl des Ukrainers. Jahrelang trug er stolz die 44 auf seinem Rücken. Nach eigenen Angaben fragte er mehrmals nach der Trikotnummer 444. Daraus wurde aber nie etwas. © Imago
  5. Auch für den Slowenen ist die 44 eine Glückszahl. Im Jahr 2012 trug er sie erstmals für RB Salzburg. Seitdem ist er seiner Lieblingszahl treu geblieben und trägt sie bis heute.
    Image: Kevin Kampl (RB Leipzig) - 44: Auch für den Slowenen ist die 44 eine Glückszahl. Im Jahr 2012 trug er sie erstmals für RB Salzburg. Seitdem ist er seiner Lieblingszahl treu geblieben und trägt sie bis heute. © Imago
  6. Die Nummer 45 ist das Markenzeichen des Italieners. Nicht nur für die Reds, auch für Milan, City, Inter und Brescia lief der Stürmer schon mit dieser Nummer auf. Wieso? Sie bringe ihm einfach Glück, so der Champions League-Sieger von 2010.
    Image: Mario Balotelli (FC Liverpool) -45: Die Rückennummer 45 ist sein Markenzeichen. Für die Reds, Milan, City, Inter und Brescia lief der Stürmer schon mit dieser Nummer auf. Wieso? Sie bringe ihm einfach Glück, so der Champions League-Sieger von 2010. © Imago
  7. Der Belgier entschied sich, in Erinnerung an Neil Armstrong (erster Mann auf dem Mond) im Testspiel gegen die Bayern mit der 50 aufzulaufen. Das Mond-Ereignis war zu dem Zeitpunkt genau 50 Jahre her.
    Image: Eden Hazard (Real Madrid) -50: Der Belgier entschied sich, in Erinnerung an Neil Armstrong (erster Mann auf dem Mond) im Testspiel gegen die Bayern mit der Rückennummer 50 aufzulaufen. Das Mond-Ereignis war zu dem Zeitpunkt genau so viele Jahre her. © Imago
  8. Von 2009 bis 2012 war „Lord Bendtner“ mit der Nummer 52 zu sehen. Nach eigenen Angaben seine Lieblingszahl: „Die 52 bedeutet mir sehr viel“, so der Angreifer.
    Image: Nicklas Bendtner (FC Arsenal) -52: Von 2009 bis 2012 war "Lord Bendtner" mit der Nummer 52 zu sehen. Nach eigenen Angaben seine Lieblingszahl: "Die 52 bedeutet mir sehr viel", so der Angreifer. © Imago
  9. Die Wurzeln des Verteidigers liegen in der Türkei, im Bezirk Sivas, wo ein Großteil seiner Familie lebt. Toprak fühlt sich damit eng verbunden, sodass er die Nummer dieses Bezirks trägt. Die 58 zierte beim SC Freiburg seinen Rücken.
    Image: Ömer Toprak (SC Freiburg) - 58: Seine Wurzeln liegen in der Türkei, im Bezirk Sivas, wo ein Großteil seiner Familie lebt. Toprak fühlt sich damit eng verbunden, sodass er die Nummer dieses Bezirks (58) in Freiburg getragen hat. © Imago
  10. Auf dem Trikot des Franzosen war von 2004 bis 2006 die 69 zu sehen. Grund hierfür ist nicht das, was viele denken. Der ehemalige Linksverteidiger begründete die Wahl der Nummer mit seinem Geburtsjahr (1969) und seiner Größe (169 cm).
    Image: Bixente Lizarazu (FC Bayern) - 69: Auf dessen Trikot war von 2004 bis 2006 die 69 zu sehen. Der Franzose begründete die Wahl seiner Nummer mit Geburtsjahr (1969) und Größe (169 cm). © Imago
  11. Der ehemalige Rechtsverteidiger singt und spielt Gitarre aus Leidenschaft. In Anlehnung an seinen Bandnamen „Room77“ trug er beim KSC als auch bei seiner letzten Karrierestation in San Jose die 77 als Trikotnummer.
    Image: Andreas Görlitz (KSC) - 77: Der ehemalige Rechtsverteidiger singt und spielt Gitarre aus Leidenschaft. In Anlehnung an seinen Bandnamen "Room77“ trug er beim KSC als auch bei seiner letzten Karrierestation in San Jose die 77 als Trikotnummer. © Imago
  12. Nach der Rückkehr zu Juve entschied sich der Italiener dazu, die 77 zu tragen. Bereits zu Beginn seiner Karriere lief Buffon mit der ungewöhnlichen Nummer auf. Er sei dankbar für die Zeit in Parma und wolle nun erneut mit der 77 im Tor stehen.
    Image: Gianluigi Buffon (Juventus) -77: Bei der Rückkehr nach Turin entschied er sich dazu, die 77 zu tragen. Schon zu Beginn seiner Karriere lief Buffon mit dieser Nummer auf. Er sei dankbar für die Zeit in Parma und wolle erneut mit der 77 im Tor stehen.  © Imago
  13. Mit der Verpflichtung des ehemaligen Bayern-Stars Franck Ribery musste der Chilene seine Nummer Sieben abgeben und trägt mittlerweile die 78. Was hinter dieser besonderen Nummer steckt, ist allerdings nicht überliefert.
    Image: Erick Pulgar (AC Florenz) -78: Mit der Verpflichtung des ehemaligen Bayern-Stars Franck Ribery musste der Chilene seine Nummer Sieben abgeben und trägt mittlerweile die 78. Was hinter dieser besonderen Nummer steckt, ist allerdings nicht überliefert. © Imago
  14. Nach dem Wechsel zu Milan musste sich der Brasilianer eine neue Nummer suchen, da Clarence Seedorf im Besitz seiner Nummer Zehn war. Der zweimalige Weltfußballer entschied sich, wie Shevchenko und Flamini, für sein Geburtsjahr und trug fortan die 80.
    Image: Ronaldinho (AC Milan) -80: Nach seinem Wechsel musste er sich eine neue Nummer suchen, da Clarence Seedorf die Zehn trug. Der zweimalige Weltfußballer entschied sich, wie Shevchenko und Flamini, für sein Geburtsjahr und trug fortan die 80. © Imago
  15. Beim türkischen Erstligisten Konyaspor, als auch beim Qatar Sports Club, trug der Kameruner die ungewöhnliche Nummer 81. Denn geboren ist der zweimalige Afrikameister im Jahr 1981. In Makhachkala und Genua lief der 39-Jährige mit der 99 auf.
    Image: Samuel Eto'o (Konyaspor) -81 &99: Beim türkischen Erstligisten sowie beim Qatar Sports Club trug der Kameruner die ungewöhnliche Nummer 81. Denn geboren ist der zweimalige Afrikameister im Jahr 1981. In Makhachkala und Genua lief er mit der 99 auf. © Imago
  16. Bei Benfica lief Sanches mit der 85 auf, weil sie die Acht beinhaltet, die für einen zentralen Mittelfeldspieler steht. Bie Bayern wählte er die 35. „Ich musste sofort an Benfica denken und daran, dass ich beim 35. Titel mit von der Partie war.“
    Image: Renato Sanches (Benfica) -85: In Portugal lief er mit der 85 auf, da die Acht für einen zentralen Mittelfeldspieler steht. Bei Bayern wählte er die 35. "Ich musste sofort an Benfica denken und daran, dass ich beim 35. Titel mit von der Partie war." © Imago
  17. Die Nummer Acht ist die Glückszahl des Schweizers, beim Wechsel nach Udinese war die aber schon vergeben. „Ich habe mir gedacht, wenn ich eine Acht nicht haben kann, dann nehme ich halt zwei“, so Inler. Noch immer trägt er stolz seine 88.
    Image: Gökhan Inler (Udinese Calcio) -88: Die Acht ist die Glückszahl des Schweizers, war bei seinem Wechsel aber schon vergeben. "Ich habe mir gedacht, wenn ich eine Acht nicht haben kann, dann nehme ich halt zwei", so Inler. © Imago
  18. Bei den Bayern zierte Shaqiris massiver Rücken die Elf. Als er 2015 zu Inter wechselte, schnappte ihm kein geringerer als Lukas Podolski diese vor der Nase weg. Der Schweizer wählte daraufhin die 91, in Anlehnung an sein Geburtsjahr.
    Image: Xherdan Shaqiri (Inter) -91: Bei Bayern zierte die Elf seinen massiven Rücken. Als er 2015 zu Inter wechselte, schnappte ihm kein geringerer als Lukas Podolski diese weg. Der Schweizer wählte daraufhin die 91, in Anlehnung an sein Geburtsjahr. © Imago
  19. Der Italiener ist im Milan-Dress, in Anlehnung an sein Geburtsjahr, immer mit der Trikotnummer 99 auf dem Feld zu sehen.
    Image: Ginaluigi Donnarumma (AC Milan) -99: Der Italiener ist im Mailänder Dress, in Anlehnung an sein Geburtsjahr, immer mit der Trikotnummer 99 auf dem Feld zu sehen. © Imago

Auch beim vierten WM-Erfolg Deutschlands setzte Bundestrainer Jogi Löw in seinem 4-2-3-1 System auf einen klassischen Zehner in Mesut Özil, doch der 31-Jährige verkörpert aktuell wie kaum ein anderer Spieler den Wertverfall der einstigen Königsposition.

Nach seinem Wechsel in jungen Jahren von seinem Jugendklub FC Schalke 04 zu Werder Bremen trat Özil in der Bremer Mittelfeld-Raute nahtlos in die Fußstapfen von brillanten Dirigenten wie Johan Micoud oder Diego, so dass Real Madrid einige Jahre später zuschlug.

Kein Platz im System für Özil

An der Seite von Cristiano Ronaldo begeisterte Özil einen Trainer wie Jose Mourino. "Jose sagte mir mal, dass er bei Real im Mannschaftstraining mit dem Rücken zum Spielfeld merkte, wann Mesut Özil am Ball war", erklärte Ex-Liverpool-Verteidiger Mark Lawrenson einmal in einem Interview mit der BBC. Das Spielgerät würde laut des heutigen Trainers der Tottenham Hotspur "ein anderes Geräusch" machen, wenn der Edeltechniker am Ball sei oder schießen würde.

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Als "The Special One" Madrid im Jahr 2013 verließ, zog auch Özil weiter und wechselte für 50 Millionen Euro zum FC Arsenal in die Premier League. Unter Arsene Wenger lief es zunächst auch gut, aber die Nachfolger Unai Emery und aktuell Mikel Arteta hatten immer weniger Verwendung für die Fähigkeiten des Spielmachers. Aktuell spielt Özil gar keine Rolle mehr und stand zuletzt vier Mal nicht einmal im Kader der Gunners. Eine Verlängerung seines bis 2021 laufenden Vertrags ist ausgeschlossen.

Özils Problem? In Artetas 3-4-3-System ist schlicht kein Platz für einen Zehner. Der Spanier setzt auf Dynamik und vor allem Geschwindigkeit und gibt daher anderen Spielern im Mittelfeld den Vorzug. Damit ist der Coach in England nicht alleine: Manchester City agiert unter Trainer Pep Guadiola meistens im 4-3-3-System ohne klassischen Strategen und dominierte damit in den vergangenen Jahren die Premier League. Die Nummer zehn bei den Citizens trägt mit Sergio Agüero bezeichnenderweise der zentrale Stürmer.

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Mikel Arteta, Cheftrainer von Arsenal, wurde danach gefragt, ob Mesut Özil und Matteo Guendouzi in dieser Saison eine Rolle für Arsenal spielen werden.

Geschwindigkeit wird immer wichtiger

In Liverpool hat diese mit Sadio Mane ein trickreicher, pfeilschneller Flügelstürmer auf dem Rücken. Also genau so ein Spieler, der aktuell im Weltfußball neben einem treffsicheren Torjäger die größte Waffe darstellt und den Zehner als wichtigste Position in der Offensive abgelöst hat. Dank Mane und seinen kongenialen Partnern Mo Salah und Roberto Firmino eilen die Reds aktuell unter Jürgen Klopp von Trophäe zu Trophäe. Nach dem Champions-League-Triumph in der Vorsaison holte Liverpool in der aktuellen Spielzeit die erste Meisterschaft seit 30 Jahren.

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Die Idee dahinter ist klar: Wenn das Spiel zu sehr auf einen einzigen Spielmacher ausgelegt ist, lahmt die Offensive natürlich, wenn es dem Gegner gelingt, diesen aus der Partie zu nehmen. Wenn jedoch die Kreativität auf mehreren Schultern verteilt ist, erschwert dies dem Kontrahenten die Arbeit.

Real Madrid setzte daher bei seinem Champions-League-Hattrick unter Zidane auf eine vergleichbare Grundordnung und steht aktuell auch vor der ersten spanischen Meisterschaft seit 2017. Sehr zum Leidwesen eines weiteren echten Zehners: James Rodriguez.

James spielt bei Real keine Rolle

Der Kolumbianer, der zuvor zwei Jahre an den FC Bayern ausgeliehen war, kommt in der aktuellen Spielzeit nur auf acht Einsätze in der Primera Division und soll den Verein zum Saisonende trotz Vertrags verlassen. Doch anders als 2014, als der Stern des mittlerweile 29-Jährigen bei der WM aufging, stehen Topklubs dieses Mal nicht mehr Schlange. Vielmehr wird über ein Engagement beim FC Everton oder den Wolverhampton Wanderers spekuliert. Zweifelsohne ambitionierte Klubs, aber keine Vereine, bei denen man Spieler dieses Kalibers erwarten würde.

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Özil und James wird es da auch wenig trösten, dass in diesem Sommer zwei weitere Spielmacher vor einer ungewissen Zukunft stehen.

Philippe Coutinho, praktisch James' Nachfolger in München, wird beim deutschen Branchenprimus nicht mehr benötigt und auch der FC Barcelona, wo der Brasilianer noch bis 30.06.2023 unter Vertrag steht, will ihn unbedingt abgeben. Dabei zahlten die Katalanen vor etwas mehr als zweieinhalb Jahren umgerechnet etwa 145 Millionen Euro für den Gestalter.

Wie geht es weiter für Coutinho und Götze?

Doch weder bei Barca noch bei den Bayern konnte der 28-Jährige Werbung in eigener Sache betreiben und es ist völlig unklar, wo die Reise für den Nationalspieler hinführt. Zahlreiche Topklubs wie Ex-Klub FC Liverpool haben bereits abgewunken. Angeblich soll Inter Interesse haben, wo Trainer Antonio Conte oft im 3-4-1-2 spielen lässt - also in einem der wenigen Systeme, die einem Spielmacher die nötigen Freiheiten lässt.

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Die besten Szenen von Coutinho

Diese benötigt auch Mario Götze, um seine Stärken voll auszuspielen. Bei Borussia Dortmund waren diese nicht mehr gefragt, weil Lucien Favre dafür in seinem System keine Verwendung hat. Der BVB setzt wie die meisten Klubs auf flinke Flügelspieler und plante Götze höchstens als Aushilfsstürmer ein. Angeblich sollen Klubs aus Frankreich, Italien und Spanien am Finaltorschützen von 2014 dran sein - ob es sportlich letztlich eine Verbesserung zu Schwarz-Gelb wird, ist aber offen.

Nummer bleibt Statussymbol - Position wird zum Auslaufmodell

Seine Nummer in Dortmund blieb übrigens nicht lange frei. Flügelstürmer Thorgan Hazard wird zukünftig mit der Nummer zehn auflaufen. Ähnlich sieht es in München aus, wo Leroy Sane diese Zahl ab der kommenden Spielzeit auf dem Rücken trägt.

Und bei Real Madrid schlug Luka Modric sofort zu, als James seinerzeit nach München ging. Das zeigt: Die Nummer 10 auf dem Rücken zu tragen, ist im Fußball ein echtes Statussymbol - auch heute noch. Nur die Position, für die die Nummer über Jahrzehnte stand, wird immer mehr zum Auslaufmodell.

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