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Kommentar von Sky Reporter Marc Behrenbeck

Kommentar: Ohne Lewandowski funktioniert Bayern nicht, aber ...

Marc Behrenbeck

10.02.2019 | 10:48 Uhr

Robert Lewandowski hat in dieser Bundesliga-Saison bislang 13 Tore erzielt.
Image: Robert Lewandowski hat in dieser Bundesliga-Saison bislang 13 Tore erzielt. © Getty

Nach der Reaktion von Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic auf die Kritik von Sky Experte Didi Hamann zu Robert Lewandowski hat sich auch Sky Reporter Marc Behrenbeck seine Gedanken gemacht. Ein Kommentar.

Robert Lewandowski ist mit Sicherheit eine der besten Neuner der Welt. Seine Quoten und Statistiken sind auch in dieser Saison wieder richtig stark. Zehn Vorlagen stehen allein auf seinem Konto. So viel wie nie zu vor. Ohne "Lewy" würden die Bayern nicht funktionieren. Da sind sich - glaube ich - auch alle einig. Dennoch gibt es Punkte, die man rund um Lewandowski analysieren darf und vielleicht sogar muss.

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Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic äußert sich im Sky Interview zur Kritik von Sky Experte Didi Hamann an FCB-Stürmer Robert Lewandowski. (Video: 00:59)

Mangelnder Einsatz nicht oft zu sehen

Dass er eher ein Einzelgänger ist, ist nichts Neues. Man muss aber auch nicht Everybody's Darling in einer Mannschaft sein, wenn man sich dennoch jede Sekunde auf dem Platz für die Mannschaft aufopfert. Und mangelnder Einsatz oder Siegeswille sind bei ihm nicht oft zu sehen.

Ein Hadern mit den Mitspielern bei mangelnden Zuspielen dagegen schon ab und an. Ebenso eine mangelnde Chancenverwertung in dieser Saison, wie selbst Uli Hoeneß am Samstag nach dem Schalke-Spiel angemerkt hat.

Der Pole hätte in vielen Spielen ein, manchmal sogar zwei Tore mehr machen können oder müssen. Dennoch hat er 13 Buden gemacht und ist Topscorer der Liga. Ein Problem sehe ich aber bezüglich des Polen, wenn man in die Zukunft blickt.

Lewandowski könnte Werner-Transfer blockieren

Ähnlich wie lange Zeit Robben und Ribery, blockiert Lewandowski mit seiner Aura und auch seiner Leistung die Planstelle der Zukunft auf der Neun. Man läuft Gefahr beim FC Bayern, den nächsten Top-Neuner zu verpassen. Ähnlich wie auf den Außen lange Zeit durch "Robbery".

Mit Timo Werner hat man etwa im Sommer die Möglichkeit, den deutschen Stürmer Nummer eins zu holen. Er ist die Zukunft und unangefochten in der Nationalmannschaft bei Joachim Löw. Aber der Leipziger Stürmer kommt natürlich nur als Nummer eins vorne drin. Der kommende Transfersommer wird also auch auf der Neun rund um Lewandowski heiß, da bin ich mir sicher.

Denn auch bei "Lewy" lebt der Traum von Real Madrid und einem Wechsel noch immer. Auch wenn er versucht, die Spekulationen durch seine Bayern-Bekenntnisse wegzuwischen. Indirekt könnte Lewandowski diesbezüglich also durchaus ein Problem werden für den FC Bayern. Auch wenn er nach wie vor einer der besten Neuner Welt ist.

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