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FC Bayern News: Landgericht weist Katar-Antrag vor JHV zurück

Landgericht weist Katar-Antrag vor Bayerns JHV zurück

26.11.2021 | 08:20 Uhr

Die Fans des FC Bayern kritisieren die Vereinsführung.
Image: Die Fans des FC Bayern kritisieren die Vereinsführung wegen des Katar-Sponsorings.  © Imago

Ein Antrag gegen das Katar-Sponsoring des FC Bayern München wird auf der Jahreshauptversammlung des deutschen Fußball-Rekordmeisters nicht zur Abstimmung kommen.

Die 13. Zivilkammer des Landgerichts München I hat am Donnerstag nur wenige Stunden vor der für 19.00 Uhr angesetzten Versammlung im Münchner Audi Dome "die sofortige Beschwerde gegen die Entscheidung des Amtsgerichts München" für "eine Ergänzung der Tagesordnung hinsichtlich des Sponsorings durch Qatar-Airlines" zurückgewiesen.

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Sky Reporter Torben Hoffmann spricht über die Themen für die Jahreshauptversammlung des FC Bayern (Videolänge: 1:47 Min).

Der FC Bayern sei damit nicht verpflichtet, auf der anstehenden Mitgliederversammlung "über das weitere Sponsoring durch Qatar Airlines zu beraten", wie das Gericht auf Anfrage mitteilte.

Katar-Sponsoring könnte auf JHV trotzdem zur Sprache kommen

Zur Begründung führte das Landgericht an, "dass die Ergänzung der Tagesordnung abgelehnt wurde, weil die Mitgliederversammlung für den bezeichneten Beratungs- und Beschlussgegenstand laut Vereinssatzung nicht zuständig ist". Innerhalb des Vereinsgefüges sei die Geschäftsführung und somit auch das Thema Sponsoring für den Bereich Fußball durch die Vereinssatzung ausschließlich Aufgabe des Präsidiums und damit der Zuständigkeit der Mitgliederversammlung entzogen. Der Beschluss des Landgerichts (Az. 13 T 15372/21) sei bindend.

Die Bayern-Fans haben schon oft gegen die Katar-Connection des Vereins protestiert.
Image: Die Bayern-Fans haben schon oft gegen die Katar-Connection des Vereins protestiert.  © DPA pa

Bayern-Mitglied und Initiator Michael Ott wollte die Behandlung des Streitthemas bei der Versammlung durchsetzen. Das Thema Katar könnte in Redebeiträgen am Donnerstagabend trotzdem noch zur Sprache kommen. "Wir werden dennoch heute Abend einen Spontanantrag probieren. Es ist noch nicht alles verloren", schrieb er bei Twitter. Ein Spontanantrag braucht eine 75-prozentige Mehrheit der Mitglieder, um zugelassen zu werden.

Zahlreiche Bayern-Fans stören sich wegen der umstrittenen Menschenrechtsfrage im Gastgeberland der nächsten Fußball-WM an der hoch dotierten Partnerschaft mit der katarischen Fluglinie. Der Verein soll Druck auf die FC Bayern AG ausüben, dass der bis 2023 laufende Millionenvertrag beendet und nicht verlängert wird.

dpa

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