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Löw sieht "zu viel Durcheinander" und macht Spielern eine Ansage

Die Stimmen zum Sieg der deutschen Nationalmannschaft in Nordirland

Sport-Informations-Dienst (SID)

10.09.2019 | 11:59 Uhr

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EM-Qualifikation: Deutschland siegt in Nordirland mit 2:0 - die Highlights im Video (1 Minute).

Die deutsche Nationalmannschaft müht sich in der EM-Qualifikation zu einem 2:0-Sieg in Nordirland und feiert damit den vierten Sieg im fünften Spiel. Bundestrainer Joachim Löw sah im Spiel seiner Mannschaft positive Ansätze , aber auch Verbesserungsbedarf - die Stimmen.

Joachim Löw (Bundestrainer): "Die Nordiren waren mutig und haben uns gut attackiert. In der Halbzeit habe ich ein paar Dinge angesprochen, dann wurde es besser. In der Raumaufteilung waren wir nicht ideal besetzt, da war zu viel Durcheinander. Wenn wir vertikal gespielt haben, war es viel besser. Wir hätten das zweite Tor früher nachlegen müssen. So ein Spiel dürfen wir nicht mehr aus der Hand geben, da müssen die Spieler noch zulegen."

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Bundestrainer Joachim Löw spricht über den 2:0-Sieg in Nordirland (Videolänge: 22 Sekunden)

Manuel Neuer: "Es war ein ganz wichtiges Spiel für uns und es war uns schon anzumerken, dass wir unter Druck standen. Nach der ersten Halbzeit, in der Nordirland sehr viel investiert hat, wussten wir, dass sie irgendwann Körner lassen werden. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Möglichkeiten bekommen. Wir haben hier verdient gewonnen und die wichtigen drei Punkte mitgenommen. Und das zählt nach dem Spiel gegen Holland."

1:11
Manuel Neuer, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, spricht über den 2:0-Sieg in Nordirland (Videolänge: 1:11 Min).

Marco Reus: "In der ersten Halbzeit war es schwierig. Der Gegner hat uns extrem hoch angegriffen. Wir wussten, dass wir zu unseren Torchancen kommen würden, dann haben wir ja auch das 1:0 gemacht. Die zweite Halbzeit war deutlich besser als die erste. Die Niederlage gegen die Niederlande mussten wir erst einmal verarbeiten."

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Marco Reus spricht über den 2:0-Sieg in Nordirland (Videolänge: 19 Sekunden).

DFB-Team in der Einzelkritik

  1. Die Startelf der deutschen Nationalmannschaft im Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2020 bei Nordirland.
    Image: Die Startelf der deutschen Nationalmannschaft im Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2020 bei Nordirland. © DPA pa
  2. Manuel Neuer
    Image: Manuel Neuer: Bewies eindrucksvoll, warum Joachim Löw nicht an seinem Nummer-1-Status rüttelt. Bewahrte sein Team mit starken Paraden (7. und 45.) vor dem Rückstand und dirigierte lautstark seine Vorderleute. Note: 2 © Imago
  3. Lukas Klostermann
    Image: Lukas Klostermann: War zunächst auf Absicherung bedacht, in der zweiten Hälfte deutlich aktiver - wenn auch nicht immer glücklich. Vergab zwei gute Chancen (47. und 50.). Note: 4 © DPA pa
  4. Manuel Neuer
    Image: Niklas Süle: Gegen Nordirlands kantigen Stürmer Conor Washington war Süles ganze Wucht gefragt. Der Abwehrboss behauptete sich meistens, ermöglichte nach einer Stunde aber eine Großchance des Gegners. Note: 4 © Imago
  5. Matthias Ginter
    Image: Matthias Ginter: War in der Abwehrzentrale mehr gefordert als erwartet. Verletzte sich in einem Luftzweikampf und musste nach 40 Minuten ausgewechselt werden. Note: 4 © DPA pa
  6. Marcel Halstenberg
    Image: Marcel Halstenberg: Erzielte mit einem Traumtor in den Winkel das erlösende 1:0. Offensiv mit sehr guten Aktionen, zeigte in der ersten Halbzeit aber defensiv einige Schwächen. Note: 2 © DPA pa
  7. Joshua Kimmich
    Image: Joshua Kimmich: Kam nicht wie gewohnt über die Zweikämpfe ins Spiel, wurde im zentralen Mittelfeld von den langen Bällen der Nordiren oft überspielt. Setzte erst spät Akzente nach vorne. Note: 4 © DPA pa
  8. Toni Kroos
    Image: Toni Kroos: Leistete sich früh einen haarsträubenden Fehlpass, der beinahe zum 0:1 geführt hätte. Wurde von den Nordiren im Spielaufbau immer wieder früh gestört. Diskutierte viel mit Gegner und Schiedsrichter. Note: 4 © DPA pa
  9. Julian Brandt
    Image: Julian Brandt: Bekam den Vorzug vor Ausnahmetalent Kai Havertz und wollte das Vertrauen unbedingt rechtfertigen. Bemüht, aber auch mit einigen Fehlpässen. Beim Führungstreffer gab er die Vorlage per Kopf. Note: 4 © DPA pa
  10. Serge Gnabry
    Image: Serge Gnabry: Die körperlich robuste Gangart des Gegners schien den Techniker anfangs zu beeindrucken. In der zweiten Halbzeit drehte der Bayern-Profi aber auf und war Ausgangspunkt vieler Angriffe. Erzielte das 2:0. Note: 3 © DPA pa
  11. Timo Werner
    Image: Timo Werner: Dem Leipziger Torjäger fehlt im Nationaltrikot das Selbstvertrauen. Symptomatisch dafür war seine kläglich vergebene Großchance am Ende der ersten Halbzeit. Auch davor und danach mit unglücklichen Entscheidungen. Note: 5 © DPA pa
  12. Marco Reus
    Image: Marco Reus: Blieb in Hälfte eins den Beweis schuldig, dass er eine Stütze im Nationalteam sein kann. Der BVB-Kapitän war wenig präsent und hatte im Zweikampf meistens das Nachsehen. Steigerte sich nach dem Wiederanpfiff. Note: 5 © DPA pa
  13. Jonathan Tah
    Image: Jonathan Tah: Kam für den verletzten Ginter und rettete kurz danach mit einer Grätsche das 0:0 zur Halbzeit. Das gab dem Eigentorschützen bei der Niederlande-Pleite (2:4) sichtbar Selbstvertrauen. Note: 3 © Imago
  14. Kai Havertz
    Image: Kai Havertz: Wurde nach 68 Minuten für Werner eingewechselt und setzte sich mit der ersten Aktion gleich stark in Szene: Sein Kopfball ging nur knapp am Tor vorbei. Mit gutem Timing Vorbereiter des 2:0. Keine Note © DPA pa
  15. Emre Can
    Image: Emre Can: Gab in der 85. Minute sein Comeback im Nationalteam nach elfmonatiger Pause. Keine Note © DPA pa

Marcel Halstenberg: "Ich habe noch eine ganze Menge Adrenalin. Ich habe den Ball einfach überragend getroffen, er fliegt perfekt rein - das hat so ein bisschen die Dose geöffnet. Heute haben wir ein bisschen was gutgemacht."

Julian Brandt: "Es ist ein sehr erfrischendes Gefühl. Es ist lange her, dass ich ein Pflichtspiel von Anfang an gespielt habe. Ich habe heute extrem viel Vertrauen vom Trainer gespürt. Wir hatten heute Morgen miteinander gesprochen. Ich habe es versucht, so gut wie möglich zurückzuzahlen, um ihm auch zu zeigen, dass ich da bin, wenn es darauf ankommt."

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Julian Brandt spricht über seinen Startelfeinsatz im EM-Quali-Spiel gegen Nordirland (Videolänge: 22 Sekunden).

Kai Havertz: "Ich glaube, wir haben es gut gemacht in der zweiten Halbzeit. Wir haben die ein oder andere Lösung gefunden. Klar ist, dass wir eine junge Mannschaft haben. Eine, die noch viel lernen muss. Solche Spiele bringen uns nach vorne."

Sport-Informations-Dienst (SID)

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