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Heftige Reaktion nach L'Equipe-Artikel

Muss PSG Mbappe oder Neymar verkaufen? Tuchel-Klub wütend

Thorsten Mesch

08.12.2018 | 15:32 Uhr

Für Kylian Mbappe (l.) und Neymar zahlte PSG im Jahr 2017 zusammen etwa 400 Millionen Euro.
Image: Für Kylian Mbappe (l.) und Neymar zahlte PSG im Jahr 2017 zusammen etwa 400 Millionen Euro. © Getty

Plant Paris Saint-Germain den Verkauf eines Superstars, um einer Strafe zu entgehen? Mit dieser Darstellung hat L'Equipe für Furore gesorgt - und sich den Zorn der PSG-Bosse zugezogen.

In einem am Freitagabend vorab auf ihrer Internetseite veröffentlichen Artikel berichtet die französische Sportzeitung, dass der Klub von Trainer Thomas Tuchel in Betracht ziehe, Neymar oder Kylian Mbappe zu verkaufen. Dadurch solle verhindert werden, wegen eines Verstoßes gegen das Financial Fair Play belangt zu werden.

Das würde einen kompletten Kurswechsel bedeuten, denn im vergangenen Sommer habe PSG den Verkauf seiner Superstars noch ausgeschlossen.

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PSG widerspricht Artikel der L'Equipe

Noch am späten Freitagabend reagierte PSG auf den Bericht. "L'Equipe wagt zu behaupten, dass PSG kurz davor sei, Kylian Mbappe oder Neymar zu verlieren. PSG dementiert diese völlig abwegige und lächerliche Fehlinformation mit größter Entschlossenheit. Sie ist lächerlich und nur darauf aus, das Verhältnis zwischen dem Klub und den Medien zu stören", ließ der Verein in einer Pressemitteilung verlauten.

Es gebe "so viele Beispiele für diese Art von News, die für eine negative Atmosphäre rund um den Klub sorgen", hieß es weiter. Zuletzt hatte das Sportblatt in der vergangenen Woche behauptet, in Paris gebe es Ärger wegen Stürmer Edinson Cavani, der Uruguayer sei unzufrieden und fühle sich gegenüber Mbappe und Neymar benachteiligt.

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"Lancierte Fehlinformationen"

PSG forderte seine "Fans, Partner und ehemaligen Spieler" dazu auf, "vier Tage vor einem wichtigen Spiel in der Champions League in Belgrad mehr denn je zusammenzurücken."

Die große Unterstützung der Fans in den Stadien und auch in den sozialen Medien gebe "Neymar, Cavani, Mbappe und allen Spielern Stärke", betonte der Hauptstadtverein.

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Der "berühmteste und erfolgreichste französische Klub" wehre sich gegen "die von der L'Equipe immer wieder lancierten Fehlinformationen" und wolle nur noch mit ihnen wohlgesonnen Medien kommunizieren.

PSG steht wegen seines Finanzgebarens seit geraumer Zeit schon unter kritischer Beobachtung. Der Verein soll bei Financial-Fair-Play-Prüfungen unrealistisch hohe Sponsorenverträge vorgelegt und damit die Legitimierung seiner exorbitanten Transferausgaben wie für Neymar (2017 für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris) und Mbappe (für 160 Millionen Euro vom AS Monaco verpflichtet) versucht haben.

PSG muss nach zwischenzeitlich eingestellten Ermittlungen der UEFA eine Wiederaufnahme von Untersuchungen der Geldflüsse zwischen Katar und dem Klub fürchten. Als Höchststrafe ist der Ausschluss von PSG aus den Europacup-Wettbewerben möglich.

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