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Bundestrainer in der Kritik

Nach Schmelzer-Kritik: Mit diesen Spielern hatte Löw Knatsch

Sky Sport

18.07.2017 | 09:54 Uhr

Mit Kevin Kuranyi und Michael Ballack gab es für Bundestrainer Jogi Löw mächtig Ärger.
Image: Mit Kevin Kuranyi und Michael Ballack gab es für Bundestrainer Jogi Löw mächtig Ärger. © Getty

Für BVB-Spieler Marcel Schmelzer ist das Thema Nationalmannschaft so gut wie abgehakt. Nicht, weil er keine Lust mehr verspürt, sondern wegen Bundestrainer Jogi Löw.

Am Rande des Dortmunder Trainingslagers in Japan hat der Linksverteidiger erklärt: "Für mich wäre es immer ein Thema. Aber dadurch, dass ich weiß, dass der Bundestrainer jetzt auch noch seinen Vertrag verlängert hat, glaube ich schon, dass es eher schwierig für mich wird."

In 16 Länderspielen ist Schmelzer fürs DFB-Team aufgelaufen, zuletzt beim 1:0-Erfolg im März 2014 gegen Chile. Jogi Löw hat den Defensiv-Spezialisten in der Vergangenheit häufig kritisiert, eine Rückkehr erscheint kaum denkbar. Der Vertrag des 57-Jährigen verläuft noch bis 2020.

Schmelzer lobt Götze

Schmelzer lobt Götze

Nach einer turbulenten Saison will der BVB in der neuen Spielzeit wieder angreifen. Im Gespräch mit Sky Sport spricht Dortmunds Kapitän exklusiv über den neuen Trainer Peter Bosz und Mario Götze.

Zu den meisten aktuellen Spielern und auch ehemaligen Kickern pflegt der DFB-Coach ein gutes Verhältnis, aber es hat auch schon mehrfach so richtig gerappelt.

2010: Rausschmiss von Kuranyi

Den größten Knatsch hat es 2010 mit Kevin Kuranyi gegeben. Der Stürmer wurde im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland nicht aufgestellt, verließ daraufhin das Stadion. Für Löw zuviel. Kuranyi wurde rausgeschmissen und nie wieder berücksichtigt.

"Pokerface" Kruse fliegt 2016

Mit einem weiteren Stürmer geriet der Bundestrainer ebenfalls aneinander. "Pokerface" Max Kruse wurde im März 2016 vor zwei Testländerspielen aus dem Kader geworfen. Der Hintergrund: Kruse feierte in einer Berliner Diskothek bis in den Morgen in seinen Geburtstag hinein und legte sich dabei mit einer Reporterin an.

Schon im Oktober 2015 verlor Kruse 75.000 Euro in einem Taxi. Das war's dann. Auch wenn sich Löw im Frühjahr 2017 lobend über den Stürmer äußerte, dürften seine Pokerauftritte im Sommer in Las Vegas den Bundestrainer nicht begeistert haben.

Vor drei Jahren gewann Max Kruse 36.4949 Dollar in Las Vegas.
Image: Max Kruse bei seinem großen Hobby, dem Pokerspielen. © Getty

Theater mit Stürmer Nummer drei. Leverkusens Angreifer Stefan Kießling wurde zwar nicht rausgeschmissen, aber die konsequente Nichtberücksichtigung sorgte für Verärgerung unterm Bayer-Kreuz. Im August 2013 verkündete Kießling, dass er unter Löw nicht mehr spielen wolle. Dazu dürfte er in seiner Abschiedssaison auch keine Gelegenheit mehr bekommen.

Boateng wird 2012 begnadigt

Einen Rüffel fing sich auch schon Jerome Boateng ein. Vor dem Abflug zur EM 2012 in Polen und der Ukraine ließ sich der Bayern-Verteidiger mit Model Gina-Lisa Lohfink im Hotel ablichten. Löw drohte, ihn fürs Auftaktspiel gegen Portugal nicht zu berücksichtigen. Doch der Bundestrainer drückte nochmal ein Auge zu, Boateng durfte trotzdem ran.

Ballack vs. Lahm

Auch bei der WM 2010 gab es einen großen Knall. Der verletzte Michael Ballack besuchte das Team, kurz danach wurde er degradiert und Philipp Lahm zum neuen Kapitän ernannt. Nach mehreren Verletzungen plante Löw nicht mehr mit dem Capitano, das Angebot für einen würdigen Abschied bei einem Freundschaftsspiel lehnte Ballack ab. Mittlerweile hat er sich allerdings mit Löw ausgesprochen.

Lehmann statt Kahn

An dem Riesentheater vor der Heim-WM in Deutschland 2006 dürfte Löw zumindest beteiligt gewesen sein. Bundestrainer Klinsmann entschied sich auf der Torhüterposition für Jens Lehmann statt Oliver Kahn. Der Bayern-Keeper arrangierte sich mit der Situation, die Leistung von Lehmann bei der WM gab dem Trainerteam mit der Entscheidung recht.

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