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Nach Tod von George Floyd: McKennie will Protest fortsetzen und nimmt Strafen in Kauf

Trotz möglicher Strafen: McKennie will Protest fortsetzen

Sport-Informations-Dienst (SID)

03.06.2020 | 13:25 Uhr

Weston McKennie will sich weiterhin gegen Polizeigewalt und Rassismus engagieren.
Image: Weston McKennie will seinen Protest gegen Polizeigewalt und Rassismus fortsetzen. © Imago

Weston McKennie von Schalke 04 will seinen Protest gegen Polizeigewalt und Rassismus fortsetzen und auch mögliche Strafen in Kauf nehmen.

Der US-Nationalspieler werde dem getöteten Afroamerikaner George Floyd weiter "meine Anerkennung zollen", sagte der Mittelfeldspieler dem US-Magazin Forbes: "Wenn ich die Konsequenzen dafür tragen muss, dass ich meine Meinung äußere, meine Gefühle äußere, für das aufstehe, an das ich glaube, dann muss ich das tun."

"Niemand sollte sich davor scheuen, seine Stimme zu erheben"

McKennie hofft zudem darauf, dass auch weiße Profis den Protest unterstützen. "Es wäre großartig zu sehen, wenn auch weiße Fußballer demnächst mitmachen und auf dem Feld ein Zeichen setzen", sagte er bei Sport1: "Niemand sollte sich davor scheuen, seine Stimme zu erheben. Es ist nämlich völlig egal, ob Weißer oder Schwarzer - die Botschaft bleibt die gleiche."

McKennie berichtete, dass Schiedsrichter Felix Zwayer ihn während des Spiels aufgefordert habe, die Armbinde mit der Aufschrift "Justice for George" abzunehmen. Er habe sich geweigert. "Es gibt eine Regel in der Liga, dass du keine politischen Botschaften verbreiten sollst. Wenn du dies wirklich als politische Botschaft sehen willst, dann weiß ich nicht, was ich sagen soll", erklärte der 21-Jährige: "Die Liga predigt immer: Sag nein zu Rassismus. Also dachte ich, das wäre kein Problem."

McKennie fordert Gerechtigkeit für Floyd

McKennie kündigte an, über die sozialen Netzwerke ein Video zu verbreiten, in dem Polizeigewalt gegen Schwarze zu sehen sei. Darin sollen auch andere Sportler zu Wort kommen. Der Schalker hatte wie mehrere andere Bundesligaprofis am Pfingstwochenende Gerechtigkeit für Floyd gefordert.

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Die Proteste in der Bundesliga gegen Rassismus und Polizeigewalt werden zeitnah vom Kontrollausschuss des DFB geprüft.

Der 46-Jährige war vor einer Woche in Minneapolis bei einem brutalen Polizeieinsatz zu Tode gekommen. Die Tat löste Proteste in vielen US-Städten aus, es kam zu schweren Krawallen.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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