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Nach der Niederlage beim FC Augsburg

Neues Jahr, altes Gesicht: Der HSV hat ein Mentalitätsproblem

von Robin Schmidt

14.01.2018 | 14:24 Uhr

Der HSV steckt mal wieder in einer Krise.
Image: Der HSV steckt mal wieder in einer Krise. © Getty

Beim Hamburger SV schrillen die Alarmglocken. Nach der Niederlage beim FC Augsburg kritisieren Mergim Mavraj und Dennis Diekmeier die Einstellung ihrer Teamkollegen.

Mit den Armen in der Hüfte und leeren Blicken standen Sven Schipplock sowie Andre Hahn am Mittelkreis. Für den Tabellen-Vorletzten beginnt das neue Jahr so, wie das alte aufgehört hat: Mit einer Niederlage.

"Das ist extrem bitter", sagte Dennis Diekmeier nach der 0:1-Pleite beim FC Augsburg am Sky Mikrofon. Auch wenn die Lage im Tabellenkeller nach fünf sieglosen Spielen immer bedrohlicher wird - eine Diskussion um Trainer Markus Gisdol wollen die Verantwortlichen nicht aufkommen lassen.

"Man muss nicht über Einzelne reden", stellte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen klar. Reden muss man allerdings über die mal wieder völlig harmlose Offensivleistung.

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Mavraj kritisiert Stürmer

Ohne Aaron Hunt und den erkrankten Jann-Fiete Arp erspielten sich die Gäste in den gesamten 90 Minuten nicht eine zwingende Torchance. "Nach vorne ist es einfach zu wenig. Wir müssen mehr Chancen produzieren, das ist der wichtigste Punkt", sagte Gisdol.

Noch deutlicher wurde Mergim Mavraj. Der Innenverteidiger bemängelte die Einstellung seiner Mitspieler. "Wir haben dieses Tor nicht unbedingt gewollt. Das müssen wir uns wirklich ankreiden", sagte der Albaner bei Sky und ergänzte: "Wir müssen uns jedes Tor hart verdienen. Dafür müssen wir teilweise auch über unsere Grenzen gehen, um dieses Tor zu erzielen."

Für die Tore sollen eigentlich Andre Hahn und Bobby Wood sorgen. Bruchhagen forderte vor dem Spiel eine Leistungssteigerung von dem Duo. Davon war gegen Augsburg nichts zu spüren. Während Wood wieder einmal blass blieb, zeigte sich Hahn immerhin bemüht. Der Ex-Augsburger rannte und rackerte, für die nötige Durchschlagskraft konnte aber auch er nicht sorgen.

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Keine Neuzugänge in Sicht

Ob ein möglicher Neuzugang das Offensivproblem beheben könnte, ist mehr als fraglich. "Da ist im Moment nichts heiß", sagte Manager Jens Todt, der zuletzt Spieler in Spanien beobachtet hatte. Daher werden am kommenden Wochenende im wichtigen Heimspiel gegen den 1. FC Köln wohl die gleichen Akteure auf dem Platz stehen.

Dann dürfte auch Julian Pollersbeck wieder zwischen den Pfosten stehen. Der 23-Jährige wurde von Gisdol zur neuen Nummer eins befördert und feierte insgesamt ein ordentliches Bundesliga-Debüt. Beim entscheidenden Gegentor durch Koo Ja-Cheol war er machtlos.

"Gegen Köln wollen wir alles geben und mit aller Macht gewinnen", sagte Diekmeier. Für dieses Unterfangen müsse man allerdings eine andere Einstellung an den Tag legen. "Jeder muss für jeden da sein, jeder muss für jeden kämpfen. Das müssen wir in unsere Köpfe rein bekommen."

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