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Königsblau gegen Hoffenheim gefordert

Schalke 04: Huub Stevens kämpft gegen das "Drama" Abstieg

Sport-Informations-Dienst (SID)

19.04.2019 | 19:48 Uhr

Huub Stevens will das Ruder bei Schalke 04 rumreißen.
Image: Huub Stevens will das Ruder bei Schalke 04 rumreißen.  © Getty

Huub Stevens will bei seinem Herzensklub Schalke 04 das "Drama" Abstieg verhindern. Dabei setzt er auf Disziplin und Spaß.

Der Niederländer kämpft bei Schalke an vielen Fronten, um das Horrorszenario zu verhindern. Der Abstieg "wäre ein Drama", sagt der 65-Jährige im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Puh, dann würde sich hier viel ändern. Deshalb sage ich: Wenn jetzt noch nicht jedem bewusst ist, um was es geht, dann verstehe ich die Welt nicht mehr."

Vor dem Heimspiel am Samstag (ab 20:30 Uhr im Liveticker auf skysport.de) gegen die TSG Hoffenheim hat der abgestürzte Vizemeister zwar sechs Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz. Doch nach der abstiegsreifen Leistung beim 1. FC Nürnberg (1:1) ist die Lage prekärer, als es die Tabelle aussagt. Die Anhänger wollten außer Torwart Alexander Nübel "alle gehen" sehen.

Stevens appelliert an Schalke-Fans

Stevens, der am 15. März als Nachfolger des gescheiterten Domenico Tedesco zum dritten Mal das Traineramt auf Schalke übernommen hat und danach vom "schwersten Job, den ich je hatte" sprach, sieht zwar bei seinen Spielern "die richtigen Signale". Er weiß aber auch um die Gefahren. "Wenn die Fans richtig gegen dich wären, dann käme eine Wucht auf dich zu, mit der keine Mannschaft wirklich gut umgehen könnte", warnt der Trainer und appelliert trotz aller Enttäuschung an die Unterstützung des Anhangs.

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Zudem fordert der Niederländer von seiner Mannschaft, alles in die Waagschale zu werfen: "Es ist an der Zeit, zu zeigen, dass wir da unten nichts zu suchen haben", sagte Stevens am Donnerstag auf der Spieltags-Pressekonferenz.

Zoff "nur ein Joke"

Mit disziplinarischen Maßnahmen wie der Verbannung von Nabil Bentaleb und Hamza Mendyl in die U23 hat Stevens versucht, die Spieler auf Linie zu bringen: "Ich denke, dass die Mannschaft es jetzt verstanden hat."

Auch zur vermeintlichen Auseinandersetzung zischen Salif Sane und Nabil Bentaleb äußerte er sich: "Ich habe es gar nicht gesehen. (...) "Ich habe im Nachhinein die zwei Spieler gefragt: Was war los? Gar nichts, Trainer. Das war ein Joke. Mehr auch nicht."

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Disziplin allein reiche aber nicht, auch "Spaß gehört dazu", sagt Stevens und erzählt eine Anekdote aus dem Abstiegskampf mit dem VfB Stuttgart. Damals nannte er seine Spieler "Affen", weil sie im Training nach einem Sieg die richtige Einstellung vermissen ließen. Als einige den Sieg im nächsten Spiel mit einem "Affentanz" feierten, fand Stevens die Reaktion "super". Er habe seinem Zeugwart gesagt: "Hol ein Affenkostüm in deiner Größe!"

Beim Frühstück am nächsten Morgen "kam er tanzend als Affe rein und hat allen eine Banane hingelegt", berichtet Stevens lachend: "Das nächste Spiel haben wir wieder gewonnen."

Auf "Endspiel" gegen VfB nicht ankommen lassen

Ein Dreier gegen Hoffenheim würde auf Schalke die Abstiegsgefahr erst einmal bannen - auch wenn Stevens sagt: "Ich weiß nicht, ob ein Sieg reicht." Auf ein Finale um den Klassenerhalt am letzten Spieltag gegen Stuttgart will er es "eigentlich nicht ankommen lassen".

Sport-Informations-Dienst (SID)

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