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Gladbach vs. Schalke am Samstag live auf Sky

Schalke: Tedesco findet Fehlstart "irgendwie geil"

14.09.2018 | 23:54 Uhr

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Tedesco über aktuelle Situation: 'Irgendwie geil'

Nach zwei Niederlagen droht Schalke 04 ein kapitaler Fehlstart. Dennoch ist es vor dem richtungweisenden Spiel bei Borussia Mönchengladbach und dem Champions-League-Auftakt ungewohnt ruhig.

Krise? Welche Krise? Nach zwei Bundesliga-Pleiten mit nur einem Elfmetertor ist beim Vizemeister Schalke 04 von Panik nichts zu spüren. Beim einstigen Chaosklub herrscht Ruhe, und Trainer Domenico Tedesco findet den Fehlstart sogar "irgendwie geil". Es sei eine "spannende Situation", sagte der 33-Jährige vor dem schwierigen Auswärtsspiel am Samstag (ab 17:30 Uhr live auf Sky und im Liveblog auf skysport.de) bei Borussia Mönchengladbach, "auch für mich neu".

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Tedesco: 'Nehmen Situation an, wie sie ist'

"Geil, ein paar Stellschrauben zu drehen"

Es sei "geil, da wieder ein paar Stellschrauben drehen zu können, um dann wieder die Mannschaft zu sein, die eklig ist, vor der letztes Jahr der eine oder andere Gegner Angst hatte", sagte Tedesco. Der Taktiktüftler, in der vergangenen Saison der Überflieger seiner Branche, ist als Krisenmanager gefragt - und freut sich darauf. "Es ist ein Prozess", betonte er, "da haben wir richtig Bock drauf."

Nach der ernüchternden 0:2-Heimpleite gegen Hertha BSC hatte der Schalker Coach noch ein wenig ratlos gewirkt. Sein Königstransfer Sebastian Rudy war mit einer Maßnahme aus der Fußball-Mottenkiste ausgeschaltet worden - mit Manndeckung. "Wir haben ein paar Lösungsansätze, die Mut erfordern", sagte Tedesco: "Dafür braucht es erstmal Sicherheit."

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"Einen Schritt zurück, um zwei nach vorne zu gehen"

Tedesco deutete an, zur erfolgreichen Taktik der vergangenen Saison zurückkehren zu wollen: weniger Ballbesitz, mehr Konter. In den nächsten Spielen gegen Gladbach, am Dienstag gegen den FC Porto in der Champions League und am 22. September gegen Bayern München bietet sich eine defensivere Ausrichtung an. "Manchmal muss man einen Schritt zurück gehen, um dann wieder zwei nach vorne zu machen", sagte Tedesco: "Wir versuchen, unsere Werte wieder nach oben zu schrauben: Laufleistung, gewonnene Zweikämpfe, Luftduelle."

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So schätzt Tedesco den kommenden Gegner Gladbach ein

Die Probleme, die der 33-Jährige zu Beginn seiner zweiten Bundesligasaison hat, sind vielschichtig. Die Abwehr um Routinier Naldo steht mit Neuzugang Salif Sane längst noch nicht so sicher wie in der vergangenen Spielzeit. Im Mittelfeld fehlen die Ideen und die Dynamik der abgewanderten Leon Goretzka und Max Meyer.

Probleme im Sturm

Im Angriff läuft bislang gar nichts: Zwei Elfmeter und ein Eigentor sind die dürftige Ausbeute aus den ersten drei Pflichtspielen. "Wir müssen die Jungs mehr füttern, die verhungern da vorne", klagte Tedesco.

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Tedesco erklärt: Daran hakt es im Sturm

Nicht nur Guido Burgstaller, seit seiner Verpflichtung vor eineinhalb Jahren mit 25 Treffern der Torjäger vom Dienst, hat noch nicht getroffen. Auch Neuzugang Mark Uth, in der Vorsaison mit 14 Toren zweitbester Deutscher in der Bundesliga, hängt noch in der Luft. Und Rekordeinkauf Breel Embolo, 2016 für 22,5 Millionen verpflichtet, nährt nach nur fünf Treffern in zwei Jahren immer größere Zweifel an seinen Fähigkeiten.

Eine Alternative wäre der 21-jährige Cedric Teuchert, der beim 6:0 der deutschen U21 in Irland mit einem Dreierpack glänzte. Auf Schalke durfte der Ex-Nürnberger seit seinem Wechsel im Januar nur für insgesamt 47 Minuten auf den Platz. "Wir werden nicht drumherumkommen, dass er spielen muss", meinte Tedesco, "die Frage ist nur: Wann?" (sid)

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