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Champions League: RB Leipzig trifft auf Manchester United

Sind Leipzigs "Sparfüchse" schon auf Augenhöhe mit United?

Sky Sport

28.10.2020 | 20:58 Uhr

RB Leipzig fordert Manchester United im Old Trafford heraus - die Partie ab 19:30 Uhr live in der Original Sky Konferenz auf Sky Sport 1.
Image: RB Leipzig fordert Manchester United im Old Trafford heraus - die Partie ab 19:30 Uhr live in der Original Sky Konferenz auf Sky Sport 1. © Getty

Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig will sich auch im altehrwürdigen Old Trafford bewähren. Trotz der ungleichen Historie scheinen sich die Sachsen bereits auf Augenhöhe mit dem glorreichen Manchester United zu befinden.

Viel größer können die Gegensätze kaum sein! Dennoch scheint der "Neuling" der Tradition bereits mindestens ebenbürtig zu sein. Erst vor wenigen Jahren haben die Fans von RB Leipzig noch von der Champions League geträumt - mittlerweile zählen die Sachsen zu den deutschen Stammvereinen in der Königsklasse.

Als Krönung gastieren die Männer von Trainer Julian Nagelsmann im "Theater der Träume" bei Manchester United (21.00 Uhr auf Sky Sport 1 in der Original Sky Konferenz) - ein Verein der Tradition pur ausstrahlt! Die Red Devils kicken seit 1878 gegen das runde Leder. Mit 20 nationalen Meisterschaften ist United Englands Rekordmeister - nicht die einzigen Titel in der glorreichen Geschichte des Vereins.

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RB Leipzig: Vor dem Champions-League-Duell gegen Manchester United spricht Trainer Julian Nagelsmann über die bevorstehende Begrüßung mit Trainerkollege Ole Gunnar Solskjaer von United (Videolänge: 1:00 Min.).

Nagelsmann will Solskjaer "weggrätschen"

Zu den größten Triumphen zählen zweifelsohne die drei Trophäen in der Königsklasse. An 1999 werden sich vor allem die Bayern-Fans ungern erinnern. Auch der Leipziger Coach hat noch eine "Rechnung" mit Uniteds Teammanager Ole Gunnar Solskjaer offen. "Ich werde ihn morgen erstmal weggrätschen", sagte Nagelsmann scherzhaft vor dem Aufeinandertreffen mit dem damaligen Siegtorschützen. Nagelsmann war als kleiner Junge heißsporniger Bayern-Fan.

Von solchen Erfolgen ist auf dem Briefkopf von RB Leipzig (noch) nichts zu lesen. RB spielt gerademal seine fünfte Saison in der Bundesliga - von Titeln weit und breit nichts zu sehen. Trotz des Großsponsors im Rücken und auf der Brust der Spieler, schmeißt RB nicht wahllos mit Euros umher.

Die letzten fünf Spielzeiten im Vergleich

RB Leipzig Manchester United
Saison Ausgaben in € Ligaplatz Ausgaben in € Ligaplatz
2020/21 + 23,5 1 - 68,5 15
2019/20 - 29,5 3 - 134,0 3
2018/19 + 7,0 3 - 52,0 6
2017/18 - 39,0 6 - 153,0 2
2016/17 - 78,0 2 - 138,0 6
Gesamtausgaben - 116, 0 - 545,5

In den vergangenen fünf Jahren hat Leipzig für Neuzugänge wie Naby Keita (30 Mio.), Timo Werner (14 Mio.) oder Christopher Nkunku (13 Mio.) rund 316 Millionen Euro ausgegeben. Auf der Einnahmenseite stehen für die Weiterverkäufe der Stars Timo Werner (53 Mio.) und Naby Keita (60.), sowie weiterer Abgänge rund 200 Millionen Euro zu Buche. Das Minus von knapp über 100 Millionen Euro erscheint angesichts der Resultate und Einnahmen aus der Champions League und Bundesliga durchaus als sehr gutes Investment.

RB Leipzig scheiterte 2019/20 erst im Halbfinale

Die Red Devils waren im gleichen Zeitraum nicht allzu zurückhaltend: Transferausgaben in Höhe von rund 765 Millionen Euro stehen lediglich 220 Millionen Euro an Einnahmen gegenüber - ein Minus von fast 550 Millionen Euro! Der ganz große Wurf blieb zuletzt allerdings aus. 2016/17 feierten die Red Devils ihren letzten Titel - gleichzeitig den ersten in der Europa League. Aufgrund der hohen Investitionen teuer erkauft.

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Manchester United: Vor dem Champions-League-Duell gegen RB Leipzig lobt United-Coach Ole Gunnar Solskjaer seinen Trainerkollegen Julian Nagelsmann (Videolänge: 27 Sek.).

Leipzig setzt seit Vereinsgründung auf Kontinuität und stetige Verbesserung des Kaders - aber alles ohne in absurde wirtschaftliche Spähren vorzudringen - und das mit großem Erfolg! In der Vorsaison war die Elf von Julian Nagelsmann erst im Halbfinale der Champions League zu stoppen - so lange konnten Manchesters Fans seit 2011 nicht mehr mit ihren Stars mitfiebern.

Geld schießt Tore? Nicht immer! Leipzig beweist, dass mit kontinuierlicher und akribischer Arbeit und vor allem mit dem richtigen Gespür für Neuzugänge auch "Königsklassen-Unerfahrene" traditionsreichen Vereinen den Rang ablaufen können - ob es tatsächlich schon soweit ist, kann RB Leipzig heute im "Theater der Träume" nachweisen.

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