Zum Inhalte wechseln

Tottenhams Sissoko dachte, er wäre mit Tottenham raus

Flucht in die Kabine nach City-Tor

Mathieu Knapp

25.04.2019 | 23:05 Uhr

Moussa Sissoko sorgte für ein Kuriosum.
Image: Moussa Sissoko sorgte für ein Kuriosum. © Getty

Moussa Sissoko sah das vermeintliche 5:3 für Manchester City, stand auf und stürmte in die Kabine. Allerdings hatte er eine Sache nicht mitbekommen.

Das große Drama war für Moussa Sissoko zu viel: Der Tottenham-Star stürmte nach dem vermeintlichen Treffer von Raheem Sterling in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 5:3 für Manchester City ohne Umwege in die Kabine.

Dabei war die Partie noch nicht einmal beendet. Wenige Momente später stellte sich via Videobeweis heraus, dass City Stürmer Sergio Agüero zuvor im Abseits stand.

1:57
Die letzten Sekunden zwischen Manchester City und Tottenham hatten es in sich (Video-Länge: 1:57 Min.).

Videobeweis gar nicht mehr mitbekommen

Doch der französische Nationalspieler der Spurs war so sauer, dass er die Rücknahme des Treffers schon gar nicht mehr mitbekam.

Denn zu dem Zeitpunkt war der 29-Jährige schon fluchend Richtung Kabine gestürmt. Keine Fernsehbildschirme, niemand begleitete ihn. Für ihn war in diesem Moment klar, das Halbfinale wurde doch noch verspielt.

preview image 0:26
Dortmunds Trainer Lucien Favre nach dem 4:3 von Manchester City in der Champions League gegen Tottenham Hotspur.

Mitarbeiter holt Sissoko zurück aufs Feld

Erst als ein Mitarbeiter in die Kabine kam und zu Sissoko rief: "Wir haben es geschafft!", kam die große Erleichterung. Der der defensive Mittelfeldmotor der Spurs rannte daraufhin trotz seiner Verletzung aus der ersten Hälfte zurück auf den Platz und feierte ausgelassen mit seinen Teamkollegen den spektakulären Halbfinaleinzug.

Sissoko feierte nach dem Spiel mit seinen Teamkollegen.
Image: Sissoko feierte nach dem Spiel mit seinen Teamkollegen. © Getty

Sissoko geschockt: "Ich war so entsetzt"

Der Franzose, der in dieser Saison bereits 40 mal für Tottenham aufgelaufen war, wurde in der 41. Minute verletzt ausgewechselt. Für ihn kam der spätere Torschütze Fernando Llorente ins Spiel. Nach dem nervenaufreibenden Erfolg äußerte sich der Franzose gegenüber einem Reporter von L'Equipe zu der kuriosen Situation: " Ich saß auf der Bank, als ich das Tor zum 5:3 sah. Ich war so entsetzt, dass ich mich umdrehte und direkt in die Umkleidekabine ging."

Mehr Fußball

Gründe für Peps erneutes CL-Scheitern

Gründe für Peps erneutes CL-Scheitern

Auch im dritten Anlauf mit Manchester City ist für Pep Guardiola in der Champions League wieder vorzeitig Schluss. Sky Sport geht auf Ursachenforschung.

Stadion erlebte ein Wechselbad der Gefühle

Nach dem Drama in Manchester geht es nun im Halbfinale gegen das Überraschungsteam aus Amsterdam. Ob der zentrale-defensive Mittelfeldmann gegen Ajax wieder auflaufen kann, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen.

Falls er nicht spielen kann, wird er aber ganz sicher bis zur letzten Sekunde auf der Bank sitzen bleiben.

3:16
Champions League, Viertelfinal-Rückspiel: Der Pep-Fluch hält an: Das Starensemble von Manchester City ist nach einem völlig verrückten Spiel voller Rekorde bereits im Viertelfinale an Tottenham Hotspur gescheitert.

Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

Weiterempfehlen: