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Nach der verpassten WM

Übernimmt Ancelotti Italiens Scherbenhaufen?

15.11.2017 | 00:09 Uhr

Carlo Ancelotti will eine Auszeit nehmen.
Image: Carlo Ancelotti wird in Italien bereits als Nachfolger von Gian Piero Ventura gehandelt. © DPA pa

Nach dem blamablen WM-Aus der italienischen Nationalmannschaft werden die Rufe nach Carlo Ancelotti immer lauter.

Der ehemalige Trainer von Bayern München soll nach Ansicht des ehemaligen Vize-Verbandspräsidenten Demetrio Albertini und des Ex-Coaches Arrigo Sacchi die Nachfolge von Nationaltrainer Gian Piero Ventura antreten. Die Entscheidung über Venturas Zukunft fällt am Mittwoch.

Albertini pro Ancelotti

Ancelotti sei der ideale Kandidat für den Posten, sagte Albertini am Dienstag. "Die Wahl eines Nationalcoachs ist immer schwierig, weil immer jemand unzufrieden ist. Doch der Name Ancelotti könnte auf viel Zustimmung stoßen", sagte Albertini.

"Unerträgliche Schande": Italiens WM-Aus in den Medien

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Erstmals seit 60 Jahren verpasst der viermalige Weltmeister Italien die Endrunde einer Weltmeisterschaft. Nach dem tragischen Playoff-Aus gegen Schweden herrscht in den italienischen Medien Untergangsstimmung.

Auch Sacchi sprach sich für den Ende September bei Bayern München entlassenen Trainer aus. "Ancelotti ist ein großartiger Coach. Wollen wir ihm helfen, die Nationalelf zu übernehmen, müssen wir diese Niederlage genau prüfen. Sie kommt nach zwei für Italien verheerenden Weltmeisterschaften", sagte Sacchi, der die Squadra Azzurra von 1991 bis 1996 trainiert hatte.

Maradona bestürzt

Die argentinische Fußball-Legende Diego Armando Maradona sprach derweil von einem "traurigen Tag" für Italien und den gesamten Fußball. "Es tut mir leid, dass Italien nicht an der WM in Russland teilnimmt. Die Italiener geben der Weltmeisterschaft immer Farbe", sagte der Ex-Star von Tabellenführer SSC Neapel.

Die Pleite der Azzurri beschäftigte am Dienstag sogar die Politik in Rom. "Es gibt zu viele ausländische Spieler in den Klubs, von den Jugendvereinen bis zur Serie A. Das ist das Resultat", sagte der Chef der Oppositionspartei Lega Nord, Matteo Salvini.

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