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VfB Stuttgart: Strafanzeige gegen VfB-Präsidium: So geht es jetzt weiter

Strafanzeige gegen VfB-Präsidium: So geht es jetzt weiter

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VfB Stuttgart: Strafanzeige gegen Mitglieder des Präsidiums.

Der VfB Stuttgart kommt nicht zur Ruhe.

Zwei Tage vor dem Restart der Bundesliga wurde bekannt, dass bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige gegen Mitglieder des VfB-Präsidiums gestellt wurde. Die Stuttgarter Zeitung hatte zuerst darüber berichtet, Sky kann die Informationen bestätigen. Der in der Strafanzeige geäußerte Vorwurf: Veruntreuung von Vereinsgeldern.

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Worum geht es?

Offenbar dreht sich der Inhalt der Strafanzeige um die Doppelanstellung von Marc Nicolai Schlecht. Er ist Vereinsbeirat beim VfB und war gleichzeitig bezahlter Mannschaftsarzt der ersten Frauenmannschaft, die Teil der ausgegliederten AG ist.

Gremienmitgliedern des e.V. ist es laut VfB-Satzung aber verboten, gleichzeitig eine Funktion für die AG auszuüben. Somit könnte Schlecht für seine Arzttätigkeit in der AG unrechtmäßigerweise aus Vereinsvermögen bezahlt worden sein. Über die Frage, ob dieser Vorgang satzungskonform war, gab es in den VfB-Gremien bereits in den letzten Wochen Streit.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Strafanzeige befindet sich aktuell noch im Stadium der Vorprüfung. Das bedeutet, die Behörde untersucht, ob überhaupt ein Anfangsverdacht vorliegt, um Ermittlungen aufzunehmen. Das passiert bereits seit Eingang der Anzeige im Dezember letzten Jahres. Eine Entscheidung, ob Ermittlungen aufgenommen werden, fällt aber nicht in den nächsten Tagen, sondern wird noch einige Wochen dauern.

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Wie reagiert der VfB darauf?

Der VfB Stuttgart ist über den genauen Inhalt der Strafanzeige noch nicht informiert. Die Staatsanwaltschaft ist auch noch nicht auf den Klub zugekommen. Das VfB-Präsidium sagt in einer Stellungnahme: "Zu einer Strafanzeige, die wir inhaltlich nicht kennen, können wir uns nachvollziehbarerweise nicht äußern. Sollte es dabei jedoch, wie in den Medien vermutet wird, um den Vorwurf gehen, das Präsidium habe zum Schaden des e.V. Leistungen von Marc Nicolai Schlecht als Mannschaftsarzt durch den e.V. bezahlt, obwohl er eigentlich für die AG tätig gewesen sei, dann weisen wir diesen Vorwurf vollumfänglich zurück."

Nach Ansicht der VfB-Justiziare wäre die Anzeige in diesem Fall wohl haltlos, da der Vorgang und die korrekte Verrechnung der Gelder intern bereits geprüft werde.

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Was bedeutet das für Präsident Claus Vogt?

Claus Vogt hat sich in seinen gut drei Jahren als VfB-Präsident nicht nur Freunde gemacht. Unter anderem lieferte er sich einen offenen Machtkampf mit Thomas Hitzlsperger. Außerdem war Vogt Antreiber bei der Aufklärung der Datenaffäre.

In Zuge dessen wurden einige hochrangige Gremienmitglieder des VfB abberufen oder traten von selbst zurück. Insgesamt haben im Präsidium, Aufsichtsrat und Vereinsbeirat 17 von 20 Personen ihren Posten auf die ein oder andere Weise verlassen. Auch der gesamte AG-Vorstand ist neu besetzt. Die Vorwürfe gegen Claus Vogt klingen dabei immer ähnlich und richten sich gegen seinen Führungsstil und Arbeitsweise. Beispiele:

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Wie wir hören, soll die Mehrheit der aktuellen Gremienmitglieder pro Vogt eingestellt sein und gut mit ihm zusammenarbeiten. Klar ist aber auch: Mit seinem Ziel, den VfB zu einen und Grabenkämpfe zu überwinden ist Claus Vogt gescheitert. Als Präsident ist Vogt noch bis 2025 im Amt.

Ob er selbst aufgrund der Vielzahl der Vorwürfe in den letzten Jahren an einen Rücktritt denkt, ist nicht bekannt. Zurzeit will sich der Präsident nicht zu den Vorwürfen äußern.

Mehr zum Autor Dennis Bayer

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