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VfL Bochum verurteilt rassistische Beleidigung gegen Osei-Tutu

Gegner bestreitet Anschuldigung

Sport-Informations-Dienst (SID)

15.07.2019 | 15:31 Uhr

Jordi Osei-Tutu wurde im Testspiel gegen den FC St. Gallen offenbar rassistisch beleidigt.
Image: Jordi Osei-Tutu wurde im Testspiel gegen den FC St. Gallen offenbar rassistisch beleidigt. © Imago

Der VfL Bochum hat im Zusammenhang mit einem Vorfall im Testpiel beim Schweizer Erstligisten FC St. Gallen (0:3) jegliche Form von Rassismus vehement verurteilt.

Während der Begegnung war Neuzugang Jordi Osei-Tutu kurz vor der Pause von einem Gegenspieler nach Bochumer Angaben "auf inakzeptable Art rassistisch beleidigt" worden.

Osei-Tutu ist "sehr enttäuscht"

Bochum, Osei-Tutu und sein Stammverein FC Arsenal seien in enger Abstimmung, um diesen Vorfall aufzuarbeiten. Beide Klubs, sowohl der VfL als auch der FC Arsenal, stünden zu Jordi Osei-Tutu und würden ihm die volle Unterstützung zusichern, teilte der VfL am Mittwoch mit: "Wir tolerieren keine Form von Diskriminierung. Rassismus hat in unserem Spiel keinen Platz."

Jordi Osei-Tutu selbst sagte: "Ich bin sehr enttäuscht, dass ich gestern Abend im Spiel rassistisch beleidigt worden bin. Niemand sollte jemals diskriminiert werden, und es ist wirklich schwer nachvollziehbar, wie sich ein Profi-Fußballkollege auf diese Weise respektlos verhalten kann. Arsenal und der VfL Bochum haben mich großartig unterstützt und ich hoffe, dass wir letztlich demonstrieren können, dass Rassismus im Fußball keinen Platz hat."

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St. Gallen äußert sich

Der 20 Jahre alte Abwehrspieler hatte sich nach dem Vorfall auf den Rasen gesetzt, sich beim Schiedsrichter beschwert und dann augenscheinlich unter Tränen den Platz verlassen. Seine Mitspieler sowie Trainer Robin Dutt überzeugten Osei-Tutu, trotz dieses Zwischenfalls weiterzuspielen. "Jordi, wir stehen hinter dir", schrieb der VfL.

Auch der FC St. Gallen hat sich zu den Vorwürfen geäußert: "Der FC St.Gallen 1879 stellt klar, dass er jede Form von Rassismus und Diskriminierung aufs Schärfste verurteilt. Entsprechende Verfehlungen würden ohne jeden Toleranzspielraum sanktioniert", so der Verein auf Facebook.

Und weiter: "Der betroffene Spieler hat in einem klärenden Gespräch mit den Verantwortlichen glaubhaft versichert, sich auch gestern im Spiel gegen den VfL Bochum an diesen Vereinsgrundsatz gehalten zu haben."

Sport-Informations-Dienst (SID)

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