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Watzke: Europacup-Reform "kommt so oder so"

Deutsche Teams positionieren sich

Sport-Informations-Dienst (SID)

21.05.2019 | 14:08 Uhr

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bleibt im Saisonfinale ruhig.
Image: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke will in der Diskussion um die Super League einen Kompromiss mit den anderen Ligen finden. © Getty

Die Diskussion um die Gründung einer Super League ist in vollem Gange. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke versucht die Position der Bundesliga in der Debatte zu stärken und möchte mit den anderen Ligen Kompromisse finden.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund sieht in der Diskussion über eine Europacup-Reform einen "Clash der Kulturen". Alle amerikanisch oder angelsächsisch geprägten Vereine "verstehen gar nicht das Gefühl, das wir haben: dass eine geschlossene Gesellschaft nicht anzustreben ist. Die sagen dann immer: Aber das gibt doch Planungssicherheit!", sagte Watzke am Dienstag im Signal-Iduna-Park.

Die 36 Vereine der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatten ein von der Europäischen Klub-Vereinigung (ECA) vorgestelltes Konzept einstimmig abgelehnt. "Die Liga hat sich klar positioniert. Auch Bayern und wir sagen ganz klar: Wir müssen die Position der Bundesliga stärken. Aber Deutschland ist nicht der Nabel der Welt", betonte Watzke.

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Watzke: "Reform kommt so oder so"

Daher sehe er Kompromisse als alternativlos an. "Die Reform kommt so oder so, und wir wollen möglichst viel von dem reinpacken, was dem deutschen Gefühl entspricht", sagte Watzke: "Es braucht aber niemand zu glauben, dass die sich zu 90 Prozent auf unsere Ideen einlassen. Da sagen die am Ende: Macht doch euren Scheiß alleine, wir machen unsere Liga ohne euch." Sollte sich die Bundesliga verschließen, "ist der deutsche Fußball tot. Wenn Du an dem ganzen Kreislauf nicht mehr teilnimmst, kannst du dich nicht mehr entwickeln."

Es müsse mehr Qualifikationsmöglichkeiten über die nationalen Ligen geben als geplant, aber: "Eine Qualifikation nur über die Ligen wird es nicht mehr geben. Das wird ein Mix." Am Mittwoch sollen sich die Vertreter der führenden deutschen Vereine in München treffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

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ECA geht auf Konfrontationskurs

In der Debatte um die geplante Reform des Fußball-Europapokals geht die Führung der europäischen Klubvereinigung ECA indes weiter auf Konfrontationskurs mit den nationalen Ligen und damit einiger ihrer Mitglieder. Nach einer Vorstands-Sitzung in St. Petersburg verteidigte die ECA-Spitze in einem Statement die Reform-Pläne der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Zuletzt hatten sich unter anderem die Klubs der Bundesliga einstimmig gegen ebendiese ausgesprochen. Die ECA will bei ihrer Generalversammlung am 6./7. Juni auf Malta einen weiteren Austausch zu dem Thema anregen.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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