Wechselt Aubameyang? Pro und Contra
22.07.2017 | 22:03 Uhr
Die Wechselgerüchte um Pierre-Emerick Aubameyang nehmen trotz eines Dementis von Sportdirektor Michael Zorc kein Ende. "Wir planen mit ihm und wir sehen das Transferfenster für ihn als geschlossen an, und dann bleibt er auch", so Zorc. Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betont, dass der Gabuner zunächst in Dortmund bleiben muss.
Am Freitagabend vermeldete die Bild, dass der Torschützenkönig den Pokalsieger zwar nicht zu Saisonbeginn, allerdings im Januar für rund 70 Millionen Richtung China verlassen könne - der Deal sei fix. Umgehend kam aber das Dementi von Seiten der Dortmunder.
Pressesprecher Sascha Fligge erklärte: "Wir haben keinen Kontakt zu einem Klub bzgl. eines Wechsels von Aubameyang. Und folgerichtig wurde auch mit keinem Klub über einen Wechsel im Winter gesprochen."
Sky Sport News HD schaut auf das pro und contra eines möglichen Wechsels ins Reich der Mitte.
Was für einen Wechsel spricht:
Das Geld: Rund 20 Millionen netto soll Aubameyang in Tianjin verdienen. Bei solchen Gehältern kann in Deutschland nicht mal der FC Bayern München mithalten. Dass Aubameyang in Europa für eine Ablösesumme um die 70 Millionen wechselt, erscheint nach den Absagen von Milan und Paris St. Germain ebenfalls fraglich. Das Angebot könnte daher in der Winterpause für die Borussen wieder interessant werden, denn diese Transferperiode ist im Reich der Mitte die wichtigere Transfer-Phase.
Der neue BVB-Coach: Der Stil des neuen BVB-Trainers ist eher laufintensiv und von intensivem Pressing geprägt. Bereits in Amsterdam bevorzugte Peter Bosz bullige Stürmertypen wie Kasper Dolberg. Spielaufbau und aggressives Anlaufen des Gegners zählen jedoch nicht zu Aubameyangs Stärken, dessen Qualitäten eher in seiner Schnellligkeit und seinem Torabschluss liegen. Als Ersatz könnte Arsenals Olivier Giroud bereit stehen. Der Franzose ist unter Arsene Wenger auf das Abstellgleis geraten.
Was gegen einen Wechsel spricht
Die sportliche Herausforderung: Nach 56 Toren in den letzten zwei Spielzeiten und dem Titel als Bundesliga-Torschützenkönig wäre ein Neuanfang in der chinesischen Liga für Aubameyang sicher ein sportlicher Rückschritt. In Abwesenheit des oft verletzten Marco Reus würde beim deutschen Pokalsieger auch ein Stürmer des Prädikats „internationale Klasse" sicherlich schmerzlich vermisst werden. Im derzeit überhitzten Transfermarkt wäre es für den BVB zudem eine große Herausforderung. einen adäquaten Ersatz für seinen Top-Goalgetter zu finden.
Die Familie: Aubameyang gilt als sehr familiärer Mensch, dessen sportliche Leistung auch stark von seinem persönlichen Umfeld beinflusst wird. Oft geniest er in seiner Freizeit Kurztrips zu seiner Familie nach Mailand. Solche familiären Zusammenkünfte würden aufgrund der geographischen Entfernung deutlich schwieriger.