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Werder News: Bremen steht nach Stolper-Start vor schwierigen Wochen

Werder stolpert zum Auftakt & steht vor schwierigen Wochen

Max Georg Brand

29.07.2021 | 12:54 Uhr

Mit dem 1:1 gegen Hannover 96 war der SV Werder Bremen am Samstagabend im ersten Topspiel der 2. Bundesliga noch gut bedient. Ein Dämpfer für ambitionierte Bremer, denen harte Wochen bevorstehen.

Es hat nicht viel gefehlt und der grün-weiße Saisonauftakt wäre gründlich in der Weser versenkt worden. Die Bremer können sich nach dem 1:1 gegen Hannover 96 bei Marvin Ducksch bedanken, dass sie mit einem blauen Auge davongekommen sind. Der 96-Stürmer hatte neben seinem sehenswerten Ausgleichstor durchaus die Möglichkeiten dazu, Hannover auf die Siegerstraße zu befördern, doch er scheiterte jeweils knapp.

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Dabei waren die Bremer als Favorit in das Nordduell gestartet. Auch weil Werder noch das wohl namhafteste Zweitligateam stellt. Die Betonung liegt auf dem "noch", denn niemand weiß so recht, wie der Kader am Ende der Transferphase aussehen wird. Es ist bekannt, dass Bremen dringend Spieler abgeben muss, um sich finanziellen Spielraum zu schaffen.

Unklare Kadersituation beeinflusst Spieler

Schwierig also für den neuen Werder-Coach Markus Anfang, der durch die ungewisse Zukunft vieler Werder-Spieler noch längst nicht weiß, auf wen er nach Transferschluss noch zählen kann oder wer schon längst weg ist. Das gehe auch an den Spielern nicht spurlos vorbei und beeinflusse die Leistung, weiß Sky Reporter Marcus Jürgensen.

"Da gilt es für Frank Baumann und Markus Anfang schnell Klarheit reinzubekommen", so der Sky Reporter, "sonst könnte sich Werder nach dem Deadline Day in Tabellenregionen wiederfinden, in denen sie garantiert nicht sein wollen." Bremen ist bemüht, die Ambitionen gering zu halten. Laut Anfang stehe der Wiederaufbau vor dem Wiederaufstieg. Das betonte der Werder-Coach zuletzt immer wieder.

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Analyse der Kadersituation bei Werder Bremen. (Videolänge: 55 Sekunden)

Die Werder-Fans sind aber weniger geduldig und waren vom Auftritt ihrer Mannschaft enttäuscht. Das 1:1 trotz einiger Bundesliga-Stars im Team, stimmte sie bedenklich. Pfiffe begleiteten die Spieler nach dem Schlusspfiff vom Feld. Damit war auch gleich klar, was die rund 14.000 Zuschauer von ihren Spielern erwarteten und mit einem Remis gegen Hannover waren diese Erwartungen definitiv nicht erfüllt.

Anfang: "Wissen alle, wie schwer die zweite Liga ist"

Trainer Markus Anfang möchte davon aber nichts wissen: "Das ist zweite Liga. So ist die zweite Liga. Daran müssen wir uns leider gewöhnen", sagte der neue Coach der Bremer. "Wir wissen alle, wie schwer diese zweite Liga ist. Da kann jeder jeden Gegner schlagen. Letzte Saison sind Mannschaften aufgestiegen, die niemand auf dem Zettel hatte."

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Trotzdem ärgerte er sich über das Kontergegentor: "Wir hätten viele Szenen besser zu Ende spielen können", sagte Anfang bei Sky. "Dann haben wir ein Kontertor bekommen, das darf zu Hause bei Führung überhaupt nicht passieren." Damit mag Anfang recht haben, wie bereits erwähnt war es jedoch nicht die einzige Anfälligkeit der Bremer Hintermannschaft.

Offensiv-Experte Anfang muss Werder-Angriff beleben

Hinzu kommt, dass vorne noch die Power fehlt. Dass Werders Führungstor ein Eigentor von Hannovers Simon Falette war, passte zum Bremer Abend. Stürmerstar Niclas Füllkrug gab keinen einzigen Torschuss ab. Auffälligste Offensivkraft war Yuya Osako, der jedoch in Diensten Werders nie richtig durch Effizienz auffiel. "Wir sind zu wenig in den Strafraum gekommen, haben zu wenig Abschlüsse gezogen. Nach vorne haben wir viele Lösungsmöglichkeiten nicht zu Ende gespielt", resümierte Anfang nach der Partie.

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Bundesliga-Absteiger Werder Bremen kam in der 2. Bundesliga im Nordderby gegen Hannover 96 nicht über ein 1:1 hinaus. (Videolänge: 3:23 Minuten)

Hier muss der Ex-Trainer vom 1. FC Köln, Holstein Kiel und dem SV Darmstadt nachschärfen. Dass er weiß, wie man Mannschaften offensiv einstellt, hat er in der Vergangenheit bewiesen. Mit Marvin Ducksch, Simon Terodde und Serdar Dursun stellten seine Mannschaften in der Vergangenheit immer wieder Zweitliga-Torschützenkönige.

Duell mit Düsseldorf erstes Schlüsselspiel

Für den gebürtigen Kölner gibt es also bis zum Top-Spiel in der nächsten Woche gegen Fortuna Düsseldorf (live ab 20.30 Uhr auf Sky Sport Bundesliga und auch in HD und UHD) viel zu tüfteln. Dort wolle man unbedingt die drei Punkte holen. Einfach wird es gegen den Vorjahresfünften nicht. Auch die Fortuna hat den Anspruch oben mitzuspielen.

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Gelingt auch gegen Düsseldorf kein überzeugender Auftritt samt Zählbarem, dann findet sich der Aufstiegsaspirant schon früh in einem Dilemma wieder. Denn zumindest vom Papier her wird Werder die Qualität des Kaders mit den kommenden Wochen nicht erhöhen können.

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