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Gastgeber Russland ist krasser Außenseiter

WM 2018: Die wichtigsten Infos zum Auftakt

Sky Sport

14.06.2018 | 13:29 Uhr

Robbie Williams, die Sopranistin Aida Garifullina und Brasilien-Legende Ronaldo treten bei der WM-Eröffnungsfeier in Moskau auf.
Image: Robbie Williams, die Sopranistin Aida Garifullina und Brasilien-Legende Ronaldo treten bei der WM-Eröffnungsfeier in Moskau auf. © Sky

Nur noch unverbesserliche Optimisten glauben vor dem Auftakt der WM an eine sportliche Überraschung der Gastgeber. Wladimir Putin gehört nicht dazu. Russlands Präsident darf sich aber auf Superstars wie Messi, Ronaldo - und Robbie Williams freuen. Sky fasst das Wichtigste zum WM-Start zusammen.

Wie ist die Stimmung in Russland?

Weit von Euphorie entfernt. Es muss Putin in seiner russischen Seele wehtun, wenn er nach den Aussichten des Gastgebers gefragt wird. Mit kleinen Brötchen hat sich der Staatschef des Riesenreiches noch nie zufriedengegeben, große Erwartungen kann die Sbornaja jedoch kaum erfüllen.

"Ich muss leider zugeben, dass unsere Mannschaft zuletzt keine guten Ergebnisse erzielt hat. Aber wir - alle Fans und Liebhaber des russischen Fußballs - erwarten einfach, dass das Team mit Würde spielt, modernen und interessanten Fußball zeigt und bis zum Ende kämpft."

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Wie ist die Ausgangslage für die Gastgeber?

Tatsächlich ist die Ausgangslage vor dem Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien (Do., 17.00 Uhr LIVE auf Sky) denkbar schlecht. Seit sieben Spielen wartet Russland auf einen Sieg, ins Turnier startet die Mannschaft als 70. der Weltrangliste - keines der restlichen 31 Teams ist schlechter platziert.

In der Gruppenphase trifft die Sbornaja nach dem Spiel gegen die Saudis noch in St. Petersburg auf Ägypten (19. Juni) und in Samara auf Uruguay (25. Juni). In der WM-Geschichte ist bislang nur Südafrika 2010 als Gastgeber in der Vorrunde ausgeschieden.

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Was sagen Spieler und Trainer?

Stürmer Artem Dschiuba appellierte am Mittwoch emotional an die Journalisten: "Ich bitte Euch, positiv zu sein. Das Turnier hat noch nicht begonnen, und ihr seid schon aggressiv. Für uns ist es die wichtigste Zeit unserer Karriere und unseres Lebens. Wir brauchen die Unterstützung des ganzen Landes." Mittelfeldspieler Alexander Samedow stellte klar: "Artem hat für das ganze Team gesprochen. Wir würden uns alle über mehr Unterstützung freuen."

Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow sieht die kritische Stimmung gelassener. "Ich lese nicht viel", sagte der frühere Bundesligatorwart, "wir können die Meinung der Menschen eh nicht beeinflussen."

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Wie tritt bei der Eröffnungsfeier auf?

Die Eröffnungsfeier findet eine halbe Stunde vor dem Anpfiff im Moskauer Luschniki-Stadion statt.

Robbie Williams wird gemeinsam mit der russischen Sopranistin Aida Garifullina auftreten. "Ich bin so glücklich und aufgeregt. Die WM vor 80.000 Fans im Stadion und vielen Millionen auf der ganzen Welt zu eröffnen, ist ein Kindheitstraum", sagte Williams.

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Auch Brasiliens Fußballgröße Ronaldo ist Teil der Show."Niemand weiß, was in den kommenden vier Wochen passieren wird, aber alle sind sicher, dass es in Erinnerung bleiben wird", sagte der Weltmeister von 1994 und 2002.

Wie gigantisch ist die WM?

Es ist die bisher teuerste WM aller Zeiten: Etwa elf Milliarden Euro haben die Organisation und die Infrastruktur gekostet. Über fünf Milliarden Euro soll in die zwölf Stadien investiert worden sein - davon jeweils knapp eine Milliarde in das Luschniki-Stadion und die Arena in St. Petersburg.

Auch die Entfernungen zwischen den Spielorten sind enorm: Von der russischen Enklave Kaliningrad im Westen bis Jekaterinenburg im Ural sind es mehr als 3000 Kilometer.

Wer sind die WM-Favoriten?

Titelverteidiger Deutschland und Rekordweltmeister Brasilien sind die Top-Favoriten. Spanien, Frankreich und Argentinien können sich ebenfalls Chancen ausrechnen. Die Expertenmeinungen decken sich in etwa mit den Wettquoten.

Glaubt man den Statistikern der Universität Innsbruck, landet Brasilien am Ende vorn und sichert sich zum sechsten Mal die WM-Trophähe.

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Nach einer Kombination von Wettquoten und einer Simulation des Turniers - eine Million Mal wurden alle 64 Spiele durchgespielt - landete der Rekordweltmeister bei einer Titel-Wahrscheinlichkeit von 16,6 Prozent. Dahinter folgen Deutschland (15,8 Prozent) und Spanien (12,5 Prozent) - allerdings vor dem Trainer-Beben der Spanier ermittelt.

Russlands Chancen liegen übrigens bei 2,1 Prozent.

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