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WM 2022 Katar: Italien hofft auf WM-Ticket durch die Hintertür

WM-Ticket durch die Hintertür? Darum hofft Italien

Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini sitzt nach dem WM-Aus enttäuscht auf der Ersatzbank.
Image: Hoffnung auf die Hintertür: Darf Italien doch noch zur WM fahren?  © Imago

Die italienische Nationalmannschaft hat die Weltmeisterschaft 2022 in Katar auf dem sportlichen Weg sensationell verpasst. Dennoch glaubt ein Funktionär der Azzurri, dass das Turnier doch noch über den Grünen Tisch erreicht werden kann.

0:1-Pleite im Playoff-Halbfinale gegen Nordmazedonien - die WM-Träume des amtierenden Europameisters waren dahin. Eigentlich. Funktionär Franco Chimenti hat seinem Land nun doch noch einmal Hoffnung gemacht.

Das ehemalige Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees von Italien und Chef des italienischen Golf-Verbandes ist optimistisch, dass Italien über den Grünen Tisch nach Katar fahren könnte.

Eine realistische Chance für Italien?

"Es gibt immer noch eine Chance, Italien bei der Weltmeisterschaft zu sehen, und sie ist viel konkreter, als die Leute glauben", sagte er gegenüber GR Parlamento. Hintergrund sei ein Fauxpas, der Ecuador in der Qualifikation unterlaufen ist: "Ecuador hat bei den Qualifikationsspielen einen Spieler eingesetzt, der nicht auf dem Spielfeld sein durfte. Dies könnte nun bestraft werden."

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Laut chilenischen Medienberichten sind die Dokumente des ecuadorianischen Nationalspielers Byron Castillo gefälscht worden. Neben einem falschen Geburtsort soll auch ein falsches Alter angegeben worden sein. Castillo soll eigentlich in Kolumbien zur Welt gekommen sein, außerdem sei er eigentlich drei Jahre älter als angegeben. Die FIFA möchte den Vorfall nun prüfen.

Mehrere Szenarien

Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könnte Ecuador die Punkte aus den Spielen mit Castillo verlieren. Das berichtet die italienische La Repubblica. In dem Fall würde Chile nachrücken und statt Ecuador zur WM fahren. Alternativ könnte Ecuador gänzlich ausgeschlossen und der Startplatz an Italien weitergegeben werden. "Die FIFA-Statuten besagen, dass das Land mit der höchsten Position in der FIFA-Rangliste nachrücken muss", betonte Chimenti. Das seien aktuell die Azzurri.

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FIFA-Boss Gianni Infantino scheint von der Idee allerdings nicht sonderlich viel zu halten: "Bleiben Sie doch bitte ernst", sagte er gegenüber Journalisten in Florenz. So oder so: Es droht wohl ein noch größerer Rechtsstreit. Dass Italien aber am Ende doch noch zur WM fährt, ist und bleibt unwahrscheinlich.

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