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Hamburger SV - Bor. Mönchengladbach

Bundesliga

Hamburger SV 2

  • A Hunt 11' (11m)
  • L Holtby 63'
  • B Wood  71'

Bor. Mönchengladbach 1

  • J Drmic 28'

Dino muss erstmals in Liga zwei

HSV steigt trotz Sieg gegen Gladbach ab - das Wunder bleibt aus

13.05.2018 | 00:00 Uhr

Hamburg trägt Trauer, die Bundesliga hat keinen Dino mehr. Nach 54 Jahren und 261 Tagen hat es auch das letzte der 16 Gründungsmitglieder erwischt - der HSV ist erstmals abgestiegen.

Trotz eines 2:1 (1:1)-Heimsiegs gegen Borussia Mönchengladbach starb für das Team von Trainer Christian Titz am letzten Spieltag das letzte bisschen Resthoffnung auf den Rettungsanker Relegation. Die Aufholjagd der vergangenen Wochen war nicht von Erfolg gekrönt, die erhoffte Schützenhilfe des 1. FC Köln blieb in Wolfsburg aus. Der HSV ist nach 1866 Bundesliga-Spielen tatsächlich nur noch zweitklassig.

Die Hamburger Fans rasten nach dem drohenden Abstieg völlig aus.
Image: Die Hamburger Fans rasten nach dem drohenden Abstieg völlig aus. © Sky

Randale kurz vor Schluss

Aaron Hunt traf per Handelfmeter nach Videobeweis für die Hamburger (11.). Josip Drmic erzielte den schmeichelhaften Ausgleich (28.), ehe Lewis Holtby im zweiten Durchgang zum hoch verdienten 2:1 für starke Hanseaten traf (63.). Bobby Wood sah in der 71. Minute Gelb-Rot. In der Nachspielzeit randalierten HSV-Fans auf der Nordtribüne, die in schwarzen Rauch gehüllt war. Das Spiel wurde für etwa 15 Minuten unterbrochen.

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Titz: Toll was die Mannschaft in den letzten acht Wochen geleistet hat

Der Abstieg ist der krachende Schlussakkord eines jahrelangen HSV-Dramas. Trotz Millionenausgaben krebsen die Hamburger seit fünf Jahren im Tabellenkeller der Bundesliga herum, zwei Mal schafften sie die Last-Minute-Rettung in der Relegation. Vom Glanz der 80er-Jahre, als der HSV mit Größen wie Horst Hrubesch, Manfred Kaltz oder Felix Magath Titel in Serie gewann und als Schwergewicht in Europa galt, ist nichts geblieben. Dabei spielten die Rothosen noch in den 2000er-Jahren als Dauergast auf internationalem Parkett.

HSV-Bus frenetisch empfangen

Am Samstag mobilisierte Hamburg noch einmal alles. Allein der Empfang der HSV-Profis vor dem Schicksalsspiel hatte es in sich und zeigte das erstklassige Umfeld des sechsmaligen deutschen Meisters: Mehrere Tausend Fans standen ihrer Mannschaft Spalier, als der Teambus am Volksparkstadion ankam. "Niemals zweite Liga", sangen die Anhänger und feierten ihr Team überschwänglich. Bereits zum Training am Himmelfahrtstag waren 2000 Fans gepilgert.

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Das ist Gänsehaut! HSV-Fans pushen Team nach vorne

Die Euphorie übertrug sich auf das Hamburger Spiel. 49 Sekunden waren gespielt, als Filip Kostic den ersten Torschuss abgab. Keine zehn Minuten später bebte der Volkspark: Nach einem Handspiel von Denis Zakaria hielt Schiedsrichter Felix Brych kurz Rücksprache mit dem Video-Assistenten in Köln und entschied auf Strafstoß.

Der HSV spielte vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena weiter munter nach vorne, entblößte dabei jedoch ein ums andere Mal seine Defensive. Dies nutzte der Ex-Hamburger Drmic eiskalt. Nach einem Ballgewinn tief in der eigenen Hälfte spurtete der Schweizer mit dem Ball am Fuß über den halben Platz, spielte Doppelpass mit Christoph Kramer, ließ Hunt aussteigen und schloss aus elf Metern trocken mit rechts ab.

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Hunt: 'Perspektive kann nur der direkte Wiederaufstieg sein'

Holtby-Treffer hilft nicht

In der Folge verpassten die Norddeutschen zwei Mal die erneute Führung. Erst blieb Hunt mit einer Direktabnahme hängen (38.), zwei Minuten später verfehlte Angreifer Wood aus aussichtsreicher Position im Strafraum kläglich. Er schoss aus elf Metern vier Meter vorbei.

Nun hat es den Dino erwischt. Der Hamburger SV steigt erstmals in die 2. Bundesliga ab.
Image: Nun hat es den Dino erwischt. Der Hamburger SV steigt erstmals in die 2. Bundesliga ab. © Getty

Nach der Pause drängte der HSV nun mit aller Macht auf den Treffer. Tatsuya Ito (48.), Matti Steinmann (56.) und Kostic (58.) scheiterten aus besten Positionen am überragenden Gäste-Keeper Yann Sommer, ehe Holtby zum längst überfälligen 2:1 traf.

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