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Alexander Zverev: Formtäler gehören bei Top-Talenten dazu

Zverev feiert 22. Geburtstag

Paul Häuser

23.04.2019 | 18:15 Uhr

Alexander Zverev unterliegt Jaume Munar in drei Sätzen.
Image: Alexander Zverev konnte die Erwartungen beim ATP-Masters von Monte Carlo nicht erfüllen © Getty

Für Alexander Zverev war beim ATP-Masters von Monte Carlo schon im Achtelfinale Endstation. Sky Kommentator Paul Häuser analysiert, woran es momentan beim 22-Jährigen hakt.

Er wollte unbedingt an seinem 22. Geburtstag noch bei seinem Heimat-Turnier in Monte Carlo mit von der Partie sein. Das Halbfinale war das Minimalziel von Alexander Zverev im Fürstentum. Doch zwei Tage vor seinem Ehrentag war bereits Endstation für die deutsche Nummer Eins. Gegen den Italiener Fabio Fognini verlor Zverev glatt in zwei Sätzen mit 6:7 und 1:6.

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Alexander Zverev scheidet im Achtelfinale aus

Im zweiten Durchgang ging Zverev unter. Zu viele vermeidbare Fehler, zu passiv in seiner Spielanlage, dazu ein glänzend aufgelegter Fognini.

Schadenfreude in den Sozialen Netzwerken

Zverev haderte mit dem Wind und dem eigenen schwachen Spiel in einer Tour. Sein Vater Alexander Senior musste sich einiges anhören, es wurde wild auf russisch geflucht und dann flog natürlich auch noch der Schläger. Es half alles nichts.

Auch die einfachsten Passierbälle vergeigte Zverev. Nach einem ausgeglichenen ersten Satz verabschiedete sich die Nummer drei der Welt ohne große Gegenwehr beim dritten Masters-Turnier der Saison.

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Zverev ausgeschieden: ''Ich habe sehr schlecht gespielt''

In den sozialen Netzwerken wird die kleine Krise des jungen Ausnahmekönners auch immer wieder mit viel Schadenfreude aufgenommen. Der Deutsche polarisiert mit seiner Art nach wie vor enorm und ist auch noch weit davon entfernt, eine breite Fanbasis in Tennis-Deutschland hinter sich zu bringen.

Zverev von Grippe geplagt

Zverev braucht nun nach einer heftigen Grippe in Indian Wells noch etwas Zeit und einige Matches, um sein Toplevel wieder zu erreichen. Nach dem Turnier in Acapulco, bei dem er es ins Finale schaffte, wurde Zverev zehn Tage lang von Fieber niedergestreckt.

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Alexander Zverev erklärt, warum es aktuell nicht läuft

Die Pleiten gegen Jan-Lennard Struff in Indian Wells und David Ferrer in Miami waren die logische Folge, zu geschwächt war der gebürtige Hamburger. Doch nun sollte die Saison 2019 für Alexander Zverev so richtig in Fahrt kommen. Letztes Jahr brillierte er auf der roten Asche. Halbfinale Monte Carlo, Sieg in München, Sieg in Madrid, Finale in Rom, Viertelfinale bei den French Open.

Konkurrenz sitzt Zverev im Nacken

Zverev hat so viele Punkte zu verteidigen in den kommenden Wochen, dazu liegt der Deutsche im Race to London nur auf Platz 19 bislang. Viel zu wenig für die hohen Ansprüche des letztjährigen World Tour Finals Champion.

Die Qualifikation für das Final-Turnier in London ist für Zverev besonders wichtig, dort will er seinen Titel verteidigen. Andere junge Wilde wie Daniil Medvedev oder Stefanos Tsitsipas drängen nach oben, die Konkurrenz ist gewaltig, das Herrentennis erlebt derzeit eine enorm spannende Zeit.

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Alexander Zverev gewinnt das Final der ATP-Finals in London gegen Novak Djokovic (Video: 02:24).

Zverev hat sich selbst immer als den Anführer der Next Gen gesehen, nun muss er seine exponierte Stellung als Topstar der Szene und Kandidat für die Spitze nach Djokovic, Federer und Nadal verteidigen. Die Gefahr für einen ähnlichen Absturz wie bei Grigor Dimitrov, dem World Tour Finals Sieger von 2017, scheint nicht sehr groß. Davor schützt ihn sein enormes Talent, sein gewaltiger Ehrgeiz und sein hochprofessionelles Umfeld.

Enormes Star-Potential

Zverev und sein Team haben erkannt, dass er noch weit weg ist von der starken Form aus der Sandplatzsaison und, dass ihm aktuell die Matches fehlen. Deshalb nutzt er nun auch eine Wildcard nächste Woche beim Turnier in Barcelona. Zverev hat nun ein straffes Programm vor sich. Die Erfolge von Tsitsipas (Halbfinale bei den Australian Open), Auger-Aliassime, Shapovalov (beide Halbfinale in Miami) und nun von Daniil Medvedev in Monte Carlo dürften ihn besonders antreiben.

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Alexander Zverev ist erst 22 Jahre alt und er hat bereits drei Masters-Turniere und die World Tour Finals gewonnen. Aber dies soll erst der Anfang einer gigantischen Karriere gewesen sein.

Zverev kann viel Charme versprühen. Bei den World Tour Finals, beim Hopman Cup und in Acapulco lieferte er beeindruckende Dankesreden und begeisterte das Publikum. Sein Starpotential ist immens und seine spielerische Klasse auch.

"Druck ist eine gute Sache"

Nicht selten müssen hochveranlagte Spieler zu Beginn ihrer Karriere auch durch einige Formtäler durchgehen, um danach das nächste Plateau zu erreichen. Genau darum geht es nun auch für Alexander Zverev.

"Druck ist eine gute Sache", sagte Zverev kürzlich in einem Interview mit der französischen L'Équipe. Druck hat er nun reichlich und in den kommenden Wochen auch einige Gelegenheiten, damit erfolgreich umzugehen.

Herzlichen Glückwunsch Alexander Zverev, die Zukunft gehört Ihnen.

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