Zum Inhalte wechseln

Tennis News: Alexander Zverev trifft im Halbfinale der French Open auf Stefanos Tsitsipas

Für Finaleinzug in Paris: Diesen Makel muss Zverev beseitigen

SID

11.06.2021 | 18:49 Uhr

Alexander Zverev steht zum dritten Mal bei einem Grand Slam im Halbfinale.
Image: Alexander Zverev steht zum dritten Mal bei einem Grand Slam im Halbfinale. © DPA pa

Alexander Zverev steht bei den French Open vor seiner bislang größten Prüfung. Gegen den starken Griechen Stefanos Tsitsipas geht es ums Finale. Boris Becker und Patrik Kühnen erwarteen ein spannendes Duell auf Augenhöhe.

Alexander Zverev hat sich viele Jahre für diese Momente gequält. Im Kraftraum, auf dem Trainingsplatz. Der beste deutsche Tennisspieler feierte eindrucksvolle Siege, erlitt aber auch schmerzliche Niederlagen, die ihn immer nur noch mehr anstachelten, für den großen Traum vom Grand-Slam-Titel zu kämpfen. Der ist in Paris erneut in greifbare Nähe gerückt.

Zverev auf den Spuren von Stich 1996

"Ich bin zuversichtlich, ich bin glücklich", sagte der 24-Jährige, der bei den French Open am Freitag (ab 14:50 Uhr) um den Einzug in sein zweites Major-Finale kämpft. Der Titel in Roland Garros würde ihm alles bedeuten. Doch schon der vorletzte Schritt gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas wird enorm schwer.

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Tennis-Legende Boris Becker über das Duell Zverev gegen Tsitsipas im Halbfinale der French Open.

"Ich glaube, es ist eine Frage der Einstellung, des Willens, auch der richtigen Strategie, aber vor allem des Glaubens", sagte Eurosport-Experte Boris Becker dem SID vor dem Halbfinalmatch zwischen Zverev und Tsitsipas, der im ATP-Ranking als Fünfter einen Platz vor Zverev steht: "Derjenige, der mehr an die eigene Stärke glaubt, wird am Freitag gewinnen." Und am Sonntag gegen Paris-Rekordsieger Rafael Nadal oder den Weltranglistenersten Novak Djokovic antreten.

Tennis-Kalender 2021

Tennis-Kalender 2021

Wann und wo spielt die Tennis-Elite? Zum Turnier-Kalender 2021.

Zverev, den im Finale der US Open gegen den Österreicher Dominic Thiem nur zwei Punkte vom Titel trennten, könnte sich in die Geschichtsbücher seiner Sportart eintragen. Den bis dato einzigen und letzten deutschen Finalauftritt in Roland Garros der Nachkriegszeit hat er nicht mitbekommen. Er kam erst rund zehn Monate nach Michael Stichs Niederlage im Juni 1996 gegen den Russen Jewgeni Kafelnikow zur Welt.

Drittes Halbfinale bei einem Grand Slam

Dass sich der Aufschlaghüne Zverev immer häufiger den Titelspielen nähert - er steht in Paris zum dritten Mal im Halbfinale eines Grand Slams - ist auf einen Reifeprozess zurückzuführen. Er hat erst mit zunehmender Erfahrung gelernt, den Druck vor Majorturnieren richtig zu kanalisieren. "Ich habe mir selbst Steine in den Weg gelegt. In gewisser Weise war ich nicht auf dem Niveau wie bei anderen Turnieren", sagte Zverev: "Ich war sehr ungeduldig mit mir selbst."

Jetzt Push-Nachrichten zu Deinen Lieblingssportarten!

Jetzt Push-Nachrichten zu Deinen Lieblingssportarten!

Du willst personalisierte Sport-Nachrichten als Push auf dein Handy? Dann hol Dir die Sky Sport App und wähle Deine Lieblingssportarten- und wettbewerbe aus. So funktioniert's.

Bei den French Open gelingt ihm bislang der Spagat aus hoher sportlicher Erwartung und der nötigen mentalen Lockerheit. Sein Auftreten auf dem Platz macht Eindruck. "Er ist ein cooler Spieler, er zeigt nicht groß Emotionen nach außen, auch wenn er mal nicht so gut spielt. Er bleibt eigentlich immer gleich und das schüchtert ein", sagte Becker, der auch Zverevs starke Physis hervorhob. Ein Paket, dass Tsitsipas aber ebenso vorweisen kann.

Mehr dazu

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Sky Experte Patrik Kühnen zum Halbfinale der French Open zwischen Zverev vs. Tsitsipas.

Und der Grieche ist im Turnierverlauf auch schon stärker auf die Probe gestellt worden als sein norddeutscher Widersacher. Der 22-Jährige besiegte im Viertelfinale den Weltranglistenzweiten Daniil Medwedew in drei Sätzen, zuvor hatte er schon die Nummer zwölf des Turniers, Pablo Carreno Busta, geschlagen. Zverev stand noch kein gesetzter Profi gegenüber.

Schwarze Serie gegen Top-10-Spieler

Und noch etwas gilt es für den deutschen Topspieler zu beweisen. Bislang hat er alle neun Aufeinandertreffen mit Top-10-Spielern bei Grand-Slam-Turnieren verloren. "Dann wird es ja mal Zeit, dass er diese Bilanz verbessert", sagte Becker - und sprach Zverev aus der Seele.

Sport-Informations-Dienst (SID)

Weiterempfehlen: