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French Open News: Novak Djokovic gewinnt im Finale gegen Stefanos Tsitsipas

Mega-Comeback nach Rückstand! Djokovic gewinnt die French Open

SID

15.06.2021 | 18:09 Uhr

Novak Djokovic hat seinen 19. Grand-Slam-Titel gewonnen.
Image: Novak Djokovic hat seinen 19. Grand-Slam-Titel gewonnen.  © Getty

Novak Djokovic hat zum zweiten Mal in seiner Karriere die French Open gewonnen. Der 34 Jahre alte Weltranglistenerste aus Serbien besiegte im Finale von Paris den Griechen Stefanos Tsitsipas am Sonntag nach 4:11 Stunden mit 6:7 (6:8), 2:6, 6:3, 6:2, 6:4.

Novak Djokovic breitete die Arme aus, klopfte sich zweimal aufs Herz, sank kurz auf die Knie und schrie dann seinen Jubel heraus: Der unersättliche Titeljäger hat mit dem Herz eines Champions zum zweiten Mal die French Open gewonnen und stemmte nach einem harten Kampf erschöpft, aber glücklich am Sonntagabend den silbernen Coupe de Mousquetaires in die Höhe.

Der 34 Jahre alte Weltranglistenerste aus Serbien entriss dem Griechen Stefanos Tsitsipas im Finale des Sandplatzklassikers trotz 0:2-Satzrückstandes noch brutal mit 6:7 (6:8), 2:6, 6:3, 6:2, 6:4 den möglichen Sieg und gewann nach 4:11 Stunden seinen insgesamt 19. Grand-Slam-Titel.

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Djokovic auf den Spuren von Emerson und Laver

"Es ist einmal mehr ein Traum wahr geworden", sagte Djokovic: "Es war richtig schwer heute nach dem Rückstand. Ich habe in 48 Stunden fast neun Stunden Tennis gespielt gegen zwei große Champions. Stefanos wird definitiv Grand Slams in der Zukunft gewinnen." Tsitsipas sagte den Tränen nahe: "Es war ein großer Kampf und ich habe alles versucht."

Djokovic, der im Halbfinale den Turnier-Rekordsieger Rafael Nadal nach dessen vier Triumphen in Serie entthront hatte, verkürzt damit in der ewigen Major-Wertung auf die Rekordchampions. Roger Federer (Schweiz) und Nadal (Spanien) stehen bei jeweils 20 Erfolgen.

Es ist das klare Ziel des "Djokers", erfolgreichster Grand-Slam-Spieler der Geschichte zu werden. Zugleich hat er nun als dritter Profi alle vier Majors mindestens zweimal gewonnen. Zuvor war dies nur den Australiern Roy Emerson and Rod Laver gelungen.

Hochklassiges Endspiel

Tsitsipas tauchte nach der Niederlage bitter enttäuscht unter einem Handtuch ab. Der 22 Jahre alte Athener schaffte es trotz des klaren Vorsprungs nicht, sich in seinem ersten Finale direkt auch zum ersten Grand-Slam-Sieger seines Landes zu küren und einen Status als quasi griechischer Tennis-Gott zu erlangen.

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Djokovic gegen Tsitsipas - auf dem Court Philippe-Chatrier kam es zum Aufeinandertreffen der Vertreter zweier Tennis-Generationen. Es war ein Duell, bei dem Zverev allzu gerne mit dem Griechen getauscht hätte.

Während sich der Hamburger nach seinem frustrierten Abschied aus Paris schon in Halle/Westfalen auf die Rasensaison vorbereitete, lieferten sich Djokovic und Tsitsipas ein von Beginn an hochklassiges Finale. Sie hatten ganz offensichtlich nach aufreibenden zwei Wochen noch ausreichend Benzin im Tank.

Djokovic hatte bei seinem Viersatzsieg im sensationellen Halbfinalduell mit Nadal, den er mit dem Bezwingen des Mount Everest verglich, viel Kraft gelassen, aber einen unheimlichen mentalen Schub erhalten. Er wusste gleichwohl, dass ihn gegen Tsitsipas, der Zverev im Semifinale in fünf Sätzen besiegt hatte, eine ebenso herausfordernde Aufgabe bevorstand.

Momentum kippt im dritten Satz

Mit 39 Siegen ging der Weltranglistenfünfte als klar erfolgreichster Profi des Jahres in das wichtigste Match seiner Karriere und zeigte seine ganze Klasse direkt im ersten Satz. "Nicht nur Djokovic ist überrascht, wie stark Tsitsipas ist, ich bin auch überrascht", sagte Boris Becker am Eurosport-Mikrofon: "Ich bin gespannt, wie sich Djokovic da wieder herauszieht."

Zunächst gar nicht. Djokovic schien körperlich angeschlagen und ging immer mehr auf schnelle Punkte, Tsitsipas wirkte dagegen phasenweise wie eine Ballwand für den Favoriten. Doch mit dem dritten Satz kippte das Momentum plötzlich zugunsten von Djokovic, der im vergangenen Jahr noch eine klare Finalniederlage gegen Nadal erlitten hatte. Er kämpfte unverdrossen weiter, erzwang schließlich auch den Entscheidungssatz, in dem der Australian-Open-Champion seine Erfahrung ausspielte und den nächsten Titel einheimste.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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