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US Open: Djokovic gibt im Achtelfinale auf - Koepfer-Lauf endet

Titelverteidiger muss aufgrund von Schulterproblemen aufgeben - Deutscher Qualifikant Köpfer scheitert an Medwedew.

Sport-Informations-Dienst (SID)

03.09.2019 | 23:23 Uhr

Titelverteidiger Novak Djokovic musste wegen Schulterproblemen vorzeitig aufgeben.
Image: Titelverteidiger Novak Djokovic musste wegen Schulterproblemen vorzeitig aufgeben. © Getty

Titelverteidiger Novak Djokovic ist bei den US Open im Achtelfinale ausgeschieden. Der Wimbledonsieger aus Serbien gab in der Neuauflage des Endspiels von 2016 gegen den Schweizer Ex-Champion Stan Wawrinka beim Stand von 4:6, 5:7, 1:2 auf.

"Ja, es war die linke Schulter", sagte der Weltranglistenerste zum Grund seiner Aufgabe: "Es ist frustrierend, sehr frustrierend." Schon nach seinem Sieg gegen den Argentinier Juan Ignacio Londero am Mittwoch hatte der 16-malige Grand-Slam-Sieger über Schmerzen in der Schulter geklagt. Diese seien bereits "seit Wochen" da gewesen, erzählte Djokovic nun.

"So will man ein Spiel nie beenden", sagte Wawrinka: "Es tut mir leid für Novak." Schon im Endspiel vor drei Jahren hatte er gegen Djokovic gewonnen und seinen dritten Grand-Slam-Titel geholt. Im Viertelfinale trifft er auf den Russen Daniil Medwedew, der den deutschen Qualifikanten Dominik Koepfer (Furtwangen) im Achtelfinale bezwungen hatte.

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Zuschauer pfeifen Djokovic aus

Djokovic hatte den Court im Arthur-Ashe-Stadium unter Pfiffen der Zuschauer sofort nach seiner Aufgabe verlassen. "Es tut mir leid für das Publikum", sagte der 32-Jährige. Bereits während des Spiels war er vom Physiotherapeuten an seiner linken Schulter behandelt worden.

Wawrinka kritisierte das Verhalten der pfeifenden und buhenden Fans bei Djokovics Abgang. "Es ist überraschend, wenn du gegen die Nummer eins spielst und die Buhrufe der Zuschauer hörst, wenn sie aufgibt", sagte der 34-Jährige, der lange mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, und fühlte mit seinem Gegner: "Er ist ein großer Champion. Und wenn er aufgeben muss, ist es nicht das Beste, den Court so verlassen zu müssen."

Bei den vorangegangenen fünf Grand-Slam-Turnieren hatte Djokovic vier Titel gewonnen, zuletzt im Juli im epischen Wimbledon-Finale gegen Roger Federer. Letztmals war Djokovic auf Major-Ebene bei den Australian Open 2018 in der Runde der besten 16 gescheitert, damals musste er sich dem Südkoreaner Hyeon Chung geschlagen geben.

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Köpfers Erfolgsstory endet

Derweil hat die sensationelle Erfolgsstory von Dominik Koepfer bei den US Open im Achtelfinale ihr Ende gefunden. Der 25 Jahre alte Qualifikant aus Furtwangen musste sich trotz einer erneut couragierten Leistung dem russischen Weltranglisten-Fünften Daniil Medwedew im Louis-Armstrong-Stadium mit 6:3, 3:6, 2:6, 6:7 (2:7) geschlagen geben.

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Wie schon in den vorangegangenen Spielen startete Koepfer gegen Medwedew, der im Vorfeld des Turniers das Masters in Cincinnati gewonnen hatte, stark. Mit viel Power dominierte der Schwarzwälder die Duelle von der Grundlinie, und suchte Medwedew sein Heil am Netz, packte Koepfer herrliche Passierschläge aus. Nach 31 Minuten und zwei Breaks holte sich der deutsche Underdog unter frenetischem Jubel der Fans den ersten Satz.

Medwedew nutzt zweiten Matchball

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs nahm er dem Russen erneut den Aufschlag ab, nach und nach kam Medwedew dann aber besser ins Spiel. War dem 23-Jährigen im ersten Satz noch kaum etwas gelungen, gewann er nun mehr Sicherheit in den Grundschlägen, während Koepfer mehr Fehler einstreute. Im dritten Satz vergab Koepfer beim Stand von 2:1 drei Breakbälle, im Tiebreak setzte sich dann Medwedews Klasse durch. Nach 2:32 Stunden nutzte er seinen zweiten Matchball.

Trotz der Niederlage wird Koepfer, der bereits bei seinem Grand-Slam-Debüt in Wimbledon die zweite Runde erreicht hatte, nach den US Open erstmals in seiner Karriere in die Top-100 der Weltrangliste klettern. In New York war er der erste deutsche Qualifikant seit Benjamin Beckers spektakulärem Drittrundensieg über Andre Agassi 2006, der sich in Flushing Meadows bis ins Achtelfinale gespielt hatte.

Für seinen Einzug unter die besten 16 erhielt Koepfer 280.000 Dollar (rund 250.000 Euro) - sein bisheriges Karriere-Preisgeld belief sich auf 332.732 Dollar.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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