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Krösche-Abschied mit besonderer Klausel: Eintracht hat Spycher als Wunschlösung im Blick

Nach dem Abschied von Krösche läuft bei der SGE die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren. Nach Sky Sport Infos gilt Christoph Spycher als Wunschkandidat, während Krösche den Klub mit einem bemerkenswerten Detail in seinem Freistellungsvertrag verlässt.

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Markus Krösche ist bei Eintracht Frankfurt Geschichte. Nach Sky Sport Informationen arbeitet der Klub bereits an einer Nachfolgelösung. Christoph Spycher gilt als Wunschkandidat.

Am Montag verabschiedete sich Markus Krösche emotional von der Mannschaft und erhielt für seine Abschiedsrede großen Applaus. Während der 46-Jährige nun vor einem neuen Kapitel steht, arbeitet die Eintracht bereits an der Zukunft – und könnte dabei einen alten Bekannten zurück nach Frankfurt holen.

Von Florian Plettenberg, Patrick Berger und Dennis Bayer

Ein Beben mit Folgen …

Am Sonntagmittag wurde offiziell, was im Hintergrund längst vorbereitet wurde. Markus Krösche tritt als Sportvorstand mit sofortiger Wirkung zurück. Der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball AG hat seinem Wunsch entsprochen. Er wird freigestellt, sein Vertrag bis 2028 läuft weiter.

Hochemotional verabschiedete sich Krösche nach Sky Sport Informationen am Montagvormittag von der Mannschaft und erntete nach seiner Ansprache viel Applaus. Am Abend, etwa ab 18.15 Uhr, will er sich auf der Mitgliederversammlung gebührend und erhobenen Hauptes von den Fans verabschieden.

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Besondere Krösche-Klausel

Wie dankbar Krösche der Eintracht ist, zeigt sich an einem besonderen Detail, denn nach Informationen von Sky Sport war es der 46-Jährige, der darauf bestand, sich eine Ausstiegsklausel in seinen Freistellungsprozess hereinarbeiten zu lassen. Konkret bedeutet das: Jeder Klub, der Krösche bis Sommer 2027 verpflichten will, muss etwa fünf bis sieben Millionen Euro Ablöse zahlen, sofern es keine anderen Verhandlungs-Vereinbarungen zwischen den Vereinen gibt.

Denn die Eintracht soll vom Abgang profitieren. So wie der Klub jahrelang von Krösches Mega-Verkäufen profitiert hat. Von der Krösche-Klausel sollen sich der neue CEO Axel Hellmann und Präsident Mathias Beck (der heute wiedergewählt werden soll) beeindruckt gezeigt haben.

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Die Chronologie des Krösche-Rücktritts im Überblick.
Image: Die Chronologie des Krösche-Rücktritts im Überblick.  © Sky

Krösche geht - jetzt sucht Hellmann seinen Nachfolger!

Geht es nach der Eintracht, dann soll dieser schnell gefunden werden, um bereits bestmöglich auf das nächste Transferfenster im kommenden Januar vorbereitet zu sein. Nach exklusiven Informationen von Sky Sport gibt es mit Christoph Spycher unter mehreren Kandidaten bereits einen konkreten Wunsch-Nachfolger von Krösche. Der 48 Jahre alte Schweizer ist Sportvorstand bei BSC Young Boys in der Schweiz und leistet dort seit vielen Jahren herausragende Arbeit. Als Linksverteidiger lief er für die Eintracht zwischen 2005-2010 149 Mal auf, erzielte ein Tor und lieferte sechs Assists.

Zwischen der Eintracht und Spycher laufen bereits Gespräche. Schon einmal sollte Spycher in Frankfurt einen Manager-Posten übernehmen. Im Sommer 2021 gab es Interesse an ihm, doch der Schweizer sagte ab. Vor allem aus familiären Gründen, stattdessen holten die Frankfurter Krösche, der seinerzeit Sportdirektor bei RB Leipzig war.

Für Spycher muss das Timing passen

Klappt es jetzt im zweiten Anlauf? Möglich, wenn sich die Eintracht noch etwas gedulden kann, denn für Spycher muss vor allem das Timing passen. Das Interesse aus Frankfurt ehrt ihn, ein Wechsel noch vor dem Winter-Transferfenster ist nun ein diskutiertes Szenario. Denn klar ist: Hellmann will als Interims-Sportvorstand nur kurzzeitig agieren.

Während die Eintracht nun versucht, Spycher (der keine Ausstiegsklausel in seinem laufenden Vertrag hat) zu verpflichten, arbeitet der AC Milan erneut an einer Zusage von Krösche. Die Italiener wollten ihn bereits im vergangenen Sommer als "Head of Football" verpflichten, doch Krösche sagte ab. Gespräche laufen, konkrete Verhandlungen gibt es derzeit aber noch nicht. In jedem Falle wird der langjährige SGE-Boss aber zunächst einmal eine Mini-Pause einlegen, so wird er definitiv nicht in den nächsten Wochen schon beim Serie-A-Klub beginnen.

Die Zukunft von SGE-Sportdirektor Timmo Hardung ist derweil noch nicht geklärt. So ist es möglich, dass Krösche Hardung mitnimmt, aber auch denkbar, dass Hellmann den 36-Jährigen im Eintracht-Kosmos halten möchte.

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