Kommentar zur Niederlage Deutschlands gegen Ecuador bei der WM 2026
Deutschland verliert zum Vorrundenabschluss nach einem enttäuschenden Spiel gegen Ecuador.
26.06.2026 | 00:27 Uhr
Die Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann muss sich in der K.o.-Phase deutlich steigern. Ein Kommentar von Sky Sport Reporter Florian Plettenberg.
Das war viel zu wenig!
Deutschland verliert im Hexenkessel im MetLife Stadium in New Jersey vor über 80.000 Zuschauern verdient mit 1:2 gegen Ecuador - eine Mannschaft, die vor dem Anpfiff mit dem Rücken zur Wand stand.
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Ecuador musste gewinnen. Und genau so traten sie auch auf: kompromisslos, körperlich und mit enormer Intensität. Angetrieben von rund 50.000 frenetischen Fans aus dem eigenen Land warfen sie alles in dieses Spiel - und wurden dafür belohnt.
Deutschland lässt sich Schneid abkaufen
Die deutsche Elf hingegen fand über weite Strecken kaum statt. Trotz des Blitzstarts durch Leroy Sane fehlten danach Ideen, Durchschlagskraft und vor allem körperliche Präsenz. Besonders erschreckend: In nahezu jedem Zweikampf ließ sich die Mannschaft den Schneid abkaufen. Erstmals in diesem Turnier hatte man zudem den Eindruck, dass den Deutschen auch die hohen Temperaturen sichtbar zu schaffen machten. Die deutschen Wechsel in Halbzeit zwei verpufften ebenfalls.
Florian Wirtz und Jamal Musiala blieben erneut weit hinter ihren Möglichkeiten zurück und konnten dem Spiel kaum ihren Stempel aufdrücken. Auch Manuel Neuer sah bei beiden Gegentoren, insbesondere beim entscheidenden zweiten Treffer, nicht glücklich aus.
Diese Niederlage muss ein Warnschuss zur richtigen Zeit sein.
Wie wäre es daher mit Goretzka in der Startelf?
Schon gegen die Elfenbeinküste tat sich Deutschland schwer, gegen Ecuador war die Mannschaft über weite Strecken unterlegen. Nimmt man den 7:1-Erfolg gegen Curacao heraus, fällt die bisherige Turnierbilanz deutlich ernüchternder aus, als der erste Eindruck vermuten ließ.
Nach aktuellem Stand wartet am Montag im Sechzehntelfinale in Boston Paraguay - erneut ein südamerikanischer Gegner, erneut ein Spiel, das vor allem über Physis und Intensität entschieden werden dürfte. Wie wäre es daher mit Leon Goretzka in der Startelf?
Julian Nagelsmann muss es nun in kürzester Zeit schaffen, dass seine Mannschaft auch körperlich endgültig in diesem Turnier ankommt. Gleichzeitig muss sie das Gesicht zeigen, das sie phasenweise in der zweiten Halbzeit gegen die Elfenbeinküste gezeigt hat - eine Leistung, die sogar Uli Hoeneß beeindruckte.
Falls nicht, dann scheiden wir gegen Paraguay am Montag aus.
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