Darts WM 2022: Fabian Schmutzler scheitert in Runde eins

WM-Sensation verpasst: 16-jähriger Deutscher scheitert zum Auftakt

Image: Fabian Schmutzler scheitert bei der Darts-WM 2022 in Runde eins.

Das WM-Debüt von Darts-Youngster Fabian Schmutzler hat erwartungsgemäß ein schnelles Ende gefunden.

Der zweitjüngste Spieler in der Turnier-Historie verlor vor rund 3000 Zuschauern im Londoner Alexandra Palace sein Auftaktmatch gegen den Engländer Ryan Meikle mit 0:3. Der Frankfurter hatte sich Anfang November überraschend über die Development Tour für die WM qualifiziert.

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Anderson gewinnt Duell der Ex-Weltmeister

"Ich habe sehr gefreut, da oben stehen zu dürfen und meine Darts zu spielen. Ich hätte ihm gerne einen Satz abgenommen, aber diese Erfahrung nimmt mir keiner mehr. Das Scoring war ganz gut, an den Doppel muss ich noch ein bisschen arbeiten", sagte Schmutzler bei DAZN.

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Im Zweitrunden-Duell zweier Ex-Weltmeister setzte sich der Schotte Gary Anderson, Champion von 2015 und 2016, 3:1 gegen Adrian Lewis, Titelträger aus den Jahren 2011 und 2012, durch. 2011 und 2016 hatten sich die beiden jeweils im Finale gegenübergestanden.

Lisa Ashton verpasste auch im dritten Anlauf ihren ersten WM-Sieg. Die Britin, neben Fallon Sherrock einzige Frau im Teilnehmerfeld, war beim 0:3 gegen den Niederländer Ron Meulenkamp chancenlos.

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Schmutzler verpasst WM-Rekord

Durch die Niederlage verpasste es Schmutzler, als jüngster Spieler überhaupt die zweite Runde zu erreichen. Nach einem nervösen Beginn und dem schnellen 0:3 im ersten Satz hielt er immer besser mit seinem neun Jahre älteren Gegner mit und schaffte seinen ersten Leg-Gewinn. Am Ende erzielte Schmutzler im Schnitt 89,14 Punkte und damit ähnlich viele wie der Weltranglisten-71., nutzte aber seine Chancen auf die Doppel zu selten (33 Prozent).

Gabriel "The German Giant" Clemens, 38, Deutschland: Unsere große Darts-Hoffnung. Der Weltranglisten 25. schaffte es letztes Jahr sensationell ins Achtelfinale. Dass will "Gaga" Clemens bei dieser WM unbedingt wiederholen. Wir drücken die Daumen!
Martin "The Wall" Schindler, 25, Deutschland: Muss in der ersten Runde ausgerechnet gegen Florian Hempel ran. Als Nummer 69 der Welt zweitbester Deutscher im Feld.
Fabian "The fabulous Fab" Schmutzler, 16, Deutschland: Die größte Darts-Überraschung des Jahres wird der zweitjüngste WM-Spieler der Historie. (Quelle: Instagram/@the_fab_fab)
Florian Hempel, 31, Deutschland:Ist erstmals bei der Weltmeisterschaft dabei und hat noch keinen Spitznamen. Der ehemalige Profi-Handballer bringt ein Stück deutsche Kultur mit in den Ally Pally. Seine Einlaufmusik: Kölsche Jung von Brings.
Mensur "The Gentle" Suljovic, 49, Österreich: Ist die große WM-Hoffnung aus unserem Nachbarland. Hat in der Vergangenheit für Überraschungen gesorgt, ist als Nummer 26 der Welt aber Außenseiter.
Raymond "Barney" van Barneveld, 54, Niederlande: Die Legende kehrt zurück. Nach seinem Rücktritt vom Rücktritt ist der ehemalige Dauer-Widersacher von Phil Taylor zurück. Seine Rückkehr wurde von den Fans mehr als gefeiert.
Simon "The Wizard" Whitlock, 52, Australien: Der Zauberer von Oz gehörte einige Zeit zur Weltspitze, fiel in den letzten Jahren aber auf Rang 20 zurück. Gefeiert für langen Bart und Dreadlock-Zopf aber kaum von der Darts WM wegzudenken. Fanliebling.
Dirk "The Titan" van Duijvenbode, 29, Niederlande: Ein großer Showmaker. Startet bei seinem Walk-On zum Techno-Song "Just Like You" schon vor den Matches den ersten Rave unter den Zuschauern. Darf nicht fehlen: Die Kloppo-Säge zum Beat der Musik.
Paul "The Singapore Slinger" Lim, 67, Singapur: Wird seinen Altersrekord bei der WM abermals ausbauen. Feiert dieses Jahr sein 40.(!) Jubiläum bei der Weltmeisterschaft. Das Publikum liebt den sympathischen Darts-Opa.
Jelle "The Cobra" Klaasen, 37, Niederlande: Hat sich seinen Titel sowie den inoffiziellen Spitznamen "Jelle de Snelle" redlich verdient. Mit einer Durchschnittszeit von ca. 3 Sekunden der schnellste Darter bei der WM. Titelchancen hat er aber keine.
Fallon "Queen of the Palace" Sherrock, 27, England: Hat sich ihren Spitznamen als erste Frau bei einer Darts WM redlich verdient. Hat in diesem Jahr einige namhafte männliche Kollegen in die Schranken gewiesen. Eine von zwei Frauen dieses Jahr.
Lisa "The Lancashire Rose" Ashton, 51, England: Ist die zweite Frau bei der diesjährigen WM - und überhaupt. Feierte ihr Debüt im vergangenen Jahr. Anders als Sherrock wohl ohne große Chancen.
Jonny "The Ferret" Clayton, 47, Wales: Das "Frettchen" erlebt in diesem Jahr einen unvergleichlichen Höhenflug. Vom Durchschnitts-Profi zur Nummer acht der Welt. Ist ein Geheimfavorit.
Jose "The Special One" de Sousa, 47, Portugal: Den Spitznamen durfte er sich auf Nachfrage bei Fußball-Trainer Jose Mourinho aneignen. Ist eine der großen Überraschungen. Platz sieben der Welt - muss man auf dem Zettel haben.
Gary "The Flying Scottsman" Anderson, 50, Schottland: Gewann die WM bereits 2015 und 2016. War lange einer der wenigen, die van Gerwen Paroli bieten können. In der Order of Merit "nur noch" auf Rang sechs, aber immer ein Titelkandidat.
Dimitri "The Dreammaker" van den Bergh, 27, Belgien: Wurde durch seinen Shuffle-Dance nach dem Walk-On berühmt - wurde berüchtigt durch seine Präzision. Sprang in diesem Jahr auf den 5. Rang der Order of Merit - ein (Geheim-)Favorit.
James "The Machine" Wade, 38, England: Ist als extrem unaufgeregter und ruhiger Typ ein Exot in der bunten Darts-Welt. Hatte seine besten Jahre zwischen 2009 und 2013. Zuletzt wieder sehr gut in Form. Platz vier der Welt - ein Favorit.
Michael "Mighty Mike" van Gerwen, 32, Niederlande: Geht nach acht Jahren in Folge erstmals nicht als Nummer eins der Welt in die WM. Bekannt für seine einschüchternden Ausbrüche und sein Spiel auf höchstem Niveau. Ein absoluter Top-Favorit.
Peter "Snakebite" Wright, 51, Schottland: Ist der bunteste Vogel im Ally Pally. Kam letztes Jahr zum Auftakt als "Grinch" verkleidet. Für seine extrovertierten Frisuren ist seine deutsche Gattin Joanne verantwortlich. Weltmeister 2020 - ein Favorit.
Gerwyn "The Iceman" Price, 36, Wales: Ist der Titelverteidiger bei der Darts-WM und als Weltranglisten-Erster ganz klarer Favorit bei diesem Turnier. Hat van Gerwen vom Thron gestoßen und sagt über sich: "Ich kann mich nur selbst schlagen!"
Die Fans, weltweit: Sie sind das, was die Darts WM Jahr um Jahr ausmacht. Nach einiger Zeit mit wenigen bis gar keinen Fans wird der Ally Pally wieder gut gefüllt sein. Gesänge, Verkleidungen und jede Menge gute Laune garantiert.

Gurney schaltet Evans aus

Bereits am Nachmittag hatte Vorjahres-Viertelfinalist Daryl Gurney (Nordirland) den Engländer Ricky Evans 3:1 bezwungen. Das deutsche Duell zwischen Florian Hempel (Köln) und Martin Schindler (Strausberg) findet am Sonntag statt. Die deutsche Nummer eins Gabriel Clemens (Saarwellingen) ist erst am 23. Dezember gefordert.

Mehr dazu

96 Spieler aus 29 Nationen kämpfen beim wichtigsten Turnier des Jahres um den Siegerscheck in Höhe von 500.000 Pfund (rund 546.000 Euro). Neben Weltmeister Gerwyn Price, der bereits am Mittwoch in Runde drei einzog, zählen auch die Ex-Weltmeister Peter Wright (Schottland) und Michael van Gerwen (Niederlande) zu den Favoriten. Das Finale ist für den 3. Januar angesetzt.

SID