Darts-WM: Titelverteidiger Price mit Mühe in Runde drei

Darts-WM: Titelverteidiger Price mit Mühe in Runde drei

Image: Gerwyn Price hatte mehr Mühe als erwartet.

Titelverteidiger Gerwyn Price (38) ist bei der Darts-WM mit viel Mühe in die dritte Runde eingezogen.

Der Weltranglistenerste aus Wales gewann trotz eines Fehlstarts gegen den Engländer Ritchie Edhouse mit 3:1 Sätzen. Price spielte vor rund 3000 Zuschauern im Alexandra Palace 101,28 Punkte im Schnitt, seine Doppelquote lag jedoch bei nur 38 Prozent.

"Ich habe mich im ersten Satz hängen gelassen und mich zu sehr unter Druck gesetzt", sagte Price: "Es war schwierig, die Fans waren nicht auf meiner Seite." Der frühere Rugby-Profi Price fand nur schwer in die Partie, die Buhrufe der Fans während seines Walk-ons zeigten Wirkung. In den entscheidenden Momenten blieb Price jedoch eiskalt.

ZUM DURCHKLICKEN: So bunt wird die Darts-WM

Gabriel "The German Giant" Clemens, 38, Deutschland: Unsere große Darts-Hoffnung. Der Weltranglisten 25. schaffte es letztes Jahr sensationell ins Achtelfinale. Dass will "Gaga" Clemens bei dieser WM unbedingt wiederholen. Wir drücken die Daumen!
Martin "The Wall" Schindler, 25, Deutschland: Muss in der ersten Runde ausgerechnet gegen Florian Hempel ran. Als Nummer 69 der Welt zweitbester Deutscher im Feld.
Fabian "The fabulous Fab" Schmutzler, 16, Deutschland: Die größte Darts-Überraschung des Jahres wird der zweitjüngste WM-Spieler der Historie. (Quelle: Instagram/@the_fab_fab)
Florian Hempel, 31, Deutschland:Ist erstmals bei der Weltmeisterschaft dabei und hat noch keinen Spitznamen. Der ehemalige Profi-Handballer bringt ein Stück deutsche Kultur mit in den Ally Pally. Seine Einlaufmusik: Kölsche Jung von Brings.
Mensur "The Gentle" Suljovic, 49, Österreich: Ist die große WM-Hoffnung aus unserem Nachbarland. Hat in der Vergangenheit für Überraschungen gesorgt, ist als Nummer 26 der Welt aber Außenseiter.
Raymond "Barney" van Barneveld, 54, Niederlande: Die Legende kehrt zurück. Nach seinem Rücktritt vom Rücktritt ist der ehemalige Dauer-Widersacher von Phil Taylor zurück. Seine Rückkehr wurde von den Fans mehr als gefeiert.
Simon "The Wizard" Whitlock, 52, Australien: Der Zauberer von Oz gehörte einige Zeit zur Weltspitze, fiel in den letzten Jahren aber auf Rang 20 zurück. Gefeiert für langen Bart und Dreadlock-Zopf aber kaum von der Darts WM wegzudenken. Fanliebling.
Dirk "The Titan" van Duijvenbode, 29, Niederlande: Ein großer Showmaker. Startet bei seinem Walk-On zum Techno-Song "Just Like You" schon vor den Matches den ersten Rave unter den Zuschauern. Darf nicht fehlen: Die Kloppo-Säge zum Beat der Musik.
Paul "The Singapore Slinger" Lim, 67, Singapur: Wird seinen Altersrekord bei der WM abermals ausbauen. Feiert dieses Jahr sein 40.(!) Jubiläum bei der Weltmeisterschaft. Das Publikum liebt den sympathischen Darts-Opa.
Jelle "The Cobra" Klaasen, 37, Niederlande: Hat sich seinen Titel sowie den inoffiziellen Spitznamen "Jelle de Snelle" redlich verdient. Mit einer Durchschnittszeit von ca. 3 Sekunden der schnellste Darter bei der WM. Titelchancen hat er aber keine.
Fallon "Queen of the Palace" Sherrock, 27, England: Hat sich ihren Spitznamen als erste Frau bei einer Darts WM redlich verdient. Hat in diesem Jahr einige namhafte männliche Kollegen in die Schranken gewiesen. Eine von zwei Frauen dieses Jahr.
Lisa "The Lancashire Rose" Ashton, 51, England: Ist die zweite Frau bei der diesjährigen WM - und überhaupt. Feierte ihr Debüt im vergangenen Jahr. Anders als Sherrock wohl ohne große Chancen.
Jonny "The Ferret" Clayton, 47, Wales: Das "Frettchen" erlebt in diesem Jahr einen unvergleichlichen Höhenflug. Vom Durchschnitts-Profi zur Nummer acht der Welt. Ist ein Geheimfavorit.
Jose "The Special One" de Sousa, 47, Portugal: Den Spitznamen durfte er sich auf Nachfrage bei Fußball-Trainer Jose Mourinho aneignen. Ist eine der großen Überraschungen. Platz sieben der Welt - muss man auf dem Zettel haben.
Gary "The Flying Scottsman" Anderson, 50, Schottland: Gewann die WM bereits 2015 und 2016. War lange einer der wenigen, die van Gerwen Paroli bieten können. In der Order of Merit "nur noch" auf Rang sechs, aber immer ein Titelkandidat.
Dimitri "The Dreammaker" van den Bergh, 27, Belgien: Wurde durch seinen Shuffle-Dance nach dem Walk-On berühmt - wurde berüchtigt durch seine Präzision. Sprang in diesem Jahr auf den 5. Rang der Order of Merit - ein (Geheim-)Favorit.
James "The Machine" Wade, 38, England: Ist als extrem unaufgeregter und ruhiger Typ ein Exot in der bunten Darts-Welt. Hatte seine besten Jahre zwischen 2009 und 2013. Zuletzt wieder sehr gut in Form. Platz vier der Welt - ein Favorit.
Michael "Mighty Mike" van Gerwen, 32, Niederlande: Geht nach acht Jahren in Folge erstmals nicht als Nummer eins der Welt in die WM. Bekannt für seine einschüchternden Ausbrüche und sein Spiel auf höchstem Niveau. Ein absoluter Top-Favorit.
Peter "Snakebite" Wright, 51, Schottland: Ist der bunteste Vogel im Ally Pally. Kam letztes Jahr zum Auftakt als "Grinch" verkleidet. Für seine extrovertierten Frisuren ist seine deutsche Gattin Joanne verantwortlich. Weltmeister 2020 - ein Favorit.
Gerwyn "The Iceman" Price, 36, Wales: Ist der Titelverteidiger bei der Darts-WM und als Weltranglisten-Erster ganz klarer Favorit bei diesem Turnier. Hat van Gerwen vom Thron gestoßen und sagt über sich: "Ich kann mich nur selbst schlagen!"
Die Fans, weltweit: Sie sind das, was die Darts WM Jahr um Jahr ausmacht. Nach einiger Zeit mit wenigen bis gar keinen Fans wird der Ally Pally wieder gut gefüllt sein. Gesänge, Verkleidungen und jede Menge gute Laune garantiert.

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Auch der zweimalige Champion Adrian Lewis mühte sich in die nächste Runde. Der auf Weltranglistenplatz 34 abgestürzte Engländer bezwang Matt Campbell aus Kanada mit 3:1 Sätzen und trifft nun auf Gary Anderson. Gegen den Schotten hatte sich der 36-Jährige vor elf Jahren erstmals zum Weltmeister gekrönt, ein Jahr später verteidigte er den Titel erfolgreich.

Schmutzler feiert WM-Debüt

Am Donnerstag (ab 20 Uhr) feiert der 16-jährige Fabian Schmutzler sein WM-Debüt. Der zweitjüngste Teilnehmer der Geschichte trifft auf den Engländer Ryan Meikle. Das deutsche Duell zwischen Florian Hempel (31) und Martin Schindler (25) findet am Sonntag statt. Die deutsche Nummer eins Gabriel Clemens (38) ist erst am 23. Dezember gefordert.

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96 Spieler aus 29 Nationen kämpfen beim wichtigsten Turnier des Jahres um den Siegerscheck in Höhe von 500.000 Pfund (rund 546.000 Euro). Neben Price zählen auch die Ex-Weltmeister Peter Wright (Schottland) und Michael van Gerwen (Niederlande) zu den Favoriten. Das Finale ist für den 3. Januar angesetzt.

SID

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