NHL: Vorschau zur Pacific Division mit Vegas, Edmonton und Los Angeles

Pacific Division: Titelverteidiger zählt wieder zum Favoritenkreis

Von Mathias Blaas

Image: Die Vegas Golden Knights wollen in der NHL erneut den Stanley Cup gewinnen.

Die NHL hat wieder losgelegt. Zum Start stellt Sky Redakteur Mathias Blaas alle 32 Teams vor. Im vierten Teil werden die acht Mannschaften der Pacific Division unter die Lupe genommen.

Anaheim Ducks:

Die Anaheim Ducks haben in den letzten Jahren eine sportliche Durststrecke erlebt. Die Playoffs wurden zuletzt in der Saison 2017/18 erreicht., die Franchise befindet sich in einem Rebuild.

In der letzten Saison landeten die Ducks mit 58 Punkten am Tabellenende der NHL. Infolgedessen hat Anaheim einen Trainerwechsel vorgenommen. Neuer Headcoach ist Greg Cronin, der erstmals als NHL-Cheftrainer fungiert.

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Im Sommer haben die Ducks erfahrene Spieler wie Alex Killorn und Radko Gudas verpflichtet, um die jungen Talente im Kader zu unterstützen. Die zukünftigen Stars im Team sind Trevor Zegras, Troy Terry und Mason McTavish. Im Tor steht trotz zahlreichen Trade-Gerüchten noch immer John Gibson.

Den Anaheim Ducks steht eine schwere Saison bevor. Zusammen mit den San Jose Sharks zählen die Ducks zu den Außenseitern der Pacific Division.

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Calgary Flames:

Ähnlich wie die Ducks haben auch die Calgary Flames in der Saison 2022/23 die Playoffs verpasst. Im Anschluss an die enttäuschende Spielzeit trennten sich die Flames von Kult-Coach Darryl Sutter. Mit Neu-Trainer Ryan Huska hinter der Bande soll die Rückkehr in die Postseason angestrebt werden.

Ausschlaggebend für den Erfolg wird die Form von Jonathan Huberdeau sein. Der Star-Flügel hat nach seinem Wechsel zu den Flames in der Offseason 2022 ein Horrorjahr hinter sich. Diese Seuchensaison will der 30-Jährige jetzt vergessen machen. Kadertechnisch hat sich in Calgary im Sommer nicht viel getan.

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Die Defensive um MacKenzie Weegar muss sich in diesem Jahr genauso steigern wie die Tormänner Jacob Markström und Dan Vladar.

Auf dem Papier sieht der Kader keinesfalls schlecht aus, dennoch muss sich die Mannschaft als Kollektiv steigern, um in einer engen Pacific Division eine Rolle zu spielen.

Edmonton Oilers:

Die Edmonton Oilers werden in der neuen Spielzeit so weit kommen, wie die Superstars Connor McDavid und Leon Draisaitl das Team tragen können. Das kongeniale Duo dominiert seit Jahren, in den Playoffs gelang der große Wurf noch nicht.

In der vergangenen Postseason mussten die Oilers die Segel bereits in der zweiten Runde streichen, zu wenig für die Ambitionen der kanadischen Franchise. Große Veränderungen gab es im Sommer nicht, weil sich Edmonton sehr nahe an der Gehaltsobergrenze (Anm. Red. auch Salary Cap genannt) befindet.

Image: Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers wollen in der Postseason weit kommen.

Neben Draisaitl und McDavid, der im vergangenen Jahr unglaubliche 153 Punkte beisteuern konnte, zählen Ryan Nugent-Hopkins und Darnell Nurse zu den Leistungsträgern. Achillesferse der offensivstarken Oilers ist die Verteidigung. Die Goalies Jack Campbell und Stuart Skinner haben viel Potenzial, sind aber auch von einer stabilen Blue Line abhängig.

Der Playoff-Einzug sollte für Edmonton kein Problem sein. In der Pacific Division zählen die Kanadier zu den Favoriten. Solange McDavid und Draisaitl bei den Oilers unter Vertrag stehen, wird das Ziel immer der Stanley-Cup-Gewinn sein.

Los Angeles Kings:

Die Los Angeles Kings haben sich nach mageren Jahren mit zwei Playoff-Teilnahmen in Serie offiziell zurückgemeldet. Auch wenn die Franchise aus Kalifornien in der abgelaufenen Spielzeit bereits in der ersten Runde an den Edmonton Oilers scheiterte, sind die Zukunftsaussichten nicht schlecht.

Die Klubikonen Anze Kopitar und Drew Doughty, die Los Angeles 2012 und 2014 zu zwei Stanley Cups führten, sind noch immer die Aushängeschilder des Teams. Mit Goalie Jonathan Quick verließ im Laufe der letzten Saison eine Galionsfigur das Team.

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Von der alten Garde ist bei den Kings also nicht mehr viel übrig geblieben. Nach einem längeren Rebuild besteht der Großteil des Kaders aus jüngeren Spielern. Topspieler wie Phillip Danault, Viktor Arvidsson und Kevin Fiala sorgen für viel Variabilität, im Sommer wurde außerdem Pierre-Luc Dubois geholt.

Nicht ganz geklärt ist die Tormann-Rolle. Mit Pheonix Copley, Cam Talbot und David Rittich duelliert sich wohl ein Trio um die Starterposition.

Mit dem Erwerb von Dubois sind die Erwartungen der Kings über den Sommer nochmal etwas gestiegen. Die erneute Teilnahme an der Postseason ist vermutlich das oberste Ziel. Zum ganz engen Favoritenkreis in der Western Conference zählt das Team von Headcoach Todd McLellan noch nicht.

San Jose Sharks:

Die San Jose Sharks gehen mit sehr vielen Baustellen in die Saison. Die Kalifornier befinden sich am Anfang eines Rebuilds, der sich wahrscheinlich über mehrere Jahre hinziehen wird.

In den vergangenen vier Spielzeiten verpassten die Sharks die Playoffs, dennoch wurden mehrmals die Verträge mit älteren Akteuren verlängert. Nun scheint die Klubführung eingesehen zu haben, dass der einzige Weg zurück in die Erfolgsspur über einen Neuaufbau führt.

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San Jose hat die Superstars Erik Karlsson und Timo Meier vor Kurzem abgegeben. Im Gegenzug wurden mehrere Draft-Picks und junge Spieler erworben. Vor allem der Abgang des schwedischen Verteidigers Karlsson hinterlässt an der blauen Linie ein großes Loch. Vom alten Grundgerüst sind nur noch Logan Couture, Tomas Hertl und Marc-Edouard Vlasic übrig.

Für Headcoach David Quinn wird es nahezu unmöglich sein, ein eingespieltes Team aufs Eis zu schicken. Die Playoffs sind vorerst kein Thema in San Jose.

Seattle Kraken:

Die Seattle Kraken starten in ihre dritte NHL-Saison. Das Team hat sich nach einer durchwachsenen Premierensaison deutlich gesteigert und in der Spielzeit 2023/24 erstmals die Playoffs erreicht. Dort besiegten die Kraken sogar den Titelverteidiger Colorado Avalanche, schieden aber in der zweiten Runde gegen die Dallas Stars aus.

Entsprechend hoch sind die Erwartungen in Seattle in diesem Jahr. Die Franchise um den deutschen Tormann Philipp Grubauer will erneut in die Postseason einziehen. Die Außenseiterrolle hat das Team nach dem starken letzten Jahr endgültig abgelegt.

Image: Philipp Grubauer und die Seattle Kraken sind in der NHL keine Außenseiter mehr.

In der Offseason konnte der Kern der Mannschaft zusammengehalten werden. Insgesamt besteht das Team aus einem Mix zwischen erfahrenen Spielern und aufstrebenden Talenten. Während die Youngsters Shane Wright und Matty Beniers für die spektakulären Momente in der Offensive sorgen, stehen mit Jared McCann, Yanni Gourde, Jordan Eberle und Andre Burakovsky zahlreiche zuverlässige Akteure im Kader.

Die Verteidigung um Vince Dunn und Adam Larsson agierte im Vorjahr sehr souverän. Dahinter sollen Grubauer und Joey Daccord im Tor den nötigen Rückhalt bieten.

Die Euphorie rund um die Seattle Kraken ist vor der neuen Saison auf alle Fälle groß. Historisch gesehen wäre ein leichter Leistungsabfall beim neuesten Team der NHL keine Überraschung. Wohin Seattles Reise geht, wird sich zeigen.

Vancouver Canucks:

Viel Unruhe und wenig Erfolg hatten die Vancouver Canucks in den letzten Jahren. In der abgelaufenen Spielzeit verpassten die Kanadier die Playoffs deutlich, dabei ist der Kader gar nicht so schlecht.

Die Offensive wird angeführt von Elias Pettersson und J.T. Miller. Dahinter gibt es mit Brock Boeser, Conor Garland und Co. einige Spieler, die für eine gute Kadertiefe sorgen. In der Defensive ist Quinn Hughes der wichtigste Akteur. Unter dem Strich zählt die Abwehr der Canucks allerdings eher zum Mittelmaß und besticht nicht durch Konstanz. Die Nummer eins im Tor ist weiterhin Thatcher Demko.

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Obwohl das Team auf dem Papier seit längerer Zeit gut aussieht, laufen die Canucks stets den Erwartungen hinterher. Rick Tocchet geht in seine erste volle Spielzeit als Vancouver-Coach und soll eine Einheit formen, die auch in schwierigen Phasen nicht einbricht.

Die große Herausforderung für die Canucks wird es sein, endlich eine konstante Saison über 82 Spiele abzuliefern. Sollte das gelingen, dürfen die passionierten Fans auf eine Playoff-Teilnahme hoffen.

Vegas Golden Knights:

Nicht besser laufen könnte es bei den amtierenden Stanley-Cup-Champions, den Vegas Golden Knights. Nach einem eindrucksvollen Erfolgslauf in den Playoffs krönte sich das 2018 gegründete Franchise zum ersten Mal mit dem wichtigsten Titel im Eishockey.

In der Offseason lag der Fokus der Golden Knights darin, das Meisterteam so gut wie möglich zusammenzuhalten. Reilly Smith ist der einzige, wichtige Abgang. Die Verträge mit Ivan Barbashev und Goalie Adin Hill konnten verlängert werden.

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Weiter mit dabei sind auch die Offensivstars Jack Eichel, Mark Stone und Jonathan Marchessault. In der Abwehr sind Alex Pietrangelo und Shea Theodore die Aushängeschilder. Im Tor ist Vegas mit Hill und Logan Thompson sehr gut aufgestellt, Robin Lehner fällt weiterhin aus.

Nach dem überzeugenden Playoff-Auftritt im Frühling zählen die Golden Knights erneut zu den Titelanwärtern in der NHL. Zuerst muss das Team von Headcoach Bruce Cassidy aber den Grunddurchgang überstehen. Mit dem jüngsten Erfolg im Rücken sollte das kein Problem sein.

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