Sieg gegen Italien: Deutschland marschiert ins Achtelfinale

EM in Israel

Image: Deutschland schlägt Italien mit 61:55.

Die deutschen Basketballer stehen nach einem Sieg gegen Italien erstmals seit 2007 wieder in einem EM-Achtelfinale. Das Nationalteam gewann am vierten Spieltag in Tel Aviv/Israel nach einem starken Schlussviertel gegen die Italiener mit 61:55 (29:29). Nach ihrem dritten Erfolg ist der Mannschaft von Bundestrainer Chris Fleming in der Sechsergruppe B ein Platz unter den ersten Vier sicher.

Ein tapfer kämpfender Dennis Schröder ließ sich auch von einer Handblessur nicht ausbremsen. Die Korbjäger des Deutschen Basketball Bundes (DBB) setzten sich an die Gruppenspitze und haben das Ticket für das Achtelfinale in Istanbul gelöst.

Schröder macht 17 Punkte

"Die Jungs haben richtig geil gekämpft. Wahrscheinlich hat die Pizza-Vorbereitung gestern Abend geholfen. Ich freue mich, dass wir gewonnen haben, wir sind sicher durch", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss: "Jetzt haben wir noch das Endspiel in der Gruppe gegen Litauen, wir schauen mal, wie wir das hinkriegen."

Vor 2250 Zuschauern in Tel Aviv/Israel zeigten Schröder und Co. von Beginn an starkes Teamwork in der Defensive. Der Spielmacher von den Atlanta Hawks, der seine Blessur im Israel-Spiel erlitten hatte, ging in der Offensive mit 17 Punkten voran. Auch Johannes Voigtmann (12 Punkte) konnte beim dritten Sieg im vierten Spiel bei dem Turnier überzeugen.

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Gruppensieg winkt

Im abschließenden Vorrundenduell mit Litauen (13.45 Uhr/telekomsport.de) kämpft die deutsche Nationalmannschaft damit um den Gruppensieg, der die beste Ausgangsposition für die Finalrunde in der Türkei bedeuten würde.

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Nach dem herben Rückschlag gegen Israel (80:82), bei dem die deutschen Basketballer binnen neun Minuten einen 16-Punkte-Vorsprung verspielten, hatten Schröder und Co. den Ruhetag genutzt, um sich neu zu fokussieren.

Schröder muss verletzt raus

Flemings Mannschaft wollte vor allem in der Verteidigung wieder zulegen, um die wenig schmeichelhafte Bilanz gegen Italien aufzupolieren. Vor dem Tip-off standen in der Bilanz elf deutschen Siegen 51 Niederlagen gegenüber. Auch bei der Heim-EM vor zwei Jahren hatte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) eine bittere Pleite erlitten.

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Die Anfangsphase war ausgeglichen und doch zeichneten sich schnell Sorgenfalten auf der Stirn des Bundestrainers ab. Schröder musste mit Problemen an seiner angeschlagenen linken Hand auf die Bank. Doch auch ohne den Starspieler blieb das deutsche Team dran und verkürzte durch Voigtmann mit dem Ende des ersten Viertels per Korbleger auf 16:17.

DBB-Team bleibt cool

Auch im zweiten Spielabschnitt präsentierte sich die DBB-Mannschaft konzentriert. Theis traf per Dreier mit Foul zum 24:19 (15.) - und sogar Mike Budenholzer, Coach von Schröder und Italiens Dreierexperten Marco Belinelli bei den Atlanta Hawks, applaudierte auf der Tribüne anerkennend. Auch Schröder bekam wieder mehr Spielzeit und traf zum Halbzeitstand (20.) per Korbleger.

Nach dem Seitenwechsel versuchte es der Spielmacher der deutschen Mannschaft ohne Verband und half seinem Team auch in der Defensive. Italien fehlte weiter der offensive Rhythmus, Deutschland hielt die Führung bis in die Schlussminuten, Danilo Barthel traf sechs Minuten vor der Schlusssirene zum 50:45, danach zog die DBB-Auswahl davon und blieb bis zum Ende völlig cool.