Trauer um "Hans im Glück": Hans Herrmann ist tot

Er prägte eine Generation von Rennfahrern und galt als Glückspilz, weil er die gefährlichsten Unfälle überlebte. Nach seinem größten Triumph beendete er seine Karriere abrupt. Nun ist die deutsche Motorsport-Ikone im Alter von 97 Jahren gestorben.

Image: Hans Herrmann ist im Alter von 97 Jahren verstorben

Die Rennfahrer-Ikone Hans Herrmann ist tot. Der frühere Le-Mans-Gesamtsieger starb am Freitag im Alter von 97 Jahren, wie der Autobauer Porsche unter Berufung auf seine Familie mitteilte.

Der Rennfahrer gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Motorsportlern der Nachkriegszeit. Mit seinem Fahrstil und zahlreichen Podestplätzen prägte er eine ganze Generation deutscher Rennfahrer.

Herrmann war über viele Jahre bei verschiedensten Rennarten im internationalen Motorsport aktiv. Seinen größten Erfolg feierte er 1970 mit dem Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Der gebürtige Heidelberger teilte sich beim Klassiker den rot-weiß-roten Porsche 917 mit dem Engländer Richard Attwood.

Der Ursprung von "Hans im Glück"

Danach beendete Herrmann seine Karriere. "Ich wollte das Schicksal nicht noch länger strapazieren", sagte der Rennfahrer einmal. "Mir war bewusst, wie viel Glück ich gehabt hatte bei so vielen Freunden, die man über die Jahre verloren hat." Weil er trotz mehrerer schwerer Unglücke meist mit dem Schrecken davonkam, erhielt er den Namen "Hans im Glück". Beim Großen Preis von Monaco 1955 etwa verunglückte er schwer.

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dpa

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