Bernd Mayländer fährt im 500. Grand Prix das Safety Car

An einen deutschen Fahrer in der Formel 1 denkt man nicht auf Anhieb: Bernd Mayländer. Er steuert das Safety Car. In Melbourne feiert Mayländer Jubiläum. Wie lange will er das noch machen?

Bernd Mayländer fährt im 500. Grand Prix das Safety Car.
Image: Bernd Mayländer fährt im 500. Grand Prix das Safety Car.  © DPA pa

Nicht einmal Michael Schumacher oder Sebastian Vettel kommen auf so viele Grand Prix in der Formel 1 wie Bernd Mayländer.

Der Vollblutrennfahrer aus Schorndorf in der Nähe von Stuttgart ist der deutsche Fixpunkt in der Motorsport-Königsklasse: Mayländer ist Pilot des Safety Cars und feiert beim Saisonstart an diesem Wochenende in Melbourne seinen 500. Grand Prix. "Diese Ära ist für mich ein ganz besonderer und bedeutender Abschnitt meines Lebens", sagte der 54-Jährige.

Rennkalender 2026

Datum Strecke/Rennen Typ
27. Feb. – 01. März St. Petersburg, Streets of St. Petersburg Stadtkurs
07. – 08. März Phoenix, Phoenix Raceway Oval
14. – 15. März Arlington, Streets of Arlington (neu!) Stadtkurs
28. – 29. März Barber Motorsports Park Rundkurs
18. – 19. April Long Beach, Streets of Long Beach Stadtkurs
08. – 09. Mai Indianapolis, IMS Road Course Rundkurs
23. – 24. Mai 110th Indianapolis 500, IMS Oval
30. – 31. Mai Detroit, Streets of Detroit Stadtkurs
06. – 07. Juni Madison, World Wide Technology Raceway Oval
20. – 21. Juni Elkhart Lake, Road America Rundkurs
04. – 05. Juli Lexington, Mid-Ohio Sports Car Course Rundkurs
18. – 19. Juli Nashville, Nashville Superspeedway Oval
08. – 09. August Portland, Portland International Raceway Rundkurs
15. – 16. August Markham (Toronto), Streets of Markham Stadtkurs
22. – 23. August Washington D.C., Streets of Washington (neu!) Stadtkurs
29. August Milwaukee 1, Milwaukee Mile Oval
30. August Milwaukee 2, Milwaukee Mile Oval
05. – 06. Sept. Laguna Seca, WeatherTech Raceway Rundkurs

Mayländer bezeichnet sich selbst als "Vollgas-Head" mit "Motorsport-DNA". Früher war er unter anderem in der DTM und im Porsche Supercup aktiv. 1999 nahm der mittlerweile verstorbene Renndirektor Charlie Whiting Kontakt zu ihm auf. Nach einem gemeinsamen Kaffee hatte Mayländer eine neue Anstellung: Safety-Car-Fahrer in der Formel 1 als Nachfolger des Briten Oliver Gavin.

Warum nicht 750 Rennen?

"Die besten Rennen sind die Rennen ohne Safety Car", sagte Mayländer einmal der Deutschen Presse-Agentur. Nach einer chaotischen Premiere 1973 in Montreal wurde dieser Sicherheitswagen erst 1993 ins Reglement aufgenommen. Wenn Mayländer und sein Beifahrer Richard Darker tatsächlich gebraucht werden, was nicht in jedem Rennen der Fall ist, dann verlangsamen sie das Geschehen auf dem Asphalt, bis Gefahrensituationen wie etwa ein Unfall geklärt sind.

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Ans Aufhören denkt Mayländer noch lange nicht. "Ich werde auch oft gefragt, wie lange ich das noch machen möchte", erzählte er. "Das kann man natürlich nicht vorhersagen, aber die 600 habe ich fest im Blick, 700 könnten es auch werden und 750 wäre eine tolle Zahl."

SID

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