Formel 1 ab 2027: Rennen werden kürzer – F1 reagiert auf neue Motorenregeln
Die Formel 1 will die Renndistanzen ab der Saison 2027 verkürzen. Statt der bisherigen 305 Kilometer sollen die Grand Prix künftig überwiegend über 290 Kilometer ausgetragen werden.
04.09.2026 | 10:47 Uhr
Die Königsklasse des Motorsports steht vor einer bedeutenden Regeländerung. Besonders wegen der neuen Motorenformel und des steigenden Benzinverbrauchs sollen die Rennen bereits ab 2027 um mehrere Runden verkürzt werden.
Die Formel-1-Fahrer kommen in der nächsten Saison wohl schneller ans Ziel. Auf einstimmigen Beschluss der Teams sollen alle Rennen 2027 Medienberichten zufolge jeweils um einige Runden verkürzt werden. Hauptgrund dafür ist die neue Motorenformel und der dann erhöhte Benzinverbrauch der Autos. Weil die Rennställe gegen größere Tanks und den Umbau der Chassis votierten, bleibt nach Berichten mehrerer Fachportale nur die Verkürzung der Renndistanzen.
Nach dem aktuellen Reglement müssen auf fast allen Rennstrecken derzeit immer mindestens 305 Kilometer beim Grand Prix absolviert werden. In der kommenden Saison sollen es nur noch 290 Kilometer sein. Je nach Strecke sind dies jeweils zwei oder drei Runden weniger. Nur beim Stadtrennen in Monaco wird es wohl bei der Distanz von 78 Runden und 260 Kilometern bleiben.
F1-Boss bestätigt Entscheidung
F1-Boss Stefano Domenicali äußerte sich gegenüber Autoracer.it am Donnerstag des Monza-Wochenendes zur Thematik. "So wie ich es verstehe, reden wir nur über zwei bis drei Runden, also denke ich nicht, dass es ein Problem ist. Wäre es eine größere Anzahl gewesen, hätten wir darüber diskutiert, aber so wie es ist, besorgt es mich nicht".
Der Königsklassen-CEO verriet zudem, dass die Verkürzung mit mehr Sprint-Rennen in der kommenden Saison ergänzt werden. "Junge Leute haben heute eine steigende Wertschätzung für das Konzept eines Rennwochenendes, an dem das Qualifying am Freitag stattfindet, statt Freie Trainings, die sie nicht interessieren", so der ehemalige Ferrari-Teamchef weiter.
So wird auch Monza ein Sprint-Rennen bekommen, die genaue Zahl der Wochenenden mit doppeltem Renneinsatz verkündete Domenicali noch nicht. "Es wird nicht sein wie in der MotoGP, das kann ich versichern. Es wird weniger als die Hälfte (der Wochenenden, Anm. d. Red.) sein". In der Königsklasse des Motorradrennsports gibt es an jedem Rennsamstag ein Sprintrennen, in der Formel 1 sind im kommenden Jahr 24 Rennwochenenden geplant.
Weltrat muss noch zustimmen
Nach heftigen Debatten um die für dieses Jahr eingeführte Motorenformel senkt die Formel 1 den Elektroanteil, der aktuell die Hälfte des Antriebs liefert, wieder etwas ab. Damit spielt der Verbrenner wieder eine größere Rolle, die Fahrer sind weniger als Batteriemanager gefordert. Es wird aber auch mehr Kraftstoff benötigt.
Die Überlegung, nur die Distanzen der Rennen mit dem erwartbar höchsten Benzinverbrauch zu verkürzen, wurde von den Teams verworfen. Nun muss die Komplett-Reduzierung noch von der Formel-1-Kommission und vom Motorsport-Weltrat abgesegnet werden.