Nico Rosberg sorgt sich um die Zukunft von Ferrari. Der ehemalige Weltmeister befürchtet, dass die Scuderia Probleme mit der Neubesetzung des Teamchef-Postens hat.
Zwei Wochen sind bereits seit dem offiziellen Ferrari-Aus von Mattia Binotto vergangen. Nachdem der Rennstall sich Ende November vom 53-Jährigen getrennt hat, kommen immer mehr Details der Entlassung ans Licht. Dazu gehören auch Gerüchte, die keine der Parteien in gutem Licht erstrahlen lässt.
Die Spekulationen um einen Nachfolger Binottos wiederum flachen langsam ab. Nachdem der vermeintliche Wunschkandidat Ross Brawn - zuletzt Sportdirektor der F1 - erklärt hat, dass seine "Zeit in der Formel 1 an ihr Ende kommt", wurden AlfaRomeo-Boss Frederic Vasseur, Red-Bull-Teamchef Christian Horner und McLarens Andreas Seidl schnell mit Ferrari in Verbindung gebracht. Auch eine interne Lösung wurde diskutiert. Viel ist seither allerdings noch nicht passiert.
Rosberg sieht Ferrari-Problem - Lob für Wolff
Ex-Weltmeister Rosberg sieht in der Suche nach einem Binotto-Nachfolger ein großes Problem für Ferrari. "Ich sehe da viele Bauchschmerzen. Es ist unglaublich schwierig, diese Position zu besetzen", meinte der 37-Jährige beim AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1.
Eine Ideallösung, wie sie Mercedes seit Jahren habe, gebe es aktuell allerdings auch nicht. "Wenn ich sehe, was Toto Wolff bei Mercedes leistet. Der für mich beste Teamchef und mit Sicherheit einer der besten aller Zeiten. So eine Kompetenz für Ferrari zu finden, das gibt es ja gar nicht", befürchtet Rosberg.
Rosberg findet Fehlerquote bei Ferrari "unglaublich"
Dabei sei ein neuer Top-Teamchef enorm wichtig für die Scuderia. In der jüngeren Vergangenheit hat man den direkten Anschluss an die Konkurrenz verloren. "Sie haben die vergangene Saison teilweise einfach verhauen. Sie haben sich nicht so gut entwickelt wie andere Teams, wie Red Bull. […] Sie haben sehr viele operative Fehler gemacht - unglaublich viele Fehler", so Rosberg.