Für den letzten Testtag vor dem Auftakt in die neue Formel-1-Saison musste Mercedes Überstunden machen.
"Wegen eines Zuverlässigkeitsproblems auf der Strecke stehen zu bleiben war nicht gut, und wir hatten Mühe, bei den wechselhaften Bedingungen eine ausgeglichene Fahrzeugbalance zu finden", erklärte Mercedes' Top-Ingenieur Andrew Shovlin. Woran es lag, wollen die Verantwortlichen bis zum letzten der drei Übungstage in der Wüste von Sakhir an diesem Samstag wissen. "Diese Arbeit wird bis in die Nacht andauern, und zweifellos werden wir am Vormittag mehr wissen", sagte Shovlin.
Russell am Freitag mit nur 26 Runden
George Russell hatte es am Freitag erwischt. Nur 26 Runden drehte er auf dem Bahrain International Circuit, auf dem am kommenden Wochenende die Saison beginnt - mit Mercedes als Herausforderer des neuen Branchenführers Red Bull, der bisher recht überzeugende Fahrten zur Vorbereitung, angeführt vom zweimaligen Weltmeister Max Verstappen, hatte. Bei Mercedes musste Russell indes einräumen: "Wir haben noch nicht alles aus dem W14 herausgeholt." Aber jeder arbeite hart daran, dies zu tun. Der letzte Testtag soll optimal laufen.
Allzu große Sorgen löste das Hydraulik-Problem aber auch bei Russell nicht aus. "Das kann jedem passieren", meinte der 25-Jährige, der am Nachmittag den in diesem Jahr wieder schwarz lackierten Mercedes von Superstar und Rekordweltmeister Lewis Hamilton (38) übernommen hatte. "Jeder arbeitet unglaublich hart und konzentriert, und wir entdecken alles, was wir über den W14 herausfinden können", lobte auch der siebenmalige Champion.