1860 München will sich von Hasan Ismaik trennen

Löwen stimmen gegen Investor

Image: Die Mitglieder von 1860 München haben sich mehrheitlich gegen eine Kooperation mit Investor Hasan Ismaik entschieden.

1860 München will nicht mehr mit seinem umstrittenen Investor Hasan Ismaik zusammenarbeiten. Ein entsprechender Antrag wurde auf der Mitgliederversammlung des in die Regionalliga abgestürzten Vereins mit einer überwältigenden Mehrheit angenommen.

Den Antrag hatte das Vereinsmitglied Ulla Hoppen eingebracht und auf eine fristlose Kündigung des Vertrags gedrängt. Laut Hoppen habe Ismaiks Firma HAM international Ltd. "die im Lizenzierungsverfahren zugesagte Zahlung für die Lizenzbedingungen der DFL nicht geleistet. Die stellt eine Hauptpflichtverletzung dar."

Nach Rücksprache mit dem frisch im Amt bestätigten Präsidenten Robert Reisinger wurde die Frist für das Ende des Kooperationsvertrags mit dem jordanischen Milliardär auf sechs Monate festgesetzt. "Ich habe Kopfschmerzen dabei. Dieser Antrag, wenn er so gestellt wird, zwingt uns zu handeln, ohne dass wir darüber nachgedacht haben, ob dieses Handeln sinnvoll ist", hatte Reisinger zu einer fristlosen Kündigung gesagt.

Reisinger als Präsident bestätigt

Ismaik hatte nach dem sportlichen Abstieg aus der 2. Liga eine neuerliche Geldspritze für die Löwen verweigert. 1860 erhielt daraufhin keine Lizenz für die 3. Liga und muss künftig in der Regionalliga antreten. Auch eine drohende Insolvenz wendete der Verein vorerst ab. Mitte Juli einigte sich 1860 mit Ismaik auf eine Stundung des vom Jordanier gewährten Darlehens in Höhe von rund acht Millionen Euro.

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Für Jubel sorgte auf der Mitgliederversammlung derweil Reisingers Wiederwahl. Die Mitglieder quittierten das Ergebnis mit lautstarken "Sechzig, Sechzig"-Gesängen.

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Die Versammlung in der Konzerthalle Zenith in Freimann, die ursprünglich 22 Tage vorher geplant war, begann wegen des großen Andrangs mit rund einstündiger Verspätung. 1351 stimmberechtigte und 173 nicht stimmberechtigte Mitglieder bedeuteten einen Teilnehmer-Rekord.

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